Smart wohnen

Die Wasserstadt Mitte in der Europacity in Berlin, vis-à-vis von Hauptbahnhof und Regierungsviertel. 700 Wohnungen stehen hier kurz vor der Fertigstellung. [Abb.: KAURI CAB Development Berlin GmbH ]

Trotz der Skepsis vieler Menschen gegenüber der Digitalisierung in nahezu allen Lebensbereichen schreitet sie mit großem Tempo voran. Eine Mehrheit der Bevölkerung begrüßt jedoch – das belegen Marktforschungsergebnisse – Smart Home Technologien im Bereich des Energiemanagements und des Entertainments als Zugewinn an Lebensqualität. Im weiten Feld der Möglichkeiten des neuen Wohnens entwickelt das Unternehmen KAURI CAB seine Ideen, Geschäftsmodelle und Projekte.

Das Immobilienunternehmen KAURI CAB Management wurde vor gut zehn Jahren von Hagen Kahmann gegründet. Seitdem ist es als Entwickler von Bestandsimmobilien tätig, die Zug um Zug durch Restaurierung und Modernisierung in höherwertige Objekte transformiert und im Wert gesteigert werden. Das 20-köpfige Team des Unternehmens deckt in diesem Prozess alle Kernkompetenzen für erfolgreiches Investment- und Asset-Management hausintern ab. Das Schwesterunternehmen KAURI CAB Development entwickelt neue Wohnquartiere in Berlin und im Speckgürtel der Hauptstadt. Diese Neubauten werden von Beginn an technologisch zukunftsorientiert konzipiert. Ein aktuelles Großprojekt mit rund 700 Wohneinheiten – die Wasserstadt Mitte in der Europacity in Berlin, vis-à-vis von Hauptbahnhof und Regierungsviertel – steht kurz vor der Fertigstellung. Ein weiteres Großbauvorhaben in Spandau könnte ebenfalls wegweisend sein und die großen Zukunftsthemen der modernen City und des Wohnens verwirklichen. KAURI CAB-Gründer Kahmann will „dem Markt immer eine Nase voraus sein“, wie er sagt. „Als private User sind wir ja schon lange daran gewöhnt, Apps auf unserem Smartphone in den unterschiedlichsten Lebensbereichen zu nutzen. Wir bestellen die Pizza, schauen, wann der Zug kommt oder checken das Wetter und den Kontostand. Natürlich kann man auch als Mieter über eine App kommunizieren und sein Leben organisieren, mit der Hausverwaltung oder unzähligen anderen Adressaten: einen Schaden in der Wohnung melden, Verträge und Dokumente einsehen, E-Tankstellen und Stellplätze suchen und natürlich in der Wohnung die Sensoren für Fenster, Licht, Temperatur und Schutzvorrichtungen ansprechen. Smart Home steht für eine intelligente Vernetzung in privaten Haushalten mit dem Ziel, den Wohnkomfort, die Sicherheit und die Energieeffizienz des Gebäudes zu steigern. Das Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.“
 
Kahmann und sein Team sehen in dieser Form der Dienstbarkeit die Zukunft – der Vermieter einer Wohnimmobilie ermöglicht dem Mieter Komfort und Bequemlichkeit – er wird zum Service Provider. Das in der Branche über Proptech (Property Technology) bekannte Vorgehen hebt auch das Mietermanagement und die gesamte Hausverwaltung in eine neue Dimension. Ziel sind ein erweitertes Leistungspaket mit effizientem Nutzen sowie eine optimierte Kommunikation. Wohnen im Smart Home soll das Leben gleichermaßen komfortabler wie leichter machen – und es bietet interessante Angebote für Menschen mit speziellen Interessen. Kahmann erläutert: „Wir kennen bereits einige dieser Phänomene des Teilens wie etwa den Co-Working-Space. Hier teilen sich höchst effizient viele Menschen einen Arbeitsraum, senken die Kosten und profitieren ganz nebenbei vom kommunikativen Austausch mit anderen. Oder die Dachterrasse und das Sportstudio im Haus, das alle nutzen können. Aber die Möglichkeiten sind noch viel größer: Warum nutze ich eine Super-Küche nicht nur dann, wenn ich es will und sie brauche? Diese Küche irgendwo in meiner Wohnanlage wird dann „on demand“ über meine App buchbar sein. Ich brauche keinen oft ungenutzten großen Küchenbereich in meiner eigenen Wohnung mehr. Das Intelligente Haus hält alles bereit, auch Räume zum alleinigen oder gemeinsamen Musik machen etwa.

Die räumliche Zusammenlegung von Interessen bewirkt eine Reduzierung des individuellen Wohnraums – in heutigen Zeiten ein unbezahlbarer Vorzug. Hagen Kahmann sieht darin eine erfolgversprechende Maßnahme bei der Schaffung von städtischem Wohnraum: „Überall werden maßgeschneiderte Produkte aus Trends gemacht. Und das geht auch beim Thema Wohnen, wenn wir die Chancen erkennen und nutzen. Wir Immobilienentwickler können Teil der Lösung, nicht des Problems, sein. Wir verstehen uns als Partner, nicht als Gegner der Politik.“

Hagen Kahmann und seine Partner, Dr. Andreas Baltrusch, Alexander Lohausen und Luca Bauernfeind legen als Unternehmer in der Immobilienbranche gemeinsam großen Wert auf eine gelebte Arbeitsethik: „Teil unseres Markenkerns ist ‚Geben und Nehmen‘. Wir planen sorgfältig und qualitätsbewusst, werten eine Immobilie auf und wollen erst dann die Früchte unserer Arbeit ernten. Wir erkennen die soziale Verantwortung unseres Unternehmens und nehmen sie wahr. Dabei ist uns Transparenz intern und in Teilen auch nach außen sehr wichtig. Ein weiteres Gebot ist die Fairness. Wir hoffen, mit dieser Haltung auch in Zukunft ein guter Partner für Mieter, Planer, Bauunternehmer und unsere Gesellschaft zu sein.“

Edith Döhring

 

79 - Sommer 2019
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