Standort Schönefeld

Büros mit Flughafen- und Regionalbahn-Anbindung [Abb.: HPP Architekten - Bloomimages]

Gehalt, Stimmung im Team, Verantwortungsbereich – alles wichtige Aspekte bei der Jobzufriedenheit. Aber nach Aussage der Immobilienexperten von Colliers spielt noch ein weiterer Faktor eine große Rolle bei der Mitarbeiterzufriedenheit: Die Art und Lage des Büros.

Gerade bei der Frage nach Gro.raumbüros scheiden sich die Geister: Manch Arbeitgeber ist noch mit dem Abriss seiner Wände beschäftigt, während andere sie schon wieder aufbauen und so kleinere Büros schaffen. Das Stichwort lautet also: Flexibilität für das, was da kommen mag. Wer vorausschauend plant und baut, wird dank fl exibler Grundrisse und technischer Nachrüstbarkeit auf jeden Fall richtig liegen. Viel Wert auf diese Faktoren legt auch Michael Saddei, Gesch.ftsführer der Alpine Finanz Bau GmbH in Schönefeld und Bauherr eines über 17 000 Quadratmeter großen Büroneubaus nahe dem Flughafen Berlin Brandenburg. Das Unternehmen ist Eigentümer zweier Büroh.user dort. „Wir setzen bei unserem neuen Bürogeb.ude auf flexible Grundrisse. So können wir unseren künftigen Mietern Büros als Großraum- oder Zellenbüros anbieten und damit individuell auf die Mieterbedürfnisse eingehen. Baulich sind wir darauf eingerichtet und auch die Technik wurde so flexibel geplant, dass wir jede innenliegende Wand beliebig versetzen können“, erklärt Saddei.

Allerdings lassen sich nicht alle Aspekte so frei bestimmen wie die Flächenaufteilung: Die Lage etwa gehört zu den zentralen Faktoren, die nach Baustart nicht mehr beeinflussbar sind. Dabei hat das Kriterium Lage ernsthaften Einfl uss auf die Arbeitnehmerzufriedenheit und wirkt sich auch auf das Unternehmensimage und die Kundenzufriedenheit aus. So kann eine ungünstige Lage schlimmstenfalls den Firmenerfolg negativ beeinfl ussen, ein positiv wahrgenommener Standort hingegen kann zum Unternehmenserfolg beitragen. Entscheidend für die Lagequalität sind Elemente, die der Bauherr nicht selbst beeinfl ussen kann, wie Verkehrsanbindung, Einkaufsmöglichkeiten und Lärm. Entsprechend beliebt – und damit teuer und rar – sind Büroflächen, die diesen Kriterien weitgehend entsprechen, etwa in den Zentrumslagen der großen Städte. Immobilienexperte Saddei hat sich aber gegen die Berliner Innenstadt und für den Standort in Schönefeld entschieden, für den ereine Reihe von Pluspunkten anführt. So ist die Gemeinde, bekannt geworden durch ihren Hauptstadtfl ughafen BER, verkehrstechnisch per Bahn, Bus und Autobahn gut angebunden. „In Zeiten der Europäisierung und Globalisierung spielt nicht nur die Entfernung zum Wohnort eine Rolle, sondern zunehmend auch die Zeitersparnis bei Arbeitswegen. Von unserem Bürogeb.ude aus kann ich bequem zum Sund Regionalbahnhof oder zum Flughafen Terminal Schönefeld laufen und von dort aus zu über 100 Zielen abheben“, erklärt Saddei und führt aus: „Gerade für national und international agierende Firmen bedeutet die Lage am künftigen Hauptstadtfl ughafen auch eine enorme Zeitersparnis bei Geschäftsreisen.“ Trotz des angeschlagenen Images des Flughafens glaubt der Immobilienunternehmer fest an den Standort: „Alle Blicke konzentrieren sich auf den Pannenfl ughafen BER, dabei wird ganz übersehen, dass Schönefeld schon heute mit ca. 13 Millionen Passagieren der sechstgrößte deutsche Flughafen ist und damit zwischen Stuttgart und Hamburg rangiert; 2030 werden wir mit dem BER wahrscheinlich 50 - 60 Millionen Passagiere haben.“

 

79 - Sommer 2019
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