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Stadt (60 - Herbst 2014)

Berliner Pflanzen - Baumschule mit Tradition und Hofcafé

Sie gab es schon, als hier weit vor den Toren der Stadt noch nichts war. Die Baumschule Späth, 1720 als Gärtnerei im heutigen Kreuzberg gegründet. Damit ist sie die älteste Baumschule Deutschlands. „Mittlerweile ist die Stadt ja bekanntlich gewachsen, und jetzt liegt Baumschulenweg mittendrin. Eine solch innerstädtische Baumschule ist in ganz Europa einzigartig“, sagt Holger Zahn, der aktuelle Geschäftsführer des Unternehmens. Nur vom Ziehen von Pflanzen kann die Baumschule längst nicht mehr leben. Gartengestaltung, Pflanzenverkauf und -verleih, ein Hofcafé samt Laden sind dazugekommen. Vor allem kleinere und mittlere Gartenbaubetriebe ordern heute bei Späth ihre Pflanzen. Überall in der Stadt wachsen Bäume und Sträucher, die in Baumschulenweg bestellt wurden. Zuletzt für den Eingangsbereich der Messe Süd und das Umfeld des neuen City Cube. 

Natürlich ist man bei Späth stolz auf den großen Namen mit der langen Gartenbautradition. „Doch nur auf dem großen Namen können wir uns nicht ausruhen, die Zeiten haben sich geändert“, gibt Holger Zahn zu bedenken. Doch lohnt an dieser Stelle ein Blick in die tatsächlich glanzvolle Geschichte. Christoph Späth gründete einst am Halleschen Tor eine Obst- und Gemüsegärtnerei. Der Betrieb blieb im Familienbesitz. Sein Sohn Carl Späth übernahm 1746 das väterliche Unternehmen. Er zog mit der Gärtnerei an die Köpenicker Straße um. Ende des 19. Jahrhunderts jedoch ging der Gartenbaubetrieb den entscheidenden Schritt in Richtung Expansion. Berlin war in der Gründerzeit zur Boomtown geworden. Der damalige Eigentümer Franz Späth kaufte zwischen Britz und Johannisthal zahlreiche Ländereien hinzu. Die Baumschule entwickelte sich in dieser Zeit zur größten der Welt. 1879 wurde der Unternehmervilla ein Park mit Arboretum angegliedert. Der Park sollte einerseits als Experimentierfläche für Neuzüchtungen dienen. Andererseits sollten exotische Gehölze zur Schau gestellt werden, die Späth in Deutschland verbreiten helfen wollte. Um das Sortiment zu erweitern, finanzierte er Expeditionen in verschiedene Erdteile, so auf den Balkan, nach Transkaukasien und Nordamerika. Hier wurden Pflanzen gesammelt und schließlich in der Baumschule  vermehrt. Der Berliner Gartenbaudirektor Gustav Meyer plante das Arboretum im Stile eines englischen Landschaftsgartens. Noch heute lässt es sich auf den verschlungenen Wegen unter alten Bäumen vorzüglich spazieren. Besonders um den Teich herum entfaltet sich im Herbst eine mystische Stimmung. Das Arboretum gehört derzeit  zum Institut für Biologie der Humboldt-Universität. Der Botanische Garten sozusagen en miniature. 

Um 1925 beschäftigte die Späth-Baumschule an die 1000 Mitarbeiter. Vater dieses großen Erfolgs war Hellmut Späth, der den elterlichen Traditionsbetrieb kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs übernahm. Unzählige Gärten und Parkanlagen in ganz Deutschland und Europa wurden in Baumschulenweg geplant. Einige der großen deutschen Gartenarchitekten wie Reinhold Lingner, Otto Valentien und Herta Hammerbacher kommen aus der Späth‘schen Schule. Hellmut Späth selbst versuchte in der Nazizeit den Spagat. Er wollte sein Unternehmen voranbringen und gleichzeitig moralisch integer bleiben. 1933 trat er der NSDAP bei, und zehn Jahre später sollte er wegen Hetze und Unterstützung von Juden in Schutzhaft genommen werden. Zu Beginn des Jahres 1945 wurde der letzte geschäftsführende Baumschulenbesitzer aus der traditionsreichen Späth-Familie im KZ Sachsenhausen hingerichtet. Sein Unternehmen beschlagnahmte das Reichssicherheitshauptamt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Betrieb in Volkseigentum überführt. Seit 1961 dient das Späth‘sche Herrenhaus als Institutsgebäude für die Berliner Humboldt-Universität, bis heute ist das so. Der Park wird von der Humboldt-Universität gepflegt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ein Stein- und Heidegarten sowie zahlreiche Kunstwerke beleben mittlerweile den Park. Die Baumschule pflegte die ganze DDR-Zeit hindurch das Späth‘sche Erbe. Erfolgreich widmete man sich weiter der Pflanzenzucht. „Zahlreiche Gehölzsorten wurden in dieser Zeit gezüchtet. Heute versuchen wir sie mit viel Aufwand zu erhalten“, erzählt Holger Zahn, der schon damals dabei war. 

