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Stadt

Feuer statt Farbe

Ästhetisch reizvolle Fassade durch kontrolliertes Beflammen von Holz [Foto: Klemens Renner]

Eine jahrhundertealte japanische Holzbearbeitungstechnik erfreut sich in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit: das Karbonisieren von Holz. Yakisugi heißt sie in der Landessprache. Sowohl als Holzschutz wie als Gestaltungsmittel erfreuen sich heute viele Architekten an diesem traditionellen Verfahren.

Stadt

Häuser aus Holz bereichern die Stadt

Stahl galt als Baustoff des 19. Jahrhunderts, Beton als der des 20. und Holz ist das Baumaterial des 21. Jahrhunderts [Foto: Mad Arkitekter]

Holz gilt im Vergleich zu Stahl oder Beton als “grünes” Baumaterial, weil es leichter wiederzuverwenden ist und seine Produktion nicht nur keine CO2-Emissionen verursacht, sondern diese im Gegenteil sogar bindet. Die Verwendung von Holz als tragendes Baumaterial im Geschossbau und sogar im Hochhausbau, für große, städtische Bauaufgaben, erreicht neue Höhenrekorde. Die Bauordnung sah bisher nur Pavillonbauten und maximal zweigeschossige Wohnhäuser aus Holz vor. Hölzerne Hochhäuser waren wegen der Brandgefahr sogar tabu.

Stadt

Tiny Houses

Der Traum von den eigenen vier Wänden lässt sich für viele eher im Kleinen realisieren [Foto: SmartHouse GmbH]

Kleiner Raum, große Freiheit – in einem Minihaus lebt es sich reduziert aufs Wesentliche, aber allzeit komfortabel und flexibel.

Nicht nur in Sachen Psychologie und Mind-Setting setzen sich immer mehr Menschen mit den Themen Achtsamkeit, Entschleunigung und Reduktion auf das Wesentliche auseinander. Auch der eigene Lebensstil wird zunehmend hinterfragt: Was und wieviel konsumiere ich? Und welche Anschaffungen sind für mich wirklich essenziell? Im Zuge des Minimalismus-Gedankens wird auch der eigene Wohnraum kritisch reflektiert. War es früher das Ziel, ein großes Haus zu bewohnen, zählt heute in vielen Bereichen: „weniger ist mehr“ – und das wirkt sich auch auf die Überschaubarkeit bei Raum und Kosten aus. Eine Wohnform, auf die in dieser Hinsicht seit einigen Jahren immer wieder aufmerksam gemacht wird, ist ein Leben im Tiny House.

Stadt, Bauen

„In zehn Jahren werden wir in Pilzhäusern leben“

Pilze als Hoffnungsträger für künftige Baumaterialien [Foto: Vera Meyer]

Vera Meyer ist unterwegs, mit einem großen Rucksack und wetterfestem Schuhwerk. Ihr Begleiter, der Architekt Sven Pfeiffer, zieht einen Handwagen mit dem Arbeitsmaterial der beiden. Beladen mit Platten aus irgendeinem leichten Material, einem Birkenstämmchen, einem Baumpilz. So zeigt die beiden Visionäre ein neuer Film im Futurium Berlin. Das Futurium, das vor knapp zwei Jahren eröffnet wurde, versteht sich als „Haus der Zukünfte“. Hier wird auf vielfältige Weise verhandelt, wie wir in Zukunft leben wollen. In reinen Betonhäusern jedenfalls nicht, da sind sich die Biotechnologin und der Architekt einig.

Stadt, Bauen

Der Mexikoplatz

Springbrunnen, gepflegtes Grün und viel Jugendstil – der Mexikoplatz in Zehlendorf [Foto: Fridolin Freudenfett - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0]

Was wäre eine Stadt ohne ihre Plätze? Manche sind groß, manche klein. Manche berühmt, manche unbekannt. Sie sind quirlige Touristenattraktionen oder lauschige Rückzugsorte für die Stadtbewohner. Plätze in der Stadt haben ihre Geschichte und kleinen Geheimnisse, die es zu ergründen lohnt. Diesmal: Der Mexikoplatz

Spielbetrieb in eleganter Wohlfühlatmosphäre

Nach 37 Jahren wechselte die Spielbank in der westlichen City vom Los-Angeles-Platz an den Ku‘damm 31. In Berlin werden insgesamt vier Niederlassungen betrieben [Foto: © Dirk Lässig]

Die Spielbank Berlin hat einen neuen Standort am Kurfürstendamm/Ecke Uhlandstraße eröffnet. Einen Traditionsstandort nach 37 Jahren aufgeben zu müssen, bedeutet nicht zwangsläufig etwas Negatives. Der glückliche Zufall hat die Spielbank Berlin auf den freien Standort am Ku‘damm aufmerksam gemacht und die Entscheidung, sich an diesem markanten Ort neu zu präsentieren, wurde praktisch über Nacht getroffen.

Stadt

Wiedereröffnung der Neuen Nationalgalerie

Neue Nationalgalerie Außenansicht / Exterior view, 2021 © Ludwig Mies van der Rohe / VG Bild-Kunst, Bonn 2021 / Simon Menges

Zerlegt, saniert und wieder zusammengesetzt. Nach jahrelanger Sanierung ist die Neue Nationalgalerie seit dem 19. August 2021 in Berlin wieder für das Publikum geöffnet. Zu sehen sind drei Ausstellungen, darunter: „Die Kunst der Gesellschaft 1900 – 1945“ ist eine bis Juli 2023 geplante Dauerausstellung mit zentralen Arbeiten aus der rund 1 800 Werke umfassenden Sammlung der Nationalgalerie.

Stadt

Solartechnik mit Dachverstand

In Zukunft soll ein Viertel des Strombedarfs Berlins aus Solarenergie gedeckt werden [Foto: Cloudi GmbH]

Das Dach ist die Krone des Hauses. Es ist nicht nur ein technisch und ästhetisch wichtiger architektonischer Aspekt, sondern auch als handwerkliches Element von großer Bedeutung. Denn es schützt das ganze Gebäude vor dem Eindringen von Feuchtigkeit und so vor dem Verfall. Wer das Dach obendrein noch mit Solartechnik zur Energiequelle ausbaut und nach Möglichkeit begrünt, hat alles richtig gemacht – auch vor dem Hintergrund des kürzlich verabschiedeten Berliner Solargesetzes, mit Hilfe dessen die Solarpotenziale auf den Dächern Berlins nutzbar gemacht und mehr urbane Lebensräume auf Dächern geschaffen werden sollen.

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