Neues vom Bücherberg
Man müsste so viel lesen. Aber was?
Susann Sitzler hat sich schon mal durch die aktuellen Neuerscheinungen gewühlt. Hier ihre Empfehlungen.

LEBEN IN TRANCE
Man müsste so viel lesen. Aber was?
Susann Sitzler hat sich schon mal durch die aktuellen Neuerscheinungen gewühlt. Hier ihre Empfehlungen.

LEBEN IN TRANCE
Der Deutsche Schwimmsport leidet unter Mangel an Nachwuchs. Die nationale Spitze ist im Wettbewerb kaum noch konkurrenzfähig. Zum Teil sind die Probleme hausgemacht.
Kaum ein Wettbewerb vereint Spitzenathleten und Volkssportler so sehr wie ein Marathonlauf. Zwischen Langstrecklern aus den Läufer-Wunderländern Äthiopien und Kenia herrscht nicht eben Freundschaft. Die Afrikaner sind sich allerhöchstens in einer Art Burgfrieden verbunden, wenn es bei den gut dotierten Wettbewerben darum geht, den Rest der Welt meilenweit abzuhängen. So war Kenenisa Bekele vor einem Jahr betrübt, obwohl er am 8.
Seit dem terroristischen Attentat am Breitscheidplatz ist das Sicherheitsgefühl vieler Berliner angeschlagen. Seine Bürger vor Gewalt, Verbrechen und Terror zu schützen, ist eine der wichtigsten Aufgaben des Staates.
Ein Workshop zur Stärkung des Sicherheitsempfindens von Besuchern und Beschäftigten in der City West brachte neue Erkenntnisse zum spätestens seit dem Breitscheidplatz-Attentat gewachsenen Wunsch nach Gefahrlosigkeit in öffentlichen Räumen.
Mit seinem Unternehmen KW-Development beweist Geschäftsführer Jan Kretzschmar, dass Bauen nicht immer mehr Zeit benötigt als geplant – und, dass die Kosten überschaubar bleiben. Für die städtischen Wohnungsbaugesellschaften hat der Immobilien-Fachmann mit seinem Team seit 2012 knapp 2 000 Wohnungen in Berlin und Brandenburg fertiggestellt und konnte bei vielen weiteren Projekten bereits mit den Bauarbeiten beginnen. Weitere 2 000 Einheiten sind derzeit in der Planung.
Pferde zwischen Autos im Großstadtverkehr, Giraffen, Löwen und Tiger in engen Käfigen auf Festplätzen, bizarre Versuche an Hunden, Katzen oder Mäusen in Laboren, halbtote Hummer in engen Wasserbecken im Lebensmittelgeschäft. Eisbären im Zoo. Diese und viele andere Missstände, bei denen Tiere die Leidtragenden sind, hat jetzt Diana Plange in Visier. Seit Juni dieses Jahres ist die 62-jährige Fachtierärztin hauptamtliche Tierschutzbeauftragte und berät die Politik im Sinne des Tierwohls in der Hauptstadt.
„Es gibt wohl kaum einen Menschen, der sich nicht hin und wieder über das Fliegen seine Gedanken macht“, bemerkte Otto Lilienthal einmal. Der Flugpionier ist Namenspatron des Flughafen Tegel, und seine Beobachtung ist mal wieder hochaktuell.
Da wo Berlin am dichtesten ist – zwischen S-Bahn, Kneipen, Straßenbahn, umherirrenden Touristen und forschen Radfahrern, am Hackeschen Markt –, da hat die Gasag ihren Firmensitz und sich passend zum Quartier einen Kunstraum eingerichtet. Vom Eingangsbereich des Bürohauses, zwischen Counter und den Plätzen für Kundengespräche, führt ein Durchgang in die Kunstwelt.
Als Golfdestination ist die Dominikanische Republik die Nr. 1 in der Karibik. 600 Kilometer Strände, eine Durchschnittstemperatur von 27 Grad Celsius und 21 blaue Umweltflaggen, die für Top-Wasserqualität stehen – Traumurlaub in der Dominikanischen Republik. Neben malerischer Landschaft ziehen attraktive Golfanlagen Freizeitgolfer aus der ganzen Welt auf die Karibikinsel.
Ende August werden beim ISTAF im Olympiastadion die Top-Stars der Leichtathletik erwartet. Vorerst verfolgen die Organisatoren mit Sorge die Diskussion um einen Umbau des Stadions in eine reine Fußball-Arena.

Christoph Meyer (FDP) über die Zukunft des Tegeler Flughafens. Die FDP hat sich in Berlin für die Offenhaltung des Flughafens Tegel eingesetzt und dafür viel Zuspruch aus der Bevölkerung erhalten. Der ehemalige Fraktionschef der Liberalen in Berlin, Christoph Meyer, 41, ist Spitzenkandidat seiner Partei bei den anstehenden Bundestagswahlen und hofft mit dem Flughafen-Thema auf Wählerstimmen und damit auch auf bessere Zeiten für seine Partei.
Schon mal in Zehdenick gewesen? Nein? Aber bestimmt daran vorbeigefahren. Mit dem Auto auf dem Weg nach Prenzlau oder Templin vielleicht; oder mit dem Fahrrad auf dem Europäischen Radwanderweg Berlin-Kopenhagen. Sogar im Kanu auf der Havel ist das 13 000-Einwohner-Städtchen im Landkreis Oberhavel zu erreichen.
Branitz umweht ein spezieller Zauber. Der als exzentrisch bekannte Hermann Fürst von Pückler-Muskau hat sich hier im fortgeschrittenen Alter seine ganz eigene Welt geschaffen. Nachdem er sein Anwesen in Muskau wegen finanzieller Probleme verkaufen musste, ist ab 1846 die Branitzer Gartenanlage sein Betätigungsfeld. Ein spätes Meisterwerk. Für viele der schönste Landschaftspark Brandenburgs. Im Zentrum des Parks steht das kleine Barock-Schloss, das Pückler umbauen ließ.
Stühle sind die Favoriten für Design-statements. An Stühlen haben sich alle Designer, möchte man meinen, abgearbeitet und etliche der schicken Sitzmöbel behaupten sich bis heute erfolgreich, auch Sessel, Sofas, Hocker, und natürlich Lampen und seit ein paar Jahren eben auch Bücherregale. Beim Thema Schrank kommt Verlegenheit auf.
Professor August Rackow startete eine kleine Revolution, als er vor genau 150 Jahren damit begann, gestandene Männer zu unterrichten. Bislang war Unterricht nur etwas für Kinder gewesen, die dank der allgemeinen Schulpflicht bis zum 13. oder 14. Lebensjahr die Schulbank drücken mussten. Rackows Grundidee war fast schon philanthropisch: Er verletzte sich als Soldat bei einem Feldzug schwer am Bein und kannte daher die Not anderer Soldaten, die nach schweren Verletzungen für die damals übliche harte Industrie- oder Feldarbeit nicht mehr tauglich waren.