Nach der innerdeutschen Wende war nicht gleich klar, wem die Baumschule eigentlich gehört. Nach langem Rechtsstreit mit der Treuhand ging der Betrieb 1997 an die Alteigentümer zurück. Doch die Baumschulengärtner der Familie waren ausgestorben, so dass schon zwei Jahre später die Baumschule wieder zum Verkauf stand. Heute ist sie wieder völlig in privater Hand. Manche der Flächen und Gebäude sind an externe Firmen verpachtet. Unter anderem bereichern ein Natursteinhandel und ein kleiner charmanter Kräutergarten unter dem Label „Kräuter-Kunst-Krempel“ das Angebot. Wie es mit dem großen Gelände insgesamt weitergeht, ist noch immer in der Schwebe. „Ein Bebauungs- oder Flächennutzungsplan würde uns Sicherheit geben“, sagt Holger Zahn. „Der alte denkmalgeschützte Hof wird aber auf alle Fälle erhalten bleiben.“

Karen Schröder 

 

Information

Späth‘sche Baumschule
Späthstraße 80/81, 12437 Berlin
Öffnungszeiten Privatverkauf und Hofladen:
Mo–Fr: 9.00–18.00 Uhr,
Sa: 9.00–16.00 Uhr,
So: 10.00–14.00 Uhr
Öffnungszeiten Hofcafé Späth:
Mo–Fr: 10.00–18.00 Uhr,
Wochenende: 10.00–17.00 Uhr
Weihnachtsmarkt: 5. bis 7. Dezember 2014

 

60 - Herbst 2014
Stadt

Ein Mauerstück für die Ewigkeit

Mit Karacho durchbricht der Trabbi die Mauer, als sei sie nur aus Papier – und er trägt dabei keinen einzigen Kratzer davon. Eine wunderbare Metapher für den friedlichen Übergang des Ostens in den Westen. Das Bild trug damals den ironischen Titel „Test the best“ , heute steht „Test the rest“ darüber. Die Malerin Birgit Kinder hat sich bei der Restaurierung ihres eigenen Werkes diesen Scherz erlaubt. Übrigens war der Trabbi-Durchbruch auch ihr künstlerischer Durchbruch, sie wurde eine vielgebuchte Wand- und Illusionsmalerin. Der „Trabbi“ ist eines der bekanntesten Bilder der East Side Gallery, das auf die Reste der Berliner Mauer zwischen Ostbahnhof und Oberbaumbrücke gemalt wurde. 118 Künstler aus 21 Ländern hielten im Frühjahr 1990 ihre Gefühle und Gedanken zu den politischen Veränderungen fest. Und diese längste Galerie der Welt wurde eine Touristenattraktion für Berlin. Scharen von Besuchern sieht man, mit Fotoapparaten ausgestattet, dieses Mauerstück entlangspazieren. Doch dieses Stück Mauer wurde auch zum Zankapfel – das haben vielleicht Mauern so in sich. Schon zu Anfang trat die Frage auf: Was wird mit den Kunstwerken passieren? In alle Welt schicken und danach versteigern – war eine Idee. Doch das Mauerstück blieb zu Hause und wurde unter Denkmalschutz gestellt. Doch Sonne und Regen, Mauer-Picker, die sich ein kostenloses Souvenir einsteckten, Graffiti-Sprayer setzten dem Denkmal zu. Eine Mauer hält eben nicht ewig. 2000 wurde sie saniert, der Beton geglättet, einige Bilder mit Speziallack überzogen, damit man neue Graffiti leichter entfernen konnte, einige Bilder restauriert. Doch auch diese Maßnahme war nicht für die Ewigkeit. 2009 ging man erneut ans Werk. Und da kommen Karin Kaper und Dirk Szuszies ins Spiel. Die Filmemacher hielten den gesamten Prozess der erneuten Sanierung fest. „Weil es von historischer Bedeutung ist, dass dieses Stück gerettet werden muss“, sagt Karin. Und sie bedauert ein wenig, dass dieses spontane Element, die Aktion, der Enthusiasmus, den die Künstler und auch alle Verantwortlichen damals an den Tag legten, verloren gegangen ist. Der Dokumentarfilm „Berlin East Side Gallery – Der Film“ erzählt die aktuelle Geschichte des Kunstwerks, blickt aber auch auf die Anfänge zurück. 

