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Neues vom Bücherberg

Man müsste so viel lesen. Aber was?
Susann Sitzler hat sich schon mal durch die aktuellen Neuerscheinungen gewühlt. Hier ihre Empfehlungen.

 

Stadtbeschimpfung mit Fahrrad

Über Berlin meckern kann ja jeder. Das fleckige, nervige Berlin aber wirklich anzuschauen, seine Fransen und Ränder gezielt zu erkunden, den Unmut in vor Witz kullernder Galligkeit auszumalen und dabei präzise zuzuspitzen, das erfordert schon wirkliche Hingabe. Mit sehr viel Hingabe schildert Günter Steinmeyer in „Wo Hakenkäuzchen plärren“ die Ergebnisse seiner Erkundungen, die er regelmäßig mit dem Fahrrad unternimmt. Untertitel: „Poetische Polemiken“.

Kultur

Alle sind Touristen

[Foto: © Roman Stetsyk – stock.adobe.com]

Tourismus bleibt ein riesiger Wachstumsmarkt in Berlin. Dies führe aber auch zu Wachstumsschmerzen und Wachstumsgrenzen, sagt Ilse Helbrecht. Die Professorin für Kultur- und Sozialgeografie an der Humboldt-Universität hat mit ihrem Team ein neues Tourismuskonzept für Berlin mit erarbeitet. Wir trafen sie in ihrem Büro in Berlin-Adlershof.

Neugestaltung mit Höhenlimit

Bereits Anfang der 1990er Jahre wurde eine städtebauliche Lösung gesucht, die, ähnlich wie beim Potsdamer Platz, den Alexanderplatz als östliches Zentrum der Stadt aufwerten sollte. Die Pläne sollen nun bald Gestalt annehmen. [Foto: Berlin vis-à-vis]

Das Jahr 2018 scheint nun die Wende in der lange umstrittenen Hochhausplanung einzuleiten, denn alle Beteiligten, Senatsverwaltung und Investoren, melden sich mit konstruktiven Absichtserklärungen zu Wort und die ursprünglichen Hochhauspläne nehmen erste Gestalt an.

Stadt

Lost Place in Plänterwald

Das 45 Meter hohe Riesenrad bleibt als einziges Fahrgeschäft erhalten [Foto: © Christopher Flade]

Zu DDR-Zeiten vergnügten sich jährlich rund 1,5 Millionen Menschen im Kulturpark Plänterwald. Seit seiner Schließung vor fast 18 Jahren verwahrlost der einstige Freizeitpark allmählich. Jetzt gibt es Hoffnung auf einen Neubeginn.

Stadt

Pilgern in die Prignitz

Unterwegs zu sich selbst auf Pilgertour durch einsame Landschaften [Foto: AdobeStock.de | 145748349]

Die Wunderblutkirche machte Wilsnack im Mittelalter zu einem berühmten Pilgerort. Die insgesamt 130 Kilometer lange Route ab Berlin führt zu einem großen Teil durch einsame Brandenburger Landschaft. Heute kaum zu glauben: Wilsnack spielte als Pilgerort fast in einer Liga mit Santiago de Compostella. Das ist lange her. Ein Wunder war geschehen. Es hatte seinen Ursprung im Jahre 1383. Heinrich von Bülow steckte aus Machtkalkül die alte Wilsnacker Dorfkirche in Brand. Hier setzt die Legende ein. Wilsnacks damaliger Pfarrer fand in den Überresten, geleitet von einem Engel, drei Hostien mit Blutstropfen – Wunderblut. Der Grundstein für die Pilgerbewegung war gelegt. Tausende Menschen aus aller Herren Länder machten sich jährlich auf den Weg. Wilsnack erlebte einen ungeahnten Aufschwung, Gasthöfe wurden gebaut. Das ist zwar lange vorbei, aber gepilgert wird auch heute wieder.

Alle können was tun – Wettbewerb „Berliner Klima Schulen“

Zehn Preise im Gesamtwert von 13 500 Euro, ein Sonderpreis „KiezKlima“ und ein Publikumspreis gingen an Schulen aus ganz Berlin. Fotos l. u. r.: Die präsentierten Elemente vom Kinder- und Jugendzirkus Cabuwazi passen zur thematischen Auseinandersetzung mit dem Klimaschutz und entstammen der Show „Metamorphosen – veränderte Umweltbedingungen verändern uns“ [Fotos: Berliner Energieagentur / Rolf Schulten]

Mit dem Wettbewerb „Berliner Klima Schulen“ fördern Gasag und Senat Schulprojekte zum Thema Klimaschutz. „Mach die Tür zu, schalte das Licht aus“, wer kennt sie nicht, diese mahnenden Worte, einfache Grundregeln zum Energiesparen, mit denen jedes Kind aufwächst und die es nie im Leben vergisst. Wenn sich einige andere Regeln auch so tief über Generationen hinweg einprägen würden, dann wäre es vielleicht besser um die Umwelt bestellt. Zum Beispiel: weniger und mit Bedacht einkaufen oder keine Plastetüten verwenden.

Stadt