Dachbewusstsein für die Solarwende

Foto: Rolf Schulten

Deutschland setzt für die Zukunft auf erneuerbare Energien. Vor diesem Hintergrund wird mit Beginn 2023 zur Erreichung der Klimaschutzziele des Landes Berlin eine Solarverpflichtung gesetzlich vorgeschrieben. Ziel des Gesetzes ist es, die Solarpotenziale auf Berlins Dächern nutzbar zu machen.

Der kontinuierliche Ausbau von Photovoltaikanlagen trägt nicht nur zur Erreichung der Klimaneutralität bei, sondern schafft auch neue Perspektiven für Wachstum und Innovation in der Hauptstadt. Um die Erzeugung von Strom aus solarer Strahlungsenergie wirksam zu erschließen, ist der Bau von Photovoltaikanlagen an und auf nichtöffentlichen Gebäuden im Land Berlin ebenso erforderlich wie für Privatinvestoren bei der Errichtung eines Gebäudes oder bei wesentlichen Dachumbauten wie im Zuge einer Dachsanierung. Zwei füh- rende Berliner Dachdecker-Unternehmen haben sich mit einer PV-Spezialistin zusammenge- schlossen und ihre Kompetenzen gebündelt – mit der Gründung der G+H SolarCity GmbH.

Viele Metropolen weltweit sehen sich in einer besonderen Verantwortung zur Begrenzung des Klimawandels. Es geht um den Abbau der umweltschädlichen CO2-Emissionen. Hierfür werden effiziente Energie- und Klimaschutzprogramme entwickelt. Bis zum Jahr 2045 soll auch Berlin klimaneutral werden. Dieses Ziel erfordert große Anstrengungen. Die Nutzung von Solarenergie ist dabei ein wichtiger Baustein. Den hierfür ins Leben gerufenen „Masterplan Solarcity Berlin“ steuert die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Demzufolge ist gegenüber dem heutigen Stand zur Planerfüllung eine 40-fache Solarleistung erforderlich. 19 Prozent der Berliner Dachflächen müssen hierfür mit Solarmodulen belegt sein. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen Solaranlagen mit einer Leistung von etwa 4 400 Megawatt auf Berlins Dächer gebracht werden: auf Ein- und Zweifamilienhäuser, auf Gewerbegebäude, Miethäuser und öffentliche Gebäude.

Solartechnik auf’s Dach – aber bitte mit Sachverstand! Dem Solarausbau in Berlin widmen sich nun zwei renommierte Dachdeckermeister, die im Februar 2022 gleichberechtigt das Unternehmen G+H SolarCity GmbH ins Leben gerufen haben: Steffen Gresitza, der Experte im Süden Berlins, Patrick Horn, der im Norden erfolgreich agiert und die PV-Spezialistin Kerstin Ehren, die das Team durch ihre fachpartnerschaftliche Kooperation abrundet. „Wir wollen unser Handwerk mit vereinten Kräften zeitgemäß ausüben und damit helfen, Berlin mittelfristig klimaneutral zu machen. Dachneubau oder auch Dachsanierung mit Solartechnik als energetische Ertüchtigung sollten idealerweise aus einer Hand kommen. Wir Experten kennen und beherrschen den gesamten Vorgang von der Planung bis zur Durchführung“, so Steffen Gresitza. Auch bei den Kosten könne ganz erheblich eingespart werden, ergänzt Patrick Horn: „Die Errichtung von Solartechnikdächern gehört zu den sogenannten Erhaltungsaufwendungen einer Immobilie und kann bei der nächsten Steuererklärung viel Geld sparen. Wir zeigen jedem Kunden die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen auf. Alles wird vorher berechnet, natürlich den individuellen Verhältnissen angemessen und immer lösungsorientiert. Selbstverständlich basiert unsere Arbeit auf einer genauen Analyse des Bestehenden, damit Folgeschäden garantiert vermieden werden. Dabei geht es nicht nur um Größe und Form des Daches, sondern auch um Material, Begebenheiten vor Ort, Fenster, Gauben und Kamine, Abstände und Maße, Befestigungen, erforderliche Schutzmaßnahmen und vieles mehr. Und zwar bevor die Solaranlage auf das Dach kommt. Da sollte man wirklich auf den Fachmann setzen.“

Als Partner bei Photovoltaiktechnik in größeren Anlagen konnte das junge Unternehmen eine Kooperation mit der Gasag Berlin, dem Versorger für Ökostrom und Ökogas, erreichen. Potenzielle Kunden kommen aus der Industrie, der Wohnungswirtschaft und der Öffentlichen Hand.

Edith Döhring

 

88 - Frühjahr 2022
_allesfinden_
Stadt