Die Künstler gingen 2009 selbst ans Werk, ihre eigenen Arbeiten zu restaurieren. Ein umstrittenes Ansinnen, welcher Maler ist nicht versucht, seine Arbeit von einst neu zu interpretieren oder zu verändern. Ganz radikal war der Pop-Art-Künstler Jim Avignon. Er übermalte seinen kalten Krieger von damals mit Spekulanten von heute.  Eine Welle der Empörung schlug ihm entgegen. „Das ist“, meinte damals Birgit Kinder, „als würde man ein klassizistisches Landschaftsbild überpinseln, nur weil jetzt überall Windräder stehen.“ Auch sie  zog damals mit dem Farbeimer los und machte den Trabbi wieder schick – und erlaubte sich die eingangs erwähnte kleine Titeländerung. Doch das war nur ein Aspekt. Einige Künstler fühlten sich finanziell betrogen, schließlich warb Berlin erfolgreich mit ihren Werken. Derweil sich die Künstler auch um die Kunst stritten, handelten Politik und Wirtschaft. „Das erste große Stück“, erzählt Karin Kaper, „wurde schon herausgebrochen, damit man auch über die Spree die ‚O2-World‘ erreichen kann.“ Die jüngsten Proteste gegen die Entfernung einiger Mauersegmente, um dort ein Hotel hinzusetzen, sind noch gut in Erinnerung. Aber das Spreeufer scheint zu attraktiv und lukrativ – da muss finanziell mehr rauszuholen sein als ein authentisches Stück Erinnerung. Der Streit wird nicht verebben. Die Filmemacher haben akribisch recherchiert, viele Künstler interviewt. Und sie haben auch Betonbauer, Handwerker mit der Kamera beobachtet, die einfach den Malgrund der Künstler, die Mauer, zu retten versuchten. Oder den Putzwahn einer Firma, die ständig die Bilder von Graffiti säuberte. Sie blieben chancenlos, wie man heute wieder sehen kann. Und die Filmemacher  erweiterten die „East Side Gallery“ um die  „West Side Gallery“. Denn auch auf der Westseite wurde die Mauer zum Kunstobjekt.  Sie haben Künstler gefunden, die ihre Bilder auf den Beton verewigten – allerdings immer in Angst. „Schließlich konnte jeden Moment ein Grenzer kommen – und denen wollte man nicht begegnen“, schildert ... die Situation einer Westberliner Künstlerin. 220 Stunden Filmmaterial liegen nun auf dem Schneidetisch von Szuszies und Kaper. Geschichten über Geschichten – und die gilt es nun zu 100 Minuten Film zusammenzufügen. 

Martina Krüger

 

Information

BERLIN EAST SIDE GALLERY
Kinodokumentarfilm von Karin Kaper und Dirk Szuszies anlässlich des 25-jährigen Bestehens der East Side Gallery im Jahr 2015
Vorpremiere 
6. Januar 2015 im Kino Babylon Berlin-Mitte
Bundesweiter Kinostart 
8. Januar 2015

 

60 - Herbst 2014
Stadt

Mall of Berlin

Am Leipziger Platz hat Berlins zweitgrößtes Einkaufszentrum eröffnet. „Shopping is coming home“, verkündete der Bauherr im vorigen Jahr an den Bauzäunen mit dem Hinweis auf die Historie: „Wir erinnern in unserem Projekt an das alte Wertheim-Warenhaus“, sagte Huth damals. Nun ist sie  eröffnet, die Mall of Berlin am Leipziger Platz als zweitgrößtes Einkaufszentrum nach Alexa mit 270 Läden auf 76 000 Quadratmetern. Gut dreieinhalb Jahre vergingen vom ersten Spatenstich bis zur Eröffnung. 

Zu den Geschäften zählen bekannte Ketten wie H&M, Peek und Cloppenburg, Saturn, Zara und Sport-Scheck sowie Aldi, Kaiser’s und dm. Außerdem gibt es einen sogenannten Premium-Bereich mit Marken wie Boss, Armani und Karl Lagerfeld. Aber noch viele weitere Luxusmarken werden laut Investor Huth in dem neuen Geschäftsquartier als Mieter erwartet. An das alte Wertheim, das als größtes und schönstes Warenhaus Europas galt und im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurde, erinnern allerdings allenfalls die historischen Fotos vom legendären Messel-Bau an den Wänden des neuen Konsumtempels, der aber von den Brücken in seiner gläsernen Passage reizvolle Ausblicke auf die Stadt bietet. Dabei ist auch an diejenigen gedacht, die nur mal schauen wollen.

 

60 - Herbst 2014
Stadt

Steckbrief: Blumers Architekten

Für uns bedeutet das Planen von großen Projekten mehr als Nachdenken und Mitdenken, nämlich Vordenken ...

