Architekturpreis für Water Garden

[Foto: © Courtesy of nikissimo Inc.]

Eine außergewöhnlich Landschaft bestehend aus 318 Bäumen, die aus einer angrenzenden Baustelle ausgegraben und am Projektstandort um 160 Teiche von unterschiedlicher Größe und Form wieder eingepflanzt wurden. Ein Moosteppich umgibt die Teiche, und Trittsteine schaffen ein Wegesystem durch den überfluteten Waldraum. Der japanische Architekt Junya Ishigami regte an, einen Wald am Fuß der Nasu Berge im japanischen Tochigi umzupflanzen, anstatt ihn zu roden, um Platz für den Bau eines neuen Hotelkomplexes zu schaffen.


Architekt Junya Ishigami
Foto: © Junya Ishigami &
Associates
 

Jeder einzelne Baum wurde beschrieben, gemessen und nummeriert, bevor er gemäß dem Design von Ishigami in den angrenzenden Standort, einem früheren Reisfeld, verpflanzt wurde. Durch die Nutzung des bestehenden Bewässerungssystems für das Reisfeld können die Baumarten, die eigentlich nicht für Feuchtgebiete geeignet sind, neben den zahllosen Teichen gedeihen. Alle Teiche sind durch unterirdische Röhren miteinander verbunden, die den Wasserzu- bzw. -abfluss in einen nahen Fluss gewährleisten. Somit entstand durch die umsichtige Reorganisation von vier Hauptelementen – Bäume, Wasser, Moos und Steine – eine alternative, von Menschenhand geschaffene Landschaft, die so nie in der Natur zu finden wäre.

Der Water Garden von Junya Ishigami ist das erste Siegerprojekt des neuen internationalen Obel Awards. Die Installation dazu wird bei Aedes noch bis 25. Juni gezeigt.

Aedes Architekturforum
Christinenstr. 18-19, 10119 Berlin

82 - Frühjahr 2020
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