Page 66 - Berlin vis-à-vis - Heft 63 - Sommer 2015
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| INTERVIEW ab und restauriere Erbstücke. Ich mit dem Coach arbeiten, gute Fotos Mit einer großen Lebensfreude. Ich mag solche Arbeit. Man sieht sofort von sich haben, sowie ein aktuelles liebe das Leben und das vermittle ich etwas und hat ein Erfolgserlebnis. Demoband und einen professio- ihm. Wir haben viel Spaß, lachen zu- nellen Internetauftritt. Auch das ist sammen und machen Quatsch. Na- Sie haben schon an vielen unter- natürlich noch keine Garantie, dass türlich gibt es auch Regeln. Aber ich schiedlichen Orten der Welt gewohnt. man Jobs bekommt. Wenn man aber gehe mit ihm offen auf alles zu, wir Warum Berlin? durchgängig Arbeit hat, ist das auch sind ständig mit den unterschied- In Berlin lebe ich seit 1999. Es ist ein Kompliment. lichsten Menschen im Dialog. Und meine Heimatstadt. Und es ist die ich versuche ihm auch Dankbarkeit Stadt, die ich innerhalb Deutsch- Was bedeutet Lernen für Sie? zu vermitteln. Nichts ist selbstver- lands am schönsten fi nde. Ich möchte immer besser werden, ständlich. Manchmal danken wir wachsen und mich weiterentwickeln. auch der Sonne dafür, dass sie Würden Sie nochmal ins Dschungel- Ich verstehe nicht, dass anscheinend scheint. camp gehen? nur wenige Menschen diesen An- Das Dschungelcamp war 2004, das spruch an sich selbst haben, vor allem Sie singen im Moment sehr viel. Ist ist elf Jahre her! Es war die erste Schauspieler. Man ist nie fertig. das Ihre neue Leidenschaft? 66 Staffel, in der ich mit dabei war. Nie- Und wie vermitteln Sie das Ihrem Sohn? Auch. Ich bin ja ein kreativer Mensch und empfi nde mein Leben als kreative mand ahnte damals, was passieren wird. Heute weiß man, dass man dort vorgeführt und der Voyeurismus der Leute befriedigt wird. Nein, natür- lich würde ich das nicht mehr ma- chen. Inwieweit haben Sie selbst Einfl uss auf Ihre Engagements und Rollen? Das Kuriose an meinem Beruf ist, dass man von der Auswahl be- stimmter Menschen abhängig ist. „Ähm, dich nehmen wir doch nicht, du bist zu alt, jung, dick oder dünn.“ Insofern muss man halt im- mer an sich arbeiten. Seinen Körper, sein Instrument, wach und fi t halten, Foto: Claudius Pfl ug zum Tanzunterricht gehen, singen, VIS63_BG4.indb 66 24.07.15 13:01