Leibnizstraße 80 in Berlin-Charlottenburg. Hier sitzt Blumers Architekten, ein junges und kreatives Team, das die Hauptstadt in den vergangenen 15 Jahren mit interessanten Projekten und Ideen mitgestaltet hat. Und auch für die Zukunft hat sich das Team einiges vorgenommen.

Das Leistungsspektrum des Architekturbüros Blumers reicht von exklusiven Privatvillen über öffentliche Wohnungsbauten sowie Universitätsgebäude und Gesundheitszentren bis hin zu Shoppingcentern. Ein Schwerpunkt der auch international agierenden Berliner Architekten ist das Bauen im Bestand, das heißt die Sanierung, der Umbau und die Erweiterung von vorhandenen Gebäuden und Gebäudekomplexen – häufig unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes. „Für uns bedeutet das Planen von großen Projekten mehr als Nachdenken und Mitdenken, nämlich Vordenken und verantwortungsbewusstes Handeln. Nur so können ganzheitliche, zukunftsorientierte und technisch-wirtschaftlich optimierte Lösungen entwickelt werden“, so der geschäftsführende Gesellschafter Sven Blumers. Dabei geht es den Architekten bei ihren Projekten in erster Linie darum, neue Wege und Ideen zu finden, um komplizierte Bauaufgaben mit einem hohen Anspruch an Gestaltung und Funktionalität zu lösen. Neben den zwei weiteren geschäftsführenden Gesellschaftern Gerhard Kruschhausen und Sven Nolte besteht das Büro aus über 25 erfahrenen Fachleuten in allen Baubereichen. „Viele Mitarbeiter sind schon seit über zehn Jahren im Team. Das Ergebnis für unsere Kunden sind verlässliche Planungen und reibungslose Arbeitsprozesse“, sagt Sven Blumers. 

In den vergangenen Jahren haben die Berliner Architekten zahlreiche Projekte in der Hauptstadt realisiert. Das sind zum Beispiel der Umbau des Forschungszentrums der Freien Universität Berlin oder auch der teilweise Neubau und die Fassadensanierung der Spanischen Botschaft unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes. Für das denkmalgeschützte Büro- und Geschäftshaus am Kurfürstendamm 26 mit einer Nutzfläche von 7 100 Quadratmetern war das Architektenteam für den gesamten Umbau und die Fassadensanierung zuständig.

Zu den jüngsten Projekten gehört – nur 25 Kilometer vom Berliner Kurfürstendamm entfernt – die Sanierung von 120 Wohnungen in der denkmalgeschützten Eisenbahnersiedlung Elstal. Auftraggeber ist die Deutsche Wohnen AG, eine der führenden börsennotierten Wohnungsgesellschaften Deutschlands. In der „Neuen Gartenstadt Falkenberg“ in Treptow-Köpenick hat Blumers Architekten erst kürzlich 68 Wohnungen sowie 27 Reihenhäuser fertiggestellt. Die Gebäude unterschreiten deutlich die Anforderungen der aktuellen Energieeinsparverordnung. Ein weiteres interessantes Projekt realisiert das Architekturbüro derzeit für eine große deutsche gemeinnützige Stiftung in Berlin-Wilmersdorf. Dabei handelt es sich um einen hochwertigen Dachgeschossausbau. Insgesamt sollen durch den Ausbau sieben neue Wohneinheiten entstehen. Darüber hinaus werden in das unter Denkmalschutz stehende viergeschossige Gebäude zwei neue Aufzüge eingebaut.      

Hinzu kommen zahlreiche gewonnene Wettbewerbe. So hat das Architekturbüro erst kürzlich im Berliner Stadtteil Karlshorst den Wettbewerb „Am Carlsgarten“ für sich entscheiden können. Auf einem rund 13 500 Quadratmeter großen parkähnlichen Grundstück sollen 100 Eigentumswohnungen mit Tiefgaragenplätzen sowie 2 000 Quadratmeter Gewerbeflächen entstehen. „Hervorzuheben bei diesem Projekt ist der nachhaltig ökologische Aspekt“, sagt Sven Blumers. So sei ein zentrales Blockheizkraftwerk mit Brennwertkessel zur Erzeugung von Wärme und elektrischer Energie geplant, eine Solaranlage auf allen Gebäuden sowie die Regenwasserrückgewinnung zur Bewässerung der Grünanlagen und eine Stromtankstelle für Elektrofahrzeuge. Das gesamte Areal grenzt direkt an die Trabrennbahn Karlshorst. Der Baubeginn ist für nächstes Jahr geplant. Das Team hat sich in den vergangenen Jahren auch mit Projekten auf dem europäischen Markt etabliert. Dazu gehören unter anderem die Entwicklung und Wohnraumplanung für Mitarbeiter des Daimler-Konzerns im ungarischen Kecskemét oder die Planung eines Hotels im polnischen Stettin. Auf den Baleareninseln Mallorca und Ibiza hat das Büro bereits mehrere große Wohn- und Einzelhandelsprojekte für private Investoren realisiert. So handelt es sich bei einem aktuellen Projekt auf Ibiza um eine exklusive Privatvilla mit 1 000 Quadratmetern Wohnfläche auf einem 25 000 Quadratmeter großen Grundstück.

