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Stadt

Der Wert der Freiheit

Gedenktafel am historischen Ort: Fluchttunnel in der Zimmerstraße/Ecke Jerusalemer Straße [Foto: Barbara Sommerer]

Die Zimmerstraße ist eine ruhige Straße. In ihr kann man die Stille unweit des Tourismusrummels genießen, draußen in kleinen Cafés einen Cappuccino trinken und dabei in die Sonne blinzeln. An einem Ende der Straße steht das Axel-Springer-Haus und gegenüber befindet sich die riesige Baustelle für das neue Medienhaus. Am anderen Ende schwebt der Fesselballon „Die Welt“ in die Luft.  Seit September erinnern vierzehn Kilo schwere Gedenktafeln auf den Gehwegen an den Originalorten an zwei der wohl spektakulärsten Fluchten aus Ost- nach Westberlin.

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Zuckerfrei am Kollwitzplatz

Bevölkerungsaustausch in mehreren Wellen [Foto: fotolia.de/ Friedberg]

Was wäre eine Stadt ohne ihre Plätze. Manche sind groß, manche klein. Manche berühmt, manche unbekannt. Sie sind quirlige Touristenattraktionen oder lauschige Rückzugsorte für die Stadtbewohner. Plätze in der Stadt haben ihre Geschichte und kleinen Geheimnisse, die es zu ergründen lohnt. Diesmal: Zuckerfrei am Kollwitzplatz

Der Mercedes Platz ist eröffnet

[Foto: Daimler AG]

Rocksänger Jack White gab das Eröffnungskonzert in der Verti Music Hall mit Platz für 4 350 Besucher. Berliner und Touristen strömten über den neuen Stadtplatz. Mitte Oktober feierte die Anschutz Entertainment Group (AEG) die Eröffnung ihres neuen Quartiers an der Mercedes-Benz Arena. Es kamen 18 000 Menschen, sagt Moritz Hillebrand von der AEG. Außer der Music Hall gibt es am Mercedes Platz ein Bowling-Center, zwei Hotels, ein Premierenkino, vier Restaurants und mehrere Bars. Damit bekommt schließlich auch die Arena, die vor genau zehn Jahren eingeweiht wurde, einen ihrer Monumentalität angemessenen Zugang.

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Berlin braucht einen Masterplan

Georg Gewers und Henry Pudewill [Foto: Udo Hesse]

Georg Gewers und Henry Pudewill gründeten 2008 in Berlin ihr Architekturbüro. Beide Partner waren zuvor in renommierten Büros mit internationalen Aufträgen beschäftigt und haben an richtungsweisenden Projekten mitgewirkt wie Gläserne Manufaktur Dresden, VW Autostadt Wolfsburg oder Marstallplatz München. In Berlin haben sie Büro- und Wohnbauten errichtet sowie für den Großflughafen BER vier Gebäude für die Sicherheits- und Bodenverkehrsdienste. Wir sprachen mit den Architekten über die Schwächen und Chancen der deutschen Hauptstadt.

Mammutprojekt Molkenmarkt

Luftbild / Visualisierung Molkenmarkt [Foto: © Pakertharan Jeyabalan]

Zwischen Mühlendamm und Alexanderplatz verändert sich Berlin in den nächsten Jahren radikal. Die Grunerstraße verliert ihren mächtigen Stadtraum und führt, zweier Fahrspuren beraubt, in der Zukunft direkt hinterm Berliner Rathaus vorbei. Durch die Verschwenkung nach Norden entsteht neues Bauland, groß wie vier Fußballfelder. Auf ihnen errichtet die Stadt dreieinhalb Berliner Blöcke mit Wohnungen, Geschäften und Innenhöfen. Bauwerke, die an dieser Stelle zu DDR-Zeiten von den Verkehrsplanern abgerissen wurden. Ebenso der  Molkenmarkt, der für das Städtebauprojekt den Namen gibt.

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„Wer das beste Bild bietet, soll bauen!“

Hans-Karl Krüger vom Verein Forum Stadtbild [Foto: Anne Schäfer-Junker]

Zum Auftakt der Grabungen und des Baubeginns hat der Verein Forum Stadtbild Berlin e. V. im Oktober in der Parochialkirche in einer Ausstellung die Geschichte und Planungsgeschichte des Projektgebietes gezeigt. Sie war der Auftakt für eine öffentliche Debatte um die Reurbanisierung der Berliner Mitte. Wir sprachen mit Hans-Karl Krüger aus dem Vereinsvorstand.

Lichtenberger Mischung

Kunstsammler Axel und Barbara Haubrok [Foto: Severin Wohlleben]

Das Sammlerpaar Axel und Barbara Haubrok ist ein Glücksfall für Lichtenberg. Eigentlich. Aber der Bezirk stellt sich gegen den Kunstort. Berlin-Mitte ist gefühlt Lichtjahre entfernt. Kaum jemand  läuft zum Vergnügen durch diesen Teil der Lichtenberger Herzbergstraße, alle haben ein Ziel, gehen ihren Geschäften nach.

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