Raum für Ideen
Trotz ungebrochenen Baubooms bieten sich in Berlin noch immer attraktive Orte, die eine Neugestaltung zulassen.
Trotz ungebrochenen Baubooms bieten sich in Berlin noch immer attraktive Orte, die eine Neugestaltung zulassen.
Ein heißer Sommertag, Goliath döst in seiner Stallbox. Der Kaltblutwallach ist Schulpferd auf Gut Klostermühle. „Ein ganz Lieber“, sagt seine Pflegerin, „einer, der sich nicht aus der Ruhe bringen lässt.“ Auf ihm können Feriengäste Reitstunden nehmen. Für Anfänger, Wiedereinsteiger oder ängstliche Reiter sei er der ideale Begleiter. Die Stallungen mit Pensions- und Schulpferden, eine große Reithalle, Übungsplätze und 15 Hektar Weideland gehören zum Feriendorf.
Stühle sind die Favoriten für Design-statements. An Stühlen haben sich alle Designer, möchte man meinen, abgearbeitet und etliche der schicken Sitzmöbel behaupten sich bis heute erfolgreich, auch Sessel, Sofas, Hocker, und natürlich Lampen und seit ein paar Jahren eben auch Bücherregale. Beim Thema Schrank kommt Verlegenheit auf.
Man müsste so viel lesen. Aber was?
Susann Sitzler hat sich schon mal durch die aktuellen Neuerscheinungen gewühlt. Hier ihre Empfehlungen.

LEBEN IN TRANCE
Immer wieder wagen Architekten in Berlin den Versuch, mit moderner Architektur das Stadtbild zu prägen und moderne Nutzungskonzepte zu entwickeln. Dies würde den Weg für moderne Architektur und neue Gestaltungsansätze ebnen. Der moderne Arbeitsplatz wie auch die moderne Wohnung sollte nicht nur den Ansprüchen der jetzigen Zeit genügen, sondern auch zukunftsweisende Innovationen enthalten. Da überrascht es umso mehr, dass ein Großteil von Entwürfen, die dies berücksichtigen, nicht zur Ausführung kommt.
Schon mal in Zehdenick gewesen? Nein? Aber bestimmt daran vorbeigefahren. Mit dem Auto auf dem Weg nach Prenzlau oder Templin vielleicht; oder mit dem Fahrrad auf dem Europäischen Radwanderweg Berlin-Kopenhagen. Sogar im Kanu auf der Havel ist das 13 000-Einwohner-Städtchen im Landkreis Oberhavel zu erreichen.
In einer Dreierkonstellation zeigt die Helmut Newton Stiftung in ihrer neusten Ausstellung neben Originalabzügen aus der Dauerleihgabe des Namensgebers außergewöhnliche Foto-installationen von Mario Testino und Jean Pigozzi
Tomislav Bucec ist zu seinen Wurzeln zurückgekehrt. Seit 2015 gibt er die „Reinickendorfer Allgemeine Zeitung“ heraus. Eine Zeitung zum Anfassen mit ausschließlich lokalen Themen. Was für ein Wagnis – wo die Auflagen der gedruckten Blätter bundesweit langsam, aber stetig schwinden. Aber die 14-täglich erscheinende und kos-tenlos ausliegende Zeitung läuft gut. Die 48 Seiten bringen es auf eine Auflage von 40 000 Exemplaren. Hat Bucec einen Trend gesetzt? Wird eine gut gemachte Lokalzeitung die Zukunft auf dem Markt sein?
Kaum ein Wettbewerb vereint Spitzenathleten und Volkssportler so sehr wie ein Marathonlauf. Zwischen Langstrecklern aus den Läufer-Wunderländern Äthiopien und Kenia herrscht nicht eben Freundschaft. Die Afrikaner sind sich allerhöchstens in einer Art Burgfrieden verbunden, wenn es bei den gut dotierten Wettbewerben darum geht, den Rest der Welt meilenweit abzuhängen. So war Kenenisa Bekele vor einem Jahr betrübt, obwohl er am 8.
Berlin arbeitet an neuen Verkehrskonzepten und macht sich auf, Fahrradstadt zu werden. Jeden Morgen ziehen die Karawanen los. Die einen hasten mit dem Autoschlüssel in der Hand zum Parkplatz, um sich in das morgendliche Verkehrsdilemma zu stürzen. In Bus und Bahn drängeln sich die Frühaufsteher. Andere schultern ihre Rucksäcke und radeln an Autoschlangen vorbei auf dem Weg zu Arbeit, Schule oder Uni. Es gibt wohl kaum eine Begegnung, bei der nicht geschimpft wird, aus wechselnden Perspektiven. Die Schlacht auf der Straße hat Unterhaltungswert.

Christoph Meyer (FDP) über die Zukunft des Tegeler Flughafens. Die FDP hat sich in Berlin für die Offenhaltung des Flughafens Tegel eingesetzt und dafür viel Zuspruch aus der Bevölkerung erhalten. Der ehemalige Fraktionschef der Liberalen in Berlin, Christoph Meyer, 41, ist Spitzenkandidat seiner Partei bei den anstehenden Bundestagswahlen und hofft mit dem Flughafen-Thema auf Wählerstimmen und damit auch auf bessere Zeiten für seine Partei.
Da wo Berlin am dichtesten ist – zwischen S-Bahn, Kneipen, Straßenbahn, umherirrenden Touristen und forschen Radfahrern, am Hackeschen Markt –, da hat die Gasag ihren Firmensitz und sich passend zum Quartier einen Kunstraum eingerichtet. Vom Eingangsbereich des Bürohauses, zwischen Counter und den Plätzen für Kundengespräche, führt ein Durchgang in die Kunstwelt.
„Es gibt wohl kaum einen Menschen, der sich nicht hin und wieder über das Fliegen seine Gedanken macht“, bemerkte Otto Lilienthal einmal. Der Flugpionier ist Namenspatron des Flughafen Tegel, und seine Beobachtung ist mal wieder hochaktuell.
Der Deutsche Schwimmsport leidet unter Mangel an Nachwuchs. Die nationale Spitze ist im Wettbewerb kaum noch konkurrenzfähig. Zum Teil sind die Probleme hausgemacht.
Ende August werden beim ISTAF im Olympiastadion die Top-Stars der Leichtathletik erwartet. Vorerst verfolgen die Organisatoren mit Sorge die Diskussion um einen Umbau des Stadions in eine reine Fußball-Arena.