 

Information

Blumers Architekten
Gründung: 1998, Mitarbeiter: 25
Geschäftsführer: Sven Blumers, Gerhard Kruschhausen, Sven Nolte, Michael Koehntopp
Leibnizstraße 80, 10625 Berlin
www.blumers-architekten.de

 

60 - Herbst 2014

Berlin macht Licht

[Foto: Baganz]

Das Lichtfestival des Vereins Berlin leuchtet e.V. lässt im Oktober Gebäude und Wahrzeichen kunstvoll erstrahlen und begeistert damit Hunderttausende Berliner und Touristen. Vom Ku’damm zur Siegessäule, vom Friedrichstadt-Palast in Richtung Alexanderplatz und von den Berliner Kanälen zur East Side Gallery – das Lichtfestival unter dem Motto „Weltbühne Berlin“ tauchte Plätze, Straßen und Häuser in Licht und Farbe. Die 65 Illuminationen verbinden damit das Tempo im Berlin der 1920er-Jahre mit der heutigen Dynamik der Stadt.

Stadt

Vision vom Mauerfall

Sprichwörtlich werfen große und kommende Ereignisse ihre Schatten voraus. Manchmal auch in unseren Träumen. Zwei geschichtsträchtige Ereignisse prägen in diesem Jahr unser kollektives Erinnerungsbewusstsein: der Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren und der Fall der Berliner Mauer vor 25 Jahren. Über beide wird ausführlich berichtet und reflektiert. Weniger bekannt und kolportiert sind Traumvisionen, die diesen bedeutenden Jahrhundertereignissen vorausgingen. 

Da die Traumdeutung zum Kern der Psychoanalyse gehört, haben sich vor allem Sigmund Freud und Carl Gustav Jung, die wohl bedeutendsten Psychoanalytiker des 20. Jahrhunderts, mit der Traumdeutung ihrer Patienten beschäftigt. Jung selbst führte ein Traumtagebuch und hatte im Oktober 1913 Traumvisionen, die ihn im höchsten Maße erschreckten: „Ich sah eine ungeheure Flut, die alle nördlichen und tief gelegenen Länder zwischen der Nordsee und den Alpen bedeckte. Die Flut reichte von England bis nach Russland und von den Küsten der Nordsee bis fast zu den Alpen. Als sie die Schweiz erreichte, sah ich, dass die Berge höher und höher wuchsen, wie um unser Land zu schützen. Eine schreckliche Katastrophe spielte sich ab. Ich sah die gewaltigen gelben Wogen, die schwimmenden Trümmer der Kulturwerke und den Tod von ungezählten Tausenden. Dann verwandelte sich das Meer in Blut ...“ Auf die Frage, was er über die nächste Zukunft des Weltgeschehens dachte, antwortete er kurze Zeit später, er dächte nichts, aber er sähe Ströme von Blut.

Im Juli des darauf folgenden Jahres 1914 begann der Erste Weltkrieg. Nun könnte man einwenden, ein derartiges Jahrhundertereignis warf ohnehin seine Schatten voraus. Doch zum Zeitpunkt des Traumes konnte von dieser sogenannten Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts niemand wirklich wissen. Gleiches gilt für Traumvisionen kurz vor dem Mauerfall vor 25 Jahren. Niemand hatte im September 1989 dieses Ereignis vorausgesehen, welches die Welt nachhaltig veränderte. Doch wiederum sind es überlieferte Träume, die ähnlich wie vor hundert Jahren auf genau das schier Unglaubliche hindeuteten: Vater und Sohn befinden sich in einer alten Scheune. Draußen ist Sturm, sodass sich die Scheune etwas zur Seite neigt, einzustürzen droht. Die beiden klettern nach oben, wollen aus einem Fenster sehen, da lösen sich Balken. Jemand ruft, der Wind wird stärker. Die Elektroleitung zum benachbarten Haus droht abzureißen. Vater und Sohn befürchten einen Kurzschluss und verlassen die Scheune, die sich kaum noch gegen den Sturm halten kann ... Zwei Monate nach diesem exemplarischen Traum fiel am 9. November die Berliner Mauer.

