Sommer-Styles & Sonnenbrillen

Hies-Brillen Sommerkollektion 2021 bei der 7. Fashionweek im Hotel Adlon Kempinski in Cooperation mit Anja Gockel aus Mainz [Fotos: Hies Optik GmbH] – Für den kommenden Sommer ist Anja Gockels Mode japanisch inspiriert [Foto: Anja Gockel GmbH]

Sie sind eckig oder rund, riesengroß, tropfenförmig, geschwungen, oversize oder schmal, sportlich, schrill oder schlicht – spätestens seit den 1970er-Jahren sind Sonnenbrillen ein wesentliches Accessoires in der Welt der Mode. Gerade in diesem Sommer erinnern viele Modelle an die Hippie-Zeit. Extravagante Formen als Herz, Blume oder Cat-Eye liegen ganz vorn im Trend. Gefragt sind vor allem auch kleine Manufakturen mit individuellen Kollektionen. Stefan Hies, Augenoptikermeister aus Taunusstein, zeigt mit seiner Sommerlollektion 2021, dass der Trend noch eine ganze Weile anhält: luftig, leicht und mit ein wenig Extravaganz.

Die Hies-Brillen werden aus Materialien wie Baumwollacetat, Titan, Naturhorn, Silber und Gold gestaltet. Petra Hies kommentiert die aktuelle Kollektion so: „In Zeiten von Corona haben wir uns für rahmenlosen Modelle mit farbenfrohen Gläsern entschieden. Luftzirkulation so weit wie möglich und Leichtigkeit waren uns bei dieser Kollektion sehr wichtig. Denn der Tragekomfort einer Brille sollte immer gewährleistet sein“.

„Take the hit as a gift“

Es war die einzige Show in der Zeit, in der die Fashion Week Berlin stattfinden sollte. Eingeladen hatte die Mainzer Modedesignerin Anja Gockel mit Kollegin Lana Müller, um Ende Juni ihre Kollektion mit dem Titel „Asuka — Der Duft von morgen“ im Foyer des Hotel Adlon zu präsentieren. Für die erste Modenschau in Berlin nach dem Lockdown galten strenge Auflagen wie Maske und Mindestabstand. Die Berlin Fashion Week fiel wie so viele Kulturveranstaltungen Corona-bedingt ins Wasser. Vom kommenden Sommer an sollen die Premium-Messe und die Neonyt in Frankfurt stattfinden. Damit dürfte Berlin einiges an Glamour verlieren. Es sei denn, die Kreativen in der Hauptstadt lassen sich noch etwas einfallen. Dieses Jahr stand Anja Gockel erst einmal fast allein da. ‘Take the hit as a gift’ – ist meine und unsere Vision, inspiriert von der geistigen Haltung des japanischen Aikido. Wir bleiben uns und Berlin treu. Die Kreativität wird hier gedacht und gelebt. Die Kreativwirtschaft ist die zweitstärkste Branche nach der Automobilindustrie und leidet durch die Krise extrem. Mit unserer Show setzen wir ein Zeichen für Hoffnung, Solidarität und Mut“, erklärt die Designerin.

83 - Sommer 2020
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