Tiny Houses

Der Traum von den eigenen vier Wänden lässt sich für viele eher im Kleinen realisieren [Foto: SmartHouse GmbH]

Kleiner Raum, große Freiheit – in einem Minihaus lebt es sich reduziert aufs Wesentliche, aber allzeit komfortabel und flexibel.

Nicht nur in Sachen Psychologie und Mind-Setting setzen sich immer mehr Menschen mit den Themen Achtsamkeit, Entschleunigung und Reduktion auf das Wesentliche auseinander. Auch der eigene Lebensstil wird zunehmend hinterfragt: Was und wieviel konsumiere ich? Und welche Anschaffungen sind für mich wirklich essenziell? Im Zuge des Minimalismus-Gedankens wird auch der eigene Wohnraum kritisch reflektiert. War es früher das Ziel, ein großes Haus zu bewohnen, zählt heute in vielen Bereichen: „weniger ist mehr“ – und das wirkt sich auch auf die Überschaubarkeit bei Raum und Kosten aus. Eine Wohnform, auf die in dieser Hinsicht seit einigen Jahren immer wieder aufmerksam gemacht wird, ist ein Leben im Tiny House.

Ob nun bekannt unter den Begriffen Tiny Houses, Mini-Häuser oder Modulbauten – sie alle verbinden den Gedanken des bewussten Konsumierens mit dem Wunsch nach mehr finanzieller Planbarkeit und Mobilität. Dass dabei keinesfalls auf individuelle Vorlieben und Komfort verzichtet werden muss, zeigt der Hersteller SmartHouse. Das Unternehmen aus Löhne fertigt modulare Bauten aus Holz an, die individuell geplant und ausgestattet werden können. Einzelmodule sind mit einer Wohnfläche zwischen 25 und 50 Quadratmetern realisierbar, je nach Bedarf oder Grundstück. Auch Modulkombinationen sind möglich, mit denen 75 oder sogar 100 Quadratmeter Wohnfläche erreicht werden können – denn manchmal ist oder wird die Familie ja doch noch etwas größer. Das Tolle: Es kann auch zu einem späteren Zeitpunkt noch auf eine Modulkombination bzw. einen Anbau zurückgegriffen werden, sodass die Entscheidung für ein Einzelmodul nicht „in Stein gemeißelt“ ist. Jedes neue Mini-Domizil produziert das Unternehmen in der eigenen Werkshalle – und legt dabei Wert auf die Auswahl natürlicher und unbedenklicher Baustoffe für ein gesundes Wohnklima. Nach Fertigstellung wird das kleine Eigenheim per Schwerlasttransporter an den gewünschten Ort geliefert, wofür es fachmännisch bezugsfertig anschlossen wird. Da somit die langwierige Planung und Bauzeit wegfallen, befreit man sich bereits im Vorfeld vom „Ballast“ des Baustresses. Weiterer Benefit: Bei Veränderungen, wie einem Jobwechsel oder schlicht dem Drang nach Neuem, lässt sich das kleine Wohnglück einfach mitnehmen.

 

Minihaus bauen. Mit Know-How – Informationen zum Baurecht

Viele Menschen träumen von einem eigenen Dach über dem Kopf. Besonders in Krisenzeiten stellt sich die Frage, wie Sicherheit geschaffen und die Kosten niedrig gehalten werden können mit einem eigenen Zuhause ohne jahrelange Kreditzahlungen. Die Lösung heißt „Downsizing” und schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Je nach persönlicher Situation und Lebensphase stehen verschiedene Lösungen zur Auswahl.

Minihäuser sind aufgrund ihrer geringen Quadratmeterzahl am ehesten für Singles geeignet. Soll der Wohnraum in der Zukunft erweiterbar sein, bieten sich containerförmige Modulhäuser als flexible Lösung an, da diese aufgestockt oder angesetzt werden können. Modulhäuser lassen also eine unkomplizierte Veränderung zu.

Weitere Informationen finden Sie auf tiny-houses.de.

 

86 - Herbst 2021
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