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Einheit der Gegensätze

Vor etwa 100 Jahren waren die Wälder um den Ort Sauen eine heruntergewirtschaftete Kiefernlandschaft. Der Mediziner August Bier wandelte diese Schritt für Schritt in einen artenreichen Mischwald um. In diesem befindet sich auch seine Grabstätte [Fotos: Lou Wagner]

Wie ein Berliner Chirurg einen märkischen Wald heilte. 

„Ökologisch nennt man heute seine Methoden, mit denen er aus den üblichen Kiefernmonokulturen mit ihren armen, durch Streugewinnung noch verschlechterten Böden gesunde, vielgestaltige Mischwälder schuf. In den Sauener Wäldern kann auch der Laie bei jedem Spaziergang die Erfolge des damaligen Forstaußenseiters sehen. Da findet er neben Laub- und Nadelbäumen auch Sträucher, Tief- neben Flachwurzlern, Humusbildner und Humuszehrer, 460 Gehölzarten insgesamt.“ Günter de Bruyn über August Bier in „Abseits“

Die Leute rennen uns die Bude ein

Ein Treffen mit dem Berliner Fabrikanten Olaf Höhn ist wie Eiscreme in der Sonne. Viel zu schnell vorbei. Der Gründer, Chef und Inhaber von Florida Eis verkauft seit dreißig Jahren Eiscreme, aber erst seit ein, zwei Jahren fühlt er sich als Unternehmer, sagt er. Seit er für sich entschieden hat, wie die Zukunft der Eisherstellung aussehen soll. Sein Slogan: Wir machen aus Sonne Eis.

59 - Sommer 2014

Berlin bewegen

Eine Gruppe von Berliner Unternehmern möchte die mittelständische Wirtschaft in der Stadt stärken und engagiert sich mit ihrer Initiative „Made in Berlin“ unabhängig und regierungskritisch für den Standort. Berlin vis-à-vis sprach mit Gründungsmitglied Joachim Spitzley.

59 - Sommer 2014

Von Picknickdecke bis Mückennetz – Textile Sommerfantasien

Kapriziöse Käfer oder Mücken mit riesigen Rüsseln und filigranen Beinen erinnern daran, dass der Nachtschlaf im Sommer keineswegs immer nur wohlig und romantisch ist. Wer aber mit Insektengittern und Moskitonetzen die manchmal nur nervigen, woanders gar gefährlichen Plagegeister verbannt hat, kann ganz gelassen mit der Fantasie spielen und alles, was kriecht und piekt und krabbelt wieder ins Haus holen. Schöner Alptraum!

59 - Sommer 2014

Denken in Versen

Die Berliner Künstlerin Sylvia Günther profiliert sich mit Videolyrik auf der Leipziger Buchmesse. 

„Ich fühle mich bereit, die Berliner Szene aufzumischen“, sagt Sylvia Günther und lacht. Aber genau genommen hat sie dies schon getan, mit ihrem viel beachteten Gedichtband „Lavaherz“, mit ihren assoziativen Fotografien zu ihren Versen, mit „Videolyrik“ und dem Projekt „KomprimArt“ – und sie geht immer weiter. In ihrem Kopf und zum Teil schon im Laptop schlummert ein Buch, in dem sie Deutschland 25 Jahre nach dem Mauerfall betrachten will.

59 - Sommer 2014

Süß wie Bonbons

Frühstück bei Tiffany mit Audrey Hepburn als Holly, unvergesslich bis heute. Und neben ihr die vielen kleinen Weisheiten aus diesem Film wie zum Beispiel, Was ein Mann wirklich von einer Frau hält, erkennt man an den Ohrringen, die er ihr schenkt.

59 - Sommer 2014
Magazin

Night in Europe – Aufbruch in der Opernszene

Mozart, Wagner und Co. haben es sich im deutschen Opernrepertoire bequem gemacht. Da ist wenig Platz für Neues. Die eine oder andere skandal-umwitterte Inszenierung stärkt den unantastbaren Ruf der Alt-Meister. Mozartfiguren in schrillen Outfits, eine Wagner-Bühne, die seine Musik noch an Dramatik übertreffen will, machen noch keine neue Oper. Die, so könnte man euphorisch meinen, findet man an der Neuköllner Oper und insbesondere beim Berliner Opernpreis, der alle zwei Jahre vergeben wird.

59 - Sommer 2014
Kultur

Gute Aussichten

Fontane notierte von der Höhe der Müggelberge auf einer seiner Wanderungen: „Auf Quadratmeilen hin nur Wasser und Wald. Nichts, was an die Hand der Kultur erinnerte. Nicht Weg, nicht Steg und keine andere Fahrstraße sichtbar, als das verwirrende Flussnetz, das sich durch die scheinbar endlosen Forstreviere zieht.“

59 - Sommer 2014
Stadt

Max Frischs „Berliner Journal“ nach 20-jähriger Sperrfrist

In Zeiten einer ausgeprägten Schreibblockade kann ein Wohnortwechsel Wunder tun, so glaubte der 61-jährige Max Frisch, als er 1973 für einige Jahre nach Westberlin zog. Genauer gesagt in die beschauliche Sarrazinstraße nach Friedenau. Und tatsächlich, das andere Klima, der offenere Himmel trugen zu zeitweiser Hochstimmung bei. Das Älterwerden quälte weniger. Doch nicht das Wetter war es, das Frisch in erster Linie an Berlin faszinierte. Da waren die neuen Freunde, darunter Uwe Johnson und Günter Grass. Die Kollegen erleichterten ihm den Start.

59 - Sommer 2014
Kultur

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