Hannah Arendt und das 20. Jahrhundert

Hannah Arendt an der University of Chicago, 1966 [Foto: © Art Resource, New York, Hannah Arendt Bluecher Literary Trust]

Hannah Arendt gehört zu den großen politischen Denkerinnen des 20. Jahrhunderts, deren dezidierte Urteile noch heute so kontrovers wie ihre Fragen aktuell sind. Eigensinnig, strittig und anregend äußerte sie sich über Totalitarismus, Antisemitismus, die Lage von Flüchtlingen, den Eichmann-Prozess, Zionismus, das politische System und die „Rassentrennung“ in den USA, die Studentenproteste der 1960er-Jahre und den Femin­ismus. In einer Wechselausstellung widmet sich das Deutsche Historische Museum dem Werk und Leben Hannah Arendts, das die Geschichte des 20. Jahrhunderts mitsamt ihren Anforderungen an die Gegenwart spiegelt.

„Arendt berief sich auf kein Programm, keine Partei und keine Tradition. Das macht die Einordnung ihres Denkens schwierig und zugleich interessant: War sie eine Linke? Eine Liberale? Eine Konservative?“, fragt Dr. Monika Boll, Kuratorin der Ausstellung.


Information
Bis 18. Oktober 2020
Deutsches Historisches Museum,
Unter den Linden 2, 10117 Berlin

 

82 - Frühjahr 2020
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