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Interview (76 – Herbst 2018)

Berlin braucht einen Masterplan

Georg Gewers und Henry Pudewill gründeten 2008 in Berlin ihr Architekturbüro. Beide Partner waren zuvor in renommierten Büros mit internationalen Aufträgen beschäftigt und haben an richtungsweisenden Projekten mitgewirkt wie Gläserne Manufaktur Dresden, VW Autostadt Wolfsburg oder Marstallplatz München. In Berlin haben sie Büro- und Wohnbauten errichtet sowie für den Großflughafen BER vier Gebäude für die Sicherheits- und Bodenverkehrsdienste. Wir sprachen mit den Architekten über die Schwächen und Chancen der deutschen Hauptstadt.

In Berlin hat sich in den letzten zehn Jahren viel getan. Besonders im Osten der Stadt ist viel neuer Wohnraum entstanden. Und es wird weiterhin gebaut, weil es immer mehr Menschen in die Städte zieht. Denken Sie, dass Berlin auf den Wachstumskurs richtig vorbereitet ist?

Gewers: Berlin ist eine atypische Großstadt ohne richtiges Zentrum, es gibt die City West, die City Ost und mittendrin den Potsdamer Platz sowie viele kleine ehemalige Dorfanger, die jetzt die Mittelpunkte der Bezirke mit eigener autarker Struktur bilden. Entsprechend heterogen passiert auch das Wachstum, es gibt keinen Masterplan, wie und wo Wachstum passieren soll und nachhaltig zur Stadtentwicklung beiträgt. Es gibt ein Konglomerat aus Flächennutzungsplänen und Bebauungsplänen, die teilweise noch die autofreundliche Stadt der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts mit Stadtautobahnen zur Grundlage haben. Solche Planungsgrundlagen müsste man proaktiv in die Gegenwart mit den neuen Anforderungen und Rahmenbedingungen überführen, um sich auf Veränderungen vorzubereiten. Berlin ist auf dieses Wachstum nicht vorbereitet, weder inhaltlich noch strukturell.

Alle finden Berlin toll. Woher kommt das gute Image?

Pudewill: Die Heterogenität erzeugt auch Freiräume und eine Vielfalt, die es ermöglicht, für jedes Lebensmodell den richtigen Ort zu finden. Sie können mondän in Dahlem leben und abends im Szenebezirk Kreuzberg durch die Klubs ziehen. Das alltägliche Berlin ist von der Grundeinstellung her tolerant und das empfinden viele Menschen auch als Lebensqualität. Nicht zuletzt ist Berlin die einzige Stadt in Deutschland, die in die Nähe dessen kommt, was man international unter dem Begriff Metropole versteht.

Als Architekten kritisieren Sie, dass kein klares und ganzheitliches Leitbild für Berlin existiert. Warum ist es so und was wäre der Ansatz für ein solches?

Gewers: Es gibt unzählige interessengesteuerte Verteilungsdiskussionen, sei es Wohnen, Verkehr, alles tritt gegeneinander an: Eigentum gegen Miete, Fahrrad gegen Auto, Gewerbe gegen Wohnen. Dabei müssten all diese notwendigen Bestandteile einer „Metropole“ mit einem Masterplan zueinander in Beziehung gebracht werden und mit Leitbildern verständlich kommuniziert werden. Das genau passiert aber nicht, man wurstelt sich so von Problem zu Problem und vergisst das große Ganze. Wir Menschen denken in Bildern, da ist es besonders wichtig, dass große Themen wie die mittel- und langfristige Entwicklung der Hauptstadt auch in einem den Menschen vermittelbaren Leitbild formuliert werden kann.

Sie sagen, Berlin ist immer ganz vorn, wenn es um große Ankündigungen geht und wird dann ganz schnell von anderen Großstädten in den Schatten gestellt. Also, große Klappe, nichts dahinter?

Pudewill: So hart würden wir das nicht formulieren, auch wenn das ja der sagenumwobenen „Berliner Schnauze“ entsprechen würde. Um aber ein paar konkrete Beispiele zu nennen: Was ist aus den Themen Elektropolis und Nachhaltigkeit geworden – Oslo hat uns hier um Lichtjahre abgehängt und plant ganze Stadtteile unter den Gesichtspunkten – in Berlin gibt es nach wie vor keine belastbare Infrastruktur oder Regeln für den Umgang mit Elektromobilität. Berