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Kultur

Ein faszinierender Malstil

Sascha Wiederhold, Bogenschützen, 1928, Öl auf Pappe auf Leinwand, 204 x 240 cm, Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, erworben 2021 durch die Ernst von Siemens-Kunststiftung [Foto: Galerie Brockstedt © Sebastian Schobbert © Rechtsnachfolger Sascha Wiederhold]

Mit Sascha Wiederhold hat die Neue Nationalgalerie einen vergessenen letzten großen Maler der Moderne wiederentdeckt. Dass die Bilder von Sascha Wiederhold wiederentdeckt wurden, ist Glücksfall und Sensation zugleich. Zwar wurde sein Hauptwerk, das Gemälde „Bogenschützen“ von 1928 bereits 2013 aus Galeriebesitz für die Sammlung der Neuen Nationalgalerie angekauft, für eine größere öffentliche Wahrnehmung sorgte aber erst jetzt die aktuelle Ausstellung „Sascha Wiederhold. Wiederentdeckung eines vergessenen Künstlers“ zusammen mit weiteren großartigen Gemälden des Malers aus dessen kurzer Schaffenszeit.

Kultur

Louise Bourgeois: The Woven Child

Louise Bourgeois: The Woven Child, Installationsansicht, Gropius Bau (2022) [Foto: ©The Easton Foundation/VG Bild-Kunst, Bonn 2022, Foto: Luca Girardini]

Der Gropius Bau präsentiert mit The Woven Child die erste große Retrospektive, die sich ausschließlich Louise Bourgeois’ textilen Arbeiten widmet. Sie gehören zu den eindringlichsten und intimsten Werken der französisch-US-amerikanischen Bildhauerin, die 2010 im Alter von 98 Jahren in New York starb und als Grande Dame der Gegenwartskunst galt. Anhand einer Vielzahl von Skulpturen, Installationen, Zeichnungen, Collagen, Büchern und Drucken zeigt die Ausstellung die lebenslange Verbindung der Künstlerin zu Textilien – und die Erinnerungen, die diese bergen. The Woven Child umfasst eines der umfangreichsten Spätwerke der Kunstgeschichte. Zahlreiche Werke sind zum ersten Mal in Deutschland zu sehen.