Spielten für die Wissenschaft lange Zeit Träume als „Neuronengeflimmer“ eine eher unbedeutende Rolle, zeigen solche Träume zumindest in eine andere Richtung. So sind für moderne Traumforscher Träume inzwischen eine Art Vorbereiter auf den Wachzustand, das Kommende. Kein Wunder, dass sie von der vagen Traumdeutung zur Traumbeobachtung übergegangen sind. Mittels Hirnscannern sind sie dabei, Trauminhalte von Probanden aufzuzeichnen. Von „Traumrecordern“ ist bereits die Rede, mit denen dann jeder seine eigenen Träume speichern könnte – und dann vielleicht auch zukünftige Ereignisse voraussehen und sich womöglich darauf einstellen kann.

Reinhard Wahren

 

60 - Herbst 2014

Der Hardenberg

209 m hoch, 52 Etagen und eine Skybar. Auf dem Hardenbergplatz am Bahnhof Zoo soll ein Hochhaus entstehen. Dieses soll den Platz im Norden fassen und als Endpunkt der Joachimsthaler Straße und als Torhaus zum Tiergarten ein neues städtebauliches Ausrufezeichen formulieren.

Mit 52 Stockwerken und 209 Metern Höhe wäre der „Hardenberg“, so der Name des geplanten Turms, das höchste Haus der Stadt. Entworfen hat ihn der Berliner Architekt Professor Christoph Langhof, der u. a. für das „Upper West“ am Breitscheidplatz verantwortlich zeichnet. Ziel sei es, dem Hardenbergplatz eine räumliche Fassung nach Norden zu geben und diesen dadurch aufzuwerten. 

Auf 52 Stockwerken finden sowohl Einzelhandel, Büros und Privatwohnungen als auch ein Hotel mit 230 Zimmern Platz. Geplant sind zudem Dachgärten in Form von Terrassen, Loggien oder Stadtbalkonen, sodass der Turm wie ein vertikaler Garten wirkt. Ein besonderes Highlight ist die öffentlich zugängliche Skybar mit angeschlossener Aussichtsplattform. Diese erlaubt einen Blick über die gesamte Stadt. Unterhalb des Platzes und des neuen Gebäudes soll eine große Garage entstehen, die alle Elemente der Mobilitätskette der Zukunft berücksichtigt: Fahrräder, E-Bikes, Car-Sharing, Ladestationen für E-Mobility, Touristenbusse und die Anbindung an den öffentlichen Nah- und Fernverkehr. Die Interessengruppe „AG City“, ein Zusammenschluss von Geschäftsleuten und Hauseigentümern aus der City West, hat Langhofs Entwurf vorgestellt und neben vielen Fans auch einige Skeptiker auf den Plan gerufen. Bei Stadtentwicklungsstadtrat Marc Schulte (SPD) findet das Hochhaus-Projekt bisher keine Zustimmung.

 

60 - Herbst 2014
Stadt

Park am Gleisdreieck

Joseph Roth im Hochgras. Eine Fiktion. Es ist nicht wahr geworden, was Joseph Roth 1924 über die Zukunft des Gleisdreiecks prophezeite: „Schüchtern und verstaubt werden die zukünftigen Gräser zwischen metallenen Schwellen blühen. Die ‚Landschaft‘ bekommt eine eiserne Maske.“ Nein, das Gleisdreieck hat die Eisenfratze der Industrialisierung abgelegt, und das Gras wächst mutig, ist erlaubt. Hier ist ein Park geworden, der Park am Gleisdreieck.

Schickten wir dem österreichischen Autor eine Postkarte in seine Zeit, dann läse er von Hagebuttenbüschen mit durchaus wehrhaften Dornen, die heute zwischen verrosteten Gleisen wachsen und von kleinen Wäldern mit ausgewachsenen Pappeln, Birken, Robinien, die die Brachialität des Eisenbahnzeitalters Stamm für Stamm geduldig zersetzen. In der „Gleiswildnis“, den unzugänglichen Brachen im Park, wird offensichtlich, dass sich die Natur die von Menschenhand gebaute Umwelt, in diesem Falle den alten Berliner Eisenbahnknotenpunkt, spielend zurückerobert, wenn man sie lässt.

Vom einstigen Schienendschungel am Gleisdreieck durchziehen heute den Park nur noch vier intakte Bahntrassen: die U1, U2, die ICE-Fernbahn und die Museumsbahn des Technikmuseums, die an den Sonntagen im September nach Süden bis zum Lokdepot fährt.

