Krieg der Bauten
Mit der Ausstellung „Radikal Modern“ erinnert die Berlinische Galerie an die Bautätigkeit der 1960er-Jahre in Ost- und Westberlin, die die Stadt bis heute prägt.
Mit der Ausstellung „Radikal Modern“ erinnert die Berlinische Galerie an die Bautätigkeit der 1960er-Jahre in Ost- und Westberlin, die die Stadt bis heute prägt.
Da wäre zum Beispiel ein Brunch. Es ist Sommer. Der Tisch groß genug für zahlreiche Gäste und von Salat bis Suppe sollte es an nichts fehlen. Oder der Alltag: Der eine möchte Müsli, der andere Brote, der Dritte nur aus seiner Lieblingstasse still den Kaffee genießen. Und dann großes Kino! Die elegante Abendtafel mit zehn runden Tischen. Häppchen, Brasse oder Braten, ein puderfarbenes Dessert usw. Aber dafür gibt es ja Eventagenturen.

Im alten Kraftwerk in Berlin-Mitte dreht sich vom 28. September bis 4. Oktober 2015 alles um das Thema Genuss. Auf der großen Fläche mit Berliner Industriecharme trifft Foodie auf Fachmann, Hobbykoch auf Haute- Cuisine-Liebhaber und Süßwarenfan auf Sommelier. In unterschiedliche Formate unterteilt, werden im ehemaligen Heizkraftwerk verschiedenste Facetten der Food-Welt präsentiert: Regional und international, ernährungsbewusst, nachhaltig, kontrovers, stilvoll und immer mit dem Fokus auf Qualität.
Berlin-Mitte hat seit dem Richtfest im Juni wieder ein Schloss an der Spree. Über die Attraktivität des neuen Hauses entscheidet aber auch sein Umfeld. Doch das muss erst noch gebaut werden.
Na bitte, war doch ein Kinderspiel. Zwei Jahre hat Manfred Rettig für den kolossalen Rohbau gebraucht, von der Grundsteinlegung bis zum Richtfest. Niemand zweifelt daran, dass der Vorsitzende der Stiftung Berliner Schloss-Humboldtforum auch den dritten und letzten Meilenstein des Wiederaufbauprojekts planmäßig erreicht: 2019 soll das Barockschloss als Humboldtforum eröffnen. Leicht zu vergessen ist dabei, dass bis dahin auch das Drumherum neu zu gestalten und fertigzustellen ist. Damit hat Bauherr Rettig aber nichts zu tun. Das Schlossumfeld baut Berlin selbst.

Hummus & Friends ist ein Franchise-Restaurant, das die israelischen Brüder Amir und Eran Yazkan nach Berlin gebracht haben. In ihrem Konzept spielen Schnelligkeit, Transparenz und Gesundheit eine wichtige Rolle, dazu werden ein schickes Design und freundlicher Service geboten. Kulinarisch dreht sich alles um Hummus, eine orientalische Spezialität aus pürierten Kichererbsen, die es in vier verschiedenen Kombinationen u. a. mit Ei, Favabohnen, Tahina und Sauce gibt und die wie die anderen Speisen auch im Pita-Brot gereicht wird.
Manche Menschen kommen nur schwer aus dem Bett und sind früh schlecht gelaunt, andere dagegen sind um 6 Uhr topfit und gesprächig. Wir wussten es schon immer, es gibt Eulen und Lerchen. Die Wissenschaft hat nun genetische Veranlagungen bestätigt. Doch nicht nur das Schlafverhalten, sondern auch viele Stoffwechselprozesse in unserem Körper werden durch die innere Uhr gesteuert. Die Chronobiologie ist all diesen Vorgängen auf der Spur. Wir sprachen mit Prof. Dr. Achim Kramer, Leiter des Arbeitsbereichs Chronobiologie an der Berliner Charité.
Fünf Generationen lang gehörte der VW-Bus, ob als Kleinbus, geschlossener Kastenwagen, Kombi oder Pritsche, unübersehbar zum täglichen Straßenbild. Von schwindendem Absatz kann keine Rede sein, im Gegenteil: Im vergangenen Jahr wurde der T5, die letzte Generation, nahezu 180 000 Mal verkauft. Wiederum ein Rekordergebnis, das aber nicht etwa verwundert, denn eine Legende stirbt nicht – und der VW-Bus, mit Kultnamen „Bulli“, ist eine solche.
Der Klimawandel gehört zu den größten globalen Herausforderungen. Die Probleme, die auf uns zukommen, scheinen kaum lösbar und erfordern eine permanente Auseinandersetzung mit dem Thema sowie sinnvolle Maßnahmen. Fest steht schon lange, dass jeder einen Beitrag leisten kann: Mit welchen Verkehrsmitteln bewegen wir uns, wie gehen wir mit Strom und Wasser um, wie konsumieren, leben und arbeiten wir? Klimaschutz fängt im Kleinen an und jeder kann im Alltag mitmachen.

Umbrien? „Das grüne Herz Italiens“? Vergessen Sie alles, was Sie sonst von Italien kennen! Als einzige Region des Landes hat das gerade einmal 900 000 Einwohner zählende Gebiet, eingerahmt von Latium, Marken und der Toskana, keine Verbindung zum Mittelmeer, weder zum Ligurischen und Tyrrhenischen Meer im Westen, noch zur Adria im Osten. Niente!
Der Trend zum Streetfood verändert die kulinarische Szene in Berlin – statt Döner und Currywurst stärkt man sich nun mit Pulled Pork, veganen Pies und Spätzle to go.
Die mütterliche Spanierin mit der praktischen Freizeitjacke und dem Selfie-Stick irrt etwas verloren durch die Markthalle Neun in Kreuzberg. Eigentlich wollte sie hier nur kurz ein paar nette Bilder fürs Reisealbum machen. Aber nun hat sie ihre Begleiterin verloren. Und auch der Markt ist ganz anders als erwartet. Keine hochgetürmten Gemüseberge und üppigen Käsetheken. Sondern eine Überfülle an Buden mit unbekannten Speisen: vegane Pies und Reisnudelrollen, brutzelndes Blattgemüse und rubinrote Suppen. Zwischen den Ständen schieben sich kauende Menschen aneinander vorbei, junge Männer mit Bärten und Wollmützen, Frauen mit riesigen Brillen. Alles riecht aufregend fremd. In der Mitte des Getümmels haben zwei Studentinnen Kunststoffbecher mit selbst gemachtem Eistee aufgebaut. Unglaubliche 3,50 Euro nehmen sie für eine Portion. Die Leute scheint das nicht abzuschrecken. Ein Becher nach dem anderen verschwindet, die Frauen kommen kaum nach mit dem Auffüllen. Kurzentschlossen schiebt auch die Spanierin ihre Münzen über den Tresen.
Auf die Fitness-Industrie ist stets Verlass: Kaum haben wir die schrägen Bauchmuskeln gefunden und sind steile Hallenwände hochgeklettert, kommt ein neuer Trend. Jetzt trainieren wir unsere Faszien. Geht ganz einfach!