Page 34 - Berlin vis-à-vis - Nr. 75 - Sommer2018
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Neue Backsteinarchitektur
Ein bedeutendes Postbaudenkmal steht kurz vor der Fertig-
stellung: Mit dem Richtfest am 19. Juli 2018 ging die Um-
wandlung des historischen Post- und Telekommunikations-
komplexes BRICKS Berlin Schöneberg in ein modernes En-
semble mit Büros, Restaurants, Geschäften, Bildungs -
reinrichtungen und Wohnungen in den Endspurt. Während die
Sanierung der Bestandsbauten im Herzen Berlin-Schönebergs
weitestgehend abgeschlossen ist, wuchsen zwei Rohbauten
entlang der Hauptstraße und der Belziger Straße auf die Höhe
der angrenzenden Dachfi rste. Der Lückenschluss des aus
mehreren Höfen bestehenden Areals war bereits in den Visualisierungen: © Trockland
1920er Jahren geplant; schon bald werden hier 127 unter-
schiedlich große Mietwohnungen, ein Café, Biosupermarkt
und Büros einziehen. Das Büro Graft Architekten greift die Backsteinarchitektur des Bestands auf
Geplant sind auch auf dem rund 1 2000 Quadratmeter großen
Grundstück mit knapp 25 000 Quadratmeter Nettofl äche ein
kleines Café im wieder aufgebauten Pförtnerhäuschen, zwei
Restaurants und ein weiteres Café.
Der Investor Trockland hat den Bestand bereits saniert. Dieser
34 wird heute gewerblich genutzt und beherbergt eine Grund-
schule, Hochschule, Architektur- und Designbüros, das mit
Designpreisen ausgezeichnete Kabbalah Centre Berlin, Post-
und Telekommunikationseinrichtungen, Sportstätten und die
Foto: ANDREAS SCHWARZ Geschäftsräume von Trockland.
Die beiden von Graft Architekten gestalteten Neubauten ste-
hen gleichberechtigt neben den denkmalgeschützten Bauten
Richtfest des Neubaukomplexes an der Belziger Straße in Schöneberg durch das verbindende Element Backstein.
Die Fertigstellung ist für Sommer 2019 vorgesehen.
Museum der Illusionen
Mitte August eröffnet das Museum der Illusionen in Berlin
mit Alleinstellungsmerkmal: Ungewöhnliche Räume, opti-
sche Täuschungen und haptische Illusionen sowie Holo-
gramme, Spiele und Kaleidoskope stellen das Gehirn auf
eine Probe. Über 60 Exponate laden die Besucher zum Mit-
machen ein. Das Museum füttere das innere Kind, so Grün-
der Michael Posch. „Die Besucher dürfen alles anfassen
und ausprobieren, anders als in anderen Museen. Es geht Foto: Sport-IT
um Spaß, Kreativität und darum, sich auf etwas Neues ein-
zulassen – und sein Gehirn auf die Probe zu stellen.“ „Kopf auf dem Tisch“ – der Körper ist auf mysteriöse Weise verschwunden
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