Wanzen suchen  und Morsen lernen

Morsen wie in der Welt der Spionage [Foto: © Deutsches Spionagemuseum Berlin]

Neustart für das Spionage­museum am Leipziger Platz. Mehr als 90 Prozent der Inhalte haben die Museumsmacher während des laufenden Betriebs ausgetauscht. Als besonderen Coup konnte das Museum sich die Sammlung Vreisleben mit über 400 Exponaten aus dem Kalten Krieg sichern, darunter eine original Lippenstiftkamera, mit der Dokumente so verkleinert werden können, dass sie in den Schlitz einer Kaffeebohne passten.

Neu sind auch die interaktiven Module, mit denen Besucher etwa mittels Detektoren fest verbaute Wanzen suchen oder das Morsen lernen können. Um Geschicklichkeit geht es beim neuen Parcours, der die Besucher durch einen meterlangen Lüftungsschacht führt, wie er in keinem guten Spionagefilm fehlen darf. Doch nicht alles ist neu: Als Publikums-Lieblinge blieben der Spionage-Trabant mit Infrarot-Blitzlicht und auch der Passwort-Hacker erhalten. „Mit 342 000 Besuchern war 2018 unser Rekordjahr und wir glauben nun, unsere Besucher durch die neuen Exponate noch besser über die spannende Welt der Spionage aufklären und sie zum Mitmachen animieren zu können“, erläutert Museumsdirektor Robert Rückel.

 

80 - Herbst 2019
_allesfinden_
Magazin