Gloria Berlin

Das künftige Gebäudeensemble am Kurfüstendamm 12–15 zwischen dem Breitscheidplatz und der Joachimsthaler Straße: Für eines der geplanten Geschäftshäuser wurde der denkmalgeschützte Gloria-Palast am Kurfürstendamm 12 abgetragen. Das Kino hatte bereits 1998 geschlossen. Das Baudenkmal (links) aus dem Jahr 1889 wird nach Plänen der Architekten Petra und Paul Kahlfeldt saniert und restauriert [Abb.: CENTRUM Gruppe]

Bis 2020 entstehen drei Geschäfts- und Bürohäuser am Ku’damm an der Stelle des einstigen Gloria-Palasts. Das bedeutende Filmtheater bestand von 1925 bis 1998.  Vor zwei Jahren wurde das Gebäude nach vielen Debatten abgerissen. Jetzt hat die Centrum Gruppe Grundsteinlegung für ihr Gebäudeensemble „Gloria Berlin“ gefeiert.

„Gloria Berlin“ entsteht auf den historischen Parzellen am Kurfürstendamm 12 bis 15. Insgesamt wird das Gebäudeensemble über rund 19 800 Quadratmeter Nutzfläche verfügen. Auf vier Ebenen, vom ersten Untergeschoss bis ins zweite Obergeschoss, entstehen Geschäfte und Boutiquen mit
zusammen rund 11 000 Quadratmetern Mietfläche. Darüber werden Büroflächen eingerichtet. 

Zu den Standards zählen große Stützweiten und die sehr großen Geschosshöhen, die eine hohe Flexibilität zum Beispiel bei der Gestaltung neuer Einzelhandelsflächen sicherstellen. „Mit den architektonisch herausragend gestalteten Natursteinfassaden greifen wir die Tradition des Kurfürstendamms auf, setzen die Gestaltungssatzung für den Prachtboulevard um und sorgen dafür, dass sich Gloria Berlin maßgeschneidert und harmonisch in die Umgebung integriert“, sagt Peter Knopf von der Centrum Gruppe bei der Grundsteinlegung. Sein besonderer Dank galt der Berliner Sparkasse, dem Unternehmen Züblin Spezialtiefbau und der Mark-A. Krüger Bauunternehmung, welche sich „immer als zuververlässige, flexible und kompetente Partner erweisen“. 

Zu Gloria Berlin gehören zwei Gebäude, die nach dem Entwurf des Architekturbüros O&O Baukunst neu errichtet werden. Die Architekten greifen dabei architektonische Elemente aus der Geschichte des Kurfürstendamms auf: So werden die Eingänge zu den Geschäften repräsentativ gestaltet. Ab dem dritten Obergeschoss sind Büroetagen mit raumhohen Fenstern vorgesehen. Im Erdgeschoss wird es einen zentralen Eingang mit natursteinverkleidetem Foyer geben.

Das Gründerzeithaus am Kurfürstendamm 15 aus dem Jahr 1889 wird nach den Plänen des Berliner Büros Petra und Paul Kahlfeldt Architekten denkmalgerecht wieder hergerichtet. Das neobarocke Erscheinungsbild des Geschäftshauses mit seiner hohen Sockelzone, mit erkerartigen Vorbauten, Balkonen sowie Pilastern und Eckpfeilern wird originalgetreu restauriert. Auch die historischen Stuckdecken und Kachelöfen in den künftigen Büroräumen bleiben erhalten, das Treppenhaus wird restauriert und das Dach in historischer Form komplett erneuert.

Centrum Gruppe spezialisiert auf 1-a-Lagen in Großstädten
Die Centrum Gruppe ist ein inhabergeführtes Unternehmen und wurde 1998 vom geschäftsführenden Gesellschafter Uwe Reppegather in Düsseldorf gegründet. Die Centrum ist spezialisiert auf die Projektentwicklung moderner Einzelhandelsflächen in 1-a-Lagen in großen deutschen Städten wie Düsseldorf, München, Hamburg, Frankfurt am Main und Berlin. Das realisierte Volumen beläuft sich auf mehr als 4,5 Milliarden Euro. 

78 - Frühjahr 2019
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