Page 32 - Berlin vis-à-vis - Nr. 75 - Sommer2018
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| STADTNACHRICHTEN
STADTNAC H R IC H T E N
BAULICHES JUWEL
BLEIBT ERHALTEN
In unmittelbarer Nachbarschaft zur
Museumsinsel, im Garten des denk-
32 malgeschützten Magnus-Hauses am
Kupfergraben, sollte die Hauptstadtre-
präsentanz von Siemens entstehen.
Aber aus den Plänen des Weltkonzerns
wird nun nichts. Denn der vor drei Jah-
ren auf politische Weisung erteilte po-
sitive Vorbescheid zum Neubau wurde
nicht verlängert und ist somit vom
Tisch. Das teilten Mittes Baustadtrat
Foto: Jörg Zägel, CC BY-SA 3.0
Ephraim Gothe (SPD) und Kultursena-
tor Klaus Lederer (Linke) in einer ge-
meinsamen Presseerklärung mit.
Siemens hatte vor drei Jahren den
Bauvorbescheid für seine Hauptstadt-
Das denkmalgeschützte Magnus-Haus am Kupfergraben ist ein 250-jähriges klassizistisch-
repräsentanz auf Drängen des damals
barockes Bürgerhaus. In ihm wohnte und forschte der Physiker Heinrich Gustav Magnus
noch rot-schwarzen Senats erhalten. im 19. Jahrhundert
Nach dem Bescheid hätte der Konzern
einen bis zu viergeschossigen Neubau
im Garten des denkmalgeschützten ten Erhalt dieses baulichen Juwels Siemenspläne mit dem Argument, es
Magnus-Hauses errichten dürfen. und dessen Garten eingesetzt.“ sei „um die Stärkung des Wirtschafts-
Damals wurde das Vorhaben auf Wei- standortes Berlin“ gegangen.
Denkmalschützer lehnten eine Zu- sung von Senatsbaudirektorin Regula „Das Land Berlin wird der Firma Sie-
stimmung zu dem Projekt ab. Lüscher und von Mittes damaligem mens weiter mit Rat und Tat bei der
Lederer und Gothe sind darüber „hoch Baustadtrat Carsten Spallek (CDU) Suche nach einer geeigneten Firmen-
erfreut“, wie es heißt. „Wir haben uns genehmigt. Die Stadtentwicklungsver- repräsentanz behilfl ich sein“, erklärt
schon immer für den uneingeschränk- waltung begründete ihr Votum für die Senator Lederer.
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