Roth schreiben wir also, wie die Leute heute genüsslich auf der Rampe des ICE-Tunnels liegen, lesen, ja ein Nickerchen machen, weil moderne Eisenbahnen leise sind. Nur ab und zu hören die Parkbesucher das entfernte Quietschen der U2, die sich durch die Trassenkurve vom U-Bahnhof Gleisdreieck zur Bülowstraße quält, wiehernd wie ein leidendes Pferd, während die U1 dahinrauscht wie ein Pfeil. An diese Geräuschkulisse gewöhnt man sich schnell. Sie macht den Park unverwechselbar. Auch das Visuelle: Ein kräftiges, warmes Gelb durchzieht den Park. Es leuchtet mit Renzo Pianos Terrakotta-Fassaden aus der Entfernung vom Potsdamer Platz, verankert sich mit den Backsteinpfeilern der Hochbahnen im Grünen. Die Baukräne, die im Westpark neue Wohnungen an der Flottwellstraße bauen, sind ebenfalls gelb. Eigelb sogar sind die U-Bahnwagen, manche auch orange. Sie machen dieses ästhetische Motiv mobil, bringen es in den Schöneberger Norden, in die Kieze der Kurfürstenstraße und des Bülowbogens. Oder sie holen es von dort, je nachdem wie man es gerade erlebt. Sieht aus, als fiele Goldstaub auf die Wiesen, auf das Hochgras, das mannshoch einem Roggenfeld gleicht und im Wind hin und her wiegt, friedlich und schön. Joseph, du würdest ihn lieben, diesen Park. Dein „Bekenntnis zum Gleisdreieck“ sollte keinen Tag länger Bestand haben, nähme man dich an die Hand und zeigte ihn dir.

Da legte Roth die Postkarte beiseite und beschloss einen Ausflug in die Zukunft. Schüchtern geht er die asphaltierten Wege an der Schöneberger Wiese entlang, irritiert von den vorbeiradelnden, entspannten Menschen, verwundert über die neuen Trendsportarten, entzückt über schaukelnde Kinder. Bald verirrt er sich in der Kleingartenkolonie, in der eine Sackgasse endet. Bald entdeckt er ein Café, das vollkommen ohne To-go-Angebote auskommt, was ihm entgegenkommt, denn er kennt so etwas nicht. Hier sitzt er, sieht am Horizont zwei Schornsteine, aus denen kein Rauch aufsteigt. Da springt er wieder auf, jagt gen Himmel. Denn hatte Joseph ihn nicht ganz anders gesehen, seinen „Himmel, dem die kilometerhohen Schornsteine der Fabriken, lebendigen, zeugungsträchtigen, Bewegung fördernden Rauch darbringen?“

Eine Ahnung packt ihn, als er im Ostpark unter seinen Füßen groß geschrieben „Generalszug“ liest. Er blickt nach Westen, dann nach Osten: In beiden Richtungen sieht er Kirchtürme, die den ursprünglich geplanten Verlauf des berühmten, mit Schmuckplätzen durchsetzten Straßenzugs aus dem 19. Jahrhundert markieren. Da begreift Roth, dass sein Gleisdreieck untergegangen sein muss, denn die „eiserne Landschaft“ machte es nötig, dass James Hobrecht die preußische Prachtstraße, da wo sie heute Yorckstraße heißt, in einem Schlenker um die Gleise der Potsdamer, Anhalter und Dresdner Bahn herum entwerfen musste. Roth erstarrt, als er die „Gleiswildnis“ sieht. Schneller geht er, immer schneller, bis er am Technikmuseum in das frische, zitronengelbe Licht einer Gaslaterne blickt, das Licht seiner Zeit. Eine Träne läuft ihm über die Wange. „Das von zehntausend Laternen durchsilberte Tal“, wie er einst schrieb, gibt es nicht mehr. Wir haben es durch Zehntausende Stängel, Stauden und Wackersteine ersetzt, die die Wege säumen. Aber lassen wir Joseph Roth bei seiner Laterne stehen. Die Museumsbahn wird ihn bei Gelegenheit abholen und zurück nach 1924 bringen.

Uns, die wir in der Gegenwart bleiben, bietet der Park am Gleisdreieck neben ausgefallener Ästhetik und überraschenden Erlebnisräumen auch Erkenntnisse in Sachen Berliner Stadt
entwicklung. Es gäbe den Park nicht ohne den Städtebau des Potsdamer Platzes, denn er wurde größtenteils aus Ausgleichs- und Ersatzmitteln des Projekts finanziert. Danke Daimler, danke Sony. Und auch das nach Worten Klaus Wowereits „hässliche“ Alexa vom Alexanderplatz hat im Park Spuren hinterlassen: Der Sand von Beach61 stammt aus seiner Baugrube. „Betongold“ kann in Berlin also der Preis sein für Parkästhetik und grüne Infrastruktur. 

Außerdem lassen die Neubauten von „Flottwell Living“ an der Flottwellstraße erahnen, wie sich in Berlin Parkrandbebauung anfühlt. Die Stadt rückt ans Grün heran. So war das vor dem Volksentscheid auch am Tempelhofer Feld gedacht, nur in größerem Umfang. Im Park am Gleisdreieck können wir sehen, wie das wirkt und ob das Wohnen am Park mit dem Leben im Park funktioniert. 

Das Fantastische des Parks ist der Radweg Berlin-Leipzig, der seit dem Frühling auch über eine der Yorckbrücken führt. Er endet vorläufig am Lokdepot des Technikmuseums, wohin auch die Museumsbahn mit oder ohne Joseph Roth fährt. Aber bald wird es auf der anderen Seite der Monumentenbrücke parallel zu den S-Bahngleisen, an „metallenen Schwellen“ vorbei, bis zum Südkreuz weitergehen.

André Franke

 

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Architekturikonen und Wahrzeichen: Die Premium Towers of Berlin am Potsdamer Platz

Sie sind bekannte Wahrzeichen Berlins und Architekturikonen der Neuen Mitte: Atrium Tower, Forum Tower und Potsdamer Platz 1 – die Premium Towers of Berlin. Sie repräsentieren die hohen Maßstäbe der Metropole und die Premiumklasse der Zukunft – und bieten anspruchsvollen Unternehmen wahrhaft einzigartige Perspektiven.

Prof. Hans Kollhoffs Gebäude Potsdamer Platz 1 sowie Atrium Tower und Forum Tower, beide vom italienischen Star-Architekten Renzo Piano entworfen, stehen für hochrangige Baukunst und exklusiven Businesskomfort an einer der besten Adressen der Welt. Die Premium Towers of Berlin prägen das Quartier und haben das Bild vom jungen und aufstrebenden Berlin weltweit verbreitet. 

Potsdamer Platz 1

Mit dem Gebäude Potsdamer Platz 1 hat Architekt Prof. Hans Kollhoff seine Vision eines transatlantischen Brückenschlags verwirklicht und sich an der Farb- und Formensprache klassischer amerikanischer Skyscraper orientiert. Mit 25 Geschossen und 103 Metern gehört es zu den Highlights der Skyline. Die neogotische Fassade ist einzigartig im Zentrum Berlins, zusammen mit den in Kaskaden abfallenden Terrassen unterstreicht sie die imposante Höhe und Exklusivität des Objekts. Den Anspruch eines „Global Towers“ zeigt der Potsdamer Platz 1 auch in seinen öffentlichen Bereichen. Ein hohes, lichtdurchflutetes Atrium mit eindrucksvollem Glasdach sorgt für Licht und Welcome-Atmosphäre. Das Foyer glänzt mit Natursteinwänden und kunstvollen Alabasterleuchten. Mit zwölf Aufzügen gelangen Mieter und Besucher in die Obergeschosse. Exklusive Empfangszonen bilden den Auftakt zu den hochwertigen, modernen Büros.

Forum Tower 

Elegant und präzise wie eine Kompassnadel weist der Forum Tower mit seiner gläsernen Spitze auf den pulsierenden Mittelpunkt der Metropole und bildet im Dialog mit den benachbarten Türmen das Portal zum Quartier. Transparenz und Licht, Glasflächen und warme Terrakotta-Töne, ausgewogene Proportionen und schlanke Formen kennzeichnen die Ästhetik und Atmosphäre der Architektur. Hohe Decken, klare Strukturen, öffenbare Fenster und ein atemberaubender Blick über die Stadt bilden den exzellenten Rahmen für das Leben und Arbeiten im Forum Tower. Hohe Repräsentationskraft und angenehme Aufenthaltsqualität gehen im Gebäude Hand in Hand. Im eindrucksvollen Foyer setzt sich die Klarheit der Architektursprache Renzo Pianos fort.   

Atrium Tower

Der Atrium Tower, das spektakuläre Gebäude mit der matt schimmernden, mediterranen Terrakotta- Fassade wird derzeit auf eine Nutzung als Multi-Tenant Building in Premiumqualität vorbereitet. Mit dem umfassenden Refurbishment definiert Renzo Piano den Weg für die Zukunft: Neue Werte für eine Architektur-Ikone designed for Berlin. Die imposante Atriumhalle mit lichtem Glasdach erstreckt sich über sieben Geschosse. Im Rahmen der Maßnahmen wird der Raum neu strukturiert und öffentlich zugänglich gemacht. Zusätzlich entstehen separate Eingänge für zukünftige Mieter und Besucher. Mit Geschossflächen von bis zu 4 000 Quadratmetern bietet das Gebäude großzügige Entfaltungsmöglichkeiten. Die neuen Komfort-Büroebenen im Atrium Tower erlauben unterschiedliche und flexible Raumstrukturen – Open Space, Einzel- oder Kombibüros. Das ausgeklügelte Doppelfassadensystem und die innen liegende Atriumfassade werden optimiert. Der nachhaltige Ansatz des Atrium Towers wurde im Frühjahr 2013 mit dem DGNB Green-Building-Zertifikat in Gold bestätigt.

 

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