Warum spielen Sie Golf? André Heim

André Heim in Stoke Park [Foto: © privat]

Golfen verbindet. Und, wer Golf spielt, ist erfolgreicher im Beruf, heißt es in Unternehmerkreisen. Die Ruhe auf dem Golfplatz hilft dabei zu entspannen und in einem Flight unterwegs zu sein, auch wenn das Golfen manchmal Managerqualitäten erfordert. Golfen ist anspruchsvoll und braucht viel Training, wenn man Fortschritte machen will. Berlin vis-à-vis trifft regelmäßig Unternehmenslenker zu einer Golfrunde. Diesmal André Heim, Geschäftsführer und Mitinhaber der Heinz Hammer Vertragswerkstatt GmbH, dem Mercedes-Benz Partner im Norden Berlins

Wie lange spielen Sie schon?

Nachdem mein Bruder fast zehn Jahre versucht hat, mich vom Golfsport zu überzeugen, habe ich Ende 2012 endlich die Platzreife gemacht und spiele nunmehr seit 2013.

Erinnern Sie sich an Ihren besten Schlag?

Ich freue mich über jeden einzelnen gelungenen Schlag und davon gibt es immer mal ein, zwei auf der Runde. Insgesamt passiert das aber viel zu selten.

Macht Sie Golf beruflich erfolgreicher?

Ich glaube nicht. Golfen trägt sicher dazu bei, dass ich beruflich ausgeglichener bin und auch in hektischen Situationen die Ruhe bewahre. Ich beschäftige mich außerdem weniger mit dem Gestern, sondern konzentriere mich intensiver auf das Morgen. Beim Golfspiel ärgere ich mich nicht allzu sehr über den letzten Schlag, sondern freue  mich auf den nächsten.

Was ist Ihre wichtigste Strategie auf dem Platz?

Den Platz, die Natur und  das Spiel zu genießen.

Können Sie innere Ruhe bei diesem Sport finden?

Ja, auf jeden Fall. Es kommt zwar hin und wieder vor, dass ich etwas knapp und dadurch hektisch zum ersten Abschlag komme, dann dauert es sicher zwei, drei Bahnen bis ein entspannter Rhythmus gefunden ist.

Was lehrt Sie der Golfsport fürs Leben?

Bescheidenheit und Demut. Dass man vieles nicht erzwingen kann, keine Gelegenheit hat, Fehlschläge ungeschehen zu machen, sondern eher daraus lernt und den nächsten Schlag besser macht.

Wie profitieren Sie für Ihr Unternehmen?

Ich bin nicht sicher, ob ich direkt profitiere. Der Sport hilft mir mental und das wirkt sich dann sicher auch auf geschäftliche Entscheidungen aus. Es ergeben sich auch immer wieder gute geschäftliche Beziehungen, die es ohne eine gemeinsame Golfrunde nicht gegeben hätte.

Hatten Sie schon einmal richtig Ärger in einem Flight?

Nein.

In der Politik hierzulande ist Golf weniger angesehen. Obama und Trump lieben Golf. Würden Sie deutschen Politikern zum Golfspielen raten?

Ich empfehle grundsätzlich jedem, es mal mit dem Golfsport zu versuchen. Ich würde auch liebend gerne mit zumindest einem der beiden oben genannten eine entspannte 18-Loch-Runde gehen. Ich wüsste allerdings im Gegenzug dazu nicht, mit welchem Politiker unseres Bundestages ich gerne eine Runde dieses wunderbaren Sports spielen wollen würde.

Welche Tipps haben Sie für jemanden, der mit Golf beginnt?

So viel wie nur möglich spielen und dem Funken eine Chance geben überzuspringen.

Was gefällt Ihnen in Kallin besonders gut?

Ich habe mich im Frühjahr 2013 in den Platz verliebt. Die vielen Bäume standen in voller Blüte, die Natur ist überwältigend, man hört nichts, außer Vögel, Bienen und Frösche. Die Terrasse ist einzigartig, die beste weit und breit. Die Mitarbeiter der Anlage und der Gastronomie sind mir sehr ans Herz gewachsen.

Auf welchem Platz dieser Welt würden Sie gern einmal spielen?

Da gibt es so einige. Ein Wunsch wurde mir schon erfüllt. Wie auf dem Foto zu sehen, hatte ich die Gelegenheit in Stoke Park bei London zu spielen, der Platz auf dem unter anderem der legendäre James Bond 007-Classsiker „Goldfinger“ mit Sean Connery und Gert Fröbe gedreht wurde. Ein guter Freund meines Bruders ist dort Mitglied und hatte es mir ermöglicht.

Danke für das Gespräch.

 

82 - Frühjahr 2020
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Sport, Golf