Artikelliste

Wald im Wandel

Der alte Güterbahnhof Grunewald ist mit seinen 14 Hektar Fläche ein heißer Kandidat für den Berliner Wohnungsbau. Im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf herrscht Einigkeit darüber, den Ort zum städtebaulichen Entwicklungsgebiet zu erklären. Baustadtrat Oliver Schruoffenegger (Grüne) kann sich vor Projektanfragen kaum retten. Doch er lehnt alle ab. Das Gelände liegt zwar direkt an der Autobahn A115, der AVUS. Aber es ist nicht erschlossen. Nur eine Unterführung aus westlicher Richtung vom Messegelände steht zur Verfügung mit zu geringer Höhe für die Feuerwehr.

78 - Frühjahr 2019
Stadt, Titel

wooden O

Das Globe Berlin wird ein neuer Schauplatz für Schauspiel, Wortkunst und Weltmusik. Die Baugenehmigung, Erbpachtvertrag und Betriebserlaubnis vorausgesetzt, kann der aus Schwäbisch Hall stammende hölzerne Theaterbau voraussichtlich im Herbst 2019 aufgebaut und 2020 bespielt werden. Das Haus hat dann Platz für ca. 600 Besucher. Der Rundbau ist Shakespeares legendärer Open-Air-Arena nachempfunden, in der sich vor über 400 Jahren ein Querschnitt der Londoner Bevölkerung zusammenfand, um Begegnung, Bildung und Unterhaltung an einem verbindenden Ort zu erleben.

78 - Frühjahr 2019
Magazin

In Hülle und Fülle - Textildekore und alte Techniken

Blauweiß leuchten Kissen, Bettzeug, Vorhänge in der Eingangshalle eines großen Einrichtungshauses. Großflächige Farbverläufe laden dazu ein, im Blau zu schwelgen. Blauweiß ist ein traditioneller Farbklang, der mit bäuerlichem Blaudruckdekor, einer seit dem Mittelalter in Deutschland bekannten Druck- und Färbetechnik, so manches Hoch erlebte. Der Färberwaid, auch Deutscher Indigo genannt, wurde schon im Altertum in Europa als Färberpflanze kultiviert. 

78 - Frühjahr 2019

Die Leute werden es lieben

Stephan Graf von Bothmer, Komponist, Pianist und Liebhaber alter Filme, hat die Stummfilm-Konzerte erfunden und vermarktet sich selbst zugunsten seiner Kunst. Er ist der klassische Selfmademan – von Kunst bis Werbung alles aus seiner Hand. Sein Enthusiasmus verblüffte so manchen Veranstalter.

78 - Frühjahr 2019
Kultur

Generation E

Noch nicht ganz verhallt ist „Generation Golf“: Der Titel des 2000 erschienenen Bestsellers von Florian Illies über die zwischen 1965 und 1975 geborene Generation, die im Buch als die erste Generation dargestellt wird, die weitgehend unpolitisch agiere und Mode- und Markenbewusstsein sowie Egoismus und Hedonismus zur Norm erhebe. Namens- und maßstabgebend war der Golf von Volkswagen, ein bis heute akzeptiertes und massentaugliches Qualitätsauto.

78 - Frühjahr 2019

In Berlin wird durchgeblüht!

Buchsbaumgefasste Rosen- oder Staudenbeete, Kieswege, alter Baumbestand, Wasserspiele und Menschen im Park findet der Berlin-Besucher am Schloss Charlottenburg, Wandelwege, Spielflächen, Blütenfelder im Britzer Garten, einen Landschaftsgarten, der als Erweiterung des Buga-Geländes 1989 eröffnet wurde, oder die „Gärten der Welt“ im Osten der Stadt, wo in diesem Sommer  ganz neu der „Jüdische Garten“ seine Pracht entfalten kann.

78 - Frühjahr 2019
Stadt

Raus aus der Stadt

Die Berliner Wirtschaft boomt. Doch dass dieses Wachstum nicht selbstverständlich ist, offenbart ein Blick in die Statistik: Zwischen 1992 und 2003 ging die Zahl der Erwerbstätigen noch zurück, von 1,7 Millionen auf nur noch 1,5 Millionen. Mittlerweile zählen die Statistiker erstmals über zwei Millionen Erwerbstätige in Berlin, entsprechend positiv hat sich auch die Wirtschaftsleistung entwickelt. Ein weiterer Effekt: die Wohnungsnachfrage boomt. Denn viele der neuen Bewohner sind wegen der neu geschaffenen Arbeitsplätze in die Stadt gezogen, und wer gut verdient, fragt mehr Wohnraum nach. Die Folgen lassen sich an den steigenden Immobilienpreisen ablesen.

78 - Frühjahr 2019
Stadt

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