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Stadt

Funktionell und schön

Der klassizistische Bau ist eine Erweiterung des dahinter gelegenen Pergamonmuseums. Er erhebt sich auf einem hohen Betonsockel direkt an der Uferkante des Spreekanals. Zum Wasser hin erstreckt sich eine Kolonnade, die in moderner Form die Architektur der Insel aufgreift. [Foto: © Ute Zscharnt für David Chipperfield Architects]

Mit der James-Simon-Galerie erhält die Museumsinsel ein zentrales, multifunktionelles Empfangsgebäude für alle fünf Museen.

Den Schöpfer des Alten Mueums, Karl Friedrich Schinkel, hätte es sicher gefreut, in nächster Nähe seines Bauwerks den Eingang zu einer ganzen Museumswelt zu finden, die seine Nachfolger mit der Museumsinsel geschaffen haben. Museen und Galerien zum Schauen und Entdecken für alle, das war seine Vision.

Stadt

In Berlin wird durchgeblüht!

Gemeinschafts- und Nachbarschaftsgärten machen die Städte grüner [Foto: Marco Clausen / Prinzessinnengarten]

Buchsbaumgefasste Rosen- oder Staudenbeete, Kieswege, alter Baumbestand, Wasserspiele und Menschen im Park findet der Berlin-Besucher am Schloss Charlottenburg, Wandelwege, Spielflächen, Blütenfelder im Britzer Garten, einen Landschaftsgarten, der als Erweiterung des Buga-Geländes 1989 eröffnet wurde, oder die „Gärten der Welt“ im Osten der Stadt, wo in diesem Sommer  ganz neu der „Jüdische Garten“ seine Pracht entfalten kann.

Stadt

Wald im Wandel

Rund um den Grunewald verändert sich die Stadt. Auch am Wald selbst geht der Berliner Bau-Boom nicht spurlos vorüber. [Foto: ©lephone - stock.adobe.com]

Der alte Güterbahnhof Grunewald ist mit seinen 14 Hektar Fläche ein heißer Kandidat für den Berliner Wohnungsbau. Im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf herrscht Einigkeit darüber, den Ort zum städtebaulichen Entwicklungsgebiet zu erklären. Baustadtrat Oliver Schruoffenegger (Grüne) kann sich vor Projektanfragen kaum retten. Doch er lehnt alle ab. Das Gelände liegt zwar direkt an der Autobahn A115, der AVUS. Aber es ist nicht erschlossen. Nur eine Unterführung aus westlicher Richtung vom Messegelände steht zur Verfügung mit zu geringer Höhe für die Feuerwehr.

Stadt, Titel

When the music is over

Im Großen Saal das Grünauer Gesellschafthauses, das letze Mobiliar war ein Flügel, Foto links: Die Decke des Tanzsaals mit Figur [Fotos: Ulrich Schneider, 2017]

Auf dem Gelände des legendären Ausflugslokals Riviera in Grünau soll nach langem Stillstand eine Seniorenwohnanlage entstehen.

Bis zum Schluss stand in dem Tanzsaal mit den hohen Stuckdecken noch ein alter Flügel, als wolle er sagen, bald spielt hier wieder die Musik. Ein melancholischer Charme ging von der Szenerie aus. Der alte Glanz war unter den zahlreich hinzugekommenen Graffiti noch spürbar. Das Bild war Exponat in einer Fotoausstellung zu den besten Lost Places der Stadt. 

Stadt

Rosa-Luxemburg-Platz

Das Räuberrad vor der Volksbühne hat Bert Neumann für eine Schiller-Inszenierung entworfen [Foto: Berlin vis-à-vis]

Was wäre eine Stadt ohne ihre Plätze. Manche sind groß, manche klein. Manche berühmt, manche unbekannt. Sie sind quirlige Touristenattraktionen oder lauschige Rückzugsorte für die Stadtbewohner. Plätze in der Stadt haben ihre Geschichte und kleinen Geheimnisse, die es zu ergründen lohnt. Diesmal: Der Rosa-Luxemburg-Platz

 

Raus aus der Stadt

Neues Quartier mit 54 Mietwohnungen hinter der Stadtgrenze [Abb.: Fuchshuber Architekten]

Die Berliner Wirtschaft boomt. Doch dass dieses Wachstum nicht selbstverständlich ist, offenbart ein Blick in die Statistik: Zwischen 1992 und 2003 ging die Zahl der Erwerbstätigen noch zurück, von 1,7 Millionen auf nur noch 1,5 Millionen. Mittlerweile zählen die Statistiker erstmals über zwei Millionen Erwerbstätige in Berlin, entsprechend positiv hat sich auch die Wirtschaftsleistung entwickelt. Ein weiterer Effekt: die Wohnungsnachfrage boomt. Denn viele der neuen Bewohner sind wegen der neu geschaffenen Arbeitsplätze in die Stadt gezogen, und wer gut verdient, fragt mehr Wohnraum nach. Die Folgen lassen sich an den steigenden Immobilienpreisen ablesen.

Stadt

Gloria Berlin

Das künftige Gebäudeensemble am Kurfüstendamm 12–15 zwischen dem Breitscheidplatz und der Joachimsthaler Straße: Für eines der geplanten Geschäftshäuser wurde der denkmalgeschützte Gloria-Palast am Kurfürstendamm 12 abgetragen. Das Kino hatte bereits 1998 geschlossen. Das Baudenkmal (links) aus dem Jahr 1889 wird nach Plänen der Architekten Petra und Paul Kahlfeldt saniert und restauriert [Abb.: CENTRUM Gruppe]

Bis 2020 entstehen drei Geschäfts- und Bürohäuser am Ku’damm an der Stelle des einstigen Gloria-Palasts. Das bedeutende Filmtheater bestand von 1925 bis 1998.  Vor zwei Jahren wurde das Gebäude nach vielen Debatten abgerissen. Jetzt hat die Centrum Gruppe Grundsteinlegung für ihr Gebäudeensemble „Gloria Berlin“ gefeiert.

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