Stdtnachrichten: Historische Hof­struktur an der Bornholmer Straße wird geschlossen

In der Bornholmer Straße im beliebten Bezirk Prenzlauer Berg laufen derzeit noch die Bauarbeiten für einen sechsgeschossigen Neubau mit 24 Wohnungen an der Stelle, an der ursprünglich das Gartenhaus den ruhigen Innenhof des ehemaligen Kaiserlichen Postamts komplettierte. Nach Entwürfen von Appels Architekten aus Zürich entsteht nun zwischen Alt- und Neubau ein Symbiose aus Vergangenheit und modernem großstädtischen Leben. Dabei prägen Merkmale wie moderne Sichtbetondecken, zum Teil Stahlbetontreppen und geschliffene Zementestrichböden den Industriecharakter des neu errichteten Gartenhauses.

 

Richtfest im Livestream


Neuer Innovationsstandort in Potsdam [Foto: © Bollinger + Fehlig Architekten GmbH]

Anfang April wurde in Potsdam auf dem Think Campus Richtfest für WorkHub 2 gefeiert. Driven Investment entwickelt dort einen komplexen Bürostandort für Start-ups und weiterdenkende Unternehmen. Die Zeremonie wurde digital durchgeführt. Die Teilnehmer konnten bei einer virtuellen Führung die künftigen Bürowelten mit ihren verschiedenen Räumlichkeiten und Dimensionen aus der Nähe besichtigen. Nahe des Jungfernsees entstehen zwei Gebäude mit einer Mietfläche von rund 10.800 Quadratmetern. Das neue Ensemble entsteht in direkter Nachbarschaft des SAP Centers. Im September 2020 soll der Think Campus fertiggestellt sein. Der architektonische Entwurf stammt von den Architekten Bollinger + Fehlig.

 

Quartier im Grünen


Im Herbst gehen die Bauarbeiten in Beelitz-Heilstätten los [Foto: © Ziegert]

Der Bebauungsplan für das Wohnquartier Beelitz-Heilstätten ist genehmigt. Mit dem „Wohnquartier Beelitz-Heilstätten – Teilbereich 1“ beginnen die Revitalisierung der denkmalgeschützten Gebäude und die geplante Quartiersentwicklung direkt am Bahnhof Beelitz-Heilstätten. In verschiedenen Bauabschnitten sollen ein komplettes Quartier mit etwa 250 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern sowie rund 400 Einfamilien-, Reihen- und Doppelhäuser errichtet werden. Der Baustart ist für diesen Herbst vorgesehen, ebenso der Vertriebsstart für die ersten Häuser und Wohnungen. Besonders schnell soll es mit dem neuen Ortszentrum gehen: Die Kita mit 100 Plätzen soll noch in diesem Sommer ihren Baustart feiern und 2021 den Betrieb aufnehmen, dann folgt ab Sommer 2021 der Neubau einer Grundschule.

 

Wohnen in Krisenzeiten


Wohnanlage in der Eichbuschallee [Foto: ©KW-Development/Architekturbüro Fuchshuber]

Die Corona-Krise beeinflusst den Alltag in vielerlei Hinsicht: angefangen beim Schlange stehen vor dem Supermarkt über den Heimunterricht der Kinder bis hin zu gestrichenen Urlaubsreisen und Kurzarbeit. Insgesamt verbringen wir durch die Corona-Schutzmaßnahmen deutlich mehr Zeit in den eigenen vier Wänden. Dadurch erhält das Zuhause ein ganz neues Gewicht. „Viele Menschen fragen sich aktuell, ob die eigene Wohnung den derzeitigen Anforderungen genügt“, weiß Heiko Türp, Geschäftsführer der Verimag, die Wohnraum in Berlin in zentralen Lagen vermarktet.

Wohnen und Arbeiten werden in Zukunft – nicht nur durch Corona, sondern auch durch die fortschreitende Digitalisierung – immer weiter vernetzt. Dementsprechend rücken bei der künftigen Entwicklung von Wohnimmobilien andere Kriterien in den Fokus: „Wohnen im Grünen wird immer beliebter. Das habe sich schon vor Corona abgezeichnet, nimmt nun aber einen noch wichtigeren Stellenwert ein. Ein eigener Garten oder ein großzügiger Balkon erhöhen die Lebens- und Wohnqualität und viele stellen nun in Frage, ob sie wirklich direkt in der Stadtmitte wohnen müssen bzw. wollen. „Das sehen wir aktuell auch anhand der starken Nachfrage nach unserem Projekt Wohnen am Plänterwald“, sagt Türp. Die Ansprüche an eine Immobilie können sich also in naher Zukunft ändern. Die Urbanisierung könnte sich umkehren, wenn nun immer mehr Menschen nicht mehr ins Zentrum, sondern in die grüneren Bezirke bzw. in den Speckgürtel der großen Städte ziehen.

 

NeuHouse fertiggestellt


[Fotos: © David Borck Immobiliengesellschaft]

Der Baukomplex „NeuHouse“ an der südlichen Friedrichstraße steht kurz vor der Fertigstellung: Die Bauarbeiten sollen demnächst abgeschlossen sein. Dann zieht Leben in das Ensemble, bestehend aus dem denkmalgeschützten Altbau aus den Jahren 1847/48 und dem modernen Neubau, ein. Nur noch fünf Wohnungen von insgesamt 81 Einheiten sind verfügbar. Kurz vor der Fertigstellung geht nun auch das gläserne Penthouse in die Vermarktung, die von der David Borck Immobiliengesellschaft übernommen wurde. Das zweiseitig verglaste Penthouse ermöglicht seinen neuen Bewohnern künftig einen spektakulären Ausblick über die Dächer Berlins, den angrenzenden Besselpark und das umliegende Kreativ-Quartier Kreuzbergs.

Das Baudenkmal an der Enckestraße wurde 1847/48 als Mietshaus in Nachbarschaft zur Neuen Sternwarte errichtet, auch das Hotel Imperial bezog einen Teil des Grundstücks. Anschließend dominierte bis 1945 die Blumengroßmarkthalle den Platz, die 20 Jahre nach ihrer Zerstörung wieder aufgebaut wurde und heute zum Jüdischen Museum gehört.

 

82 - Frühjahr 2020
Stadt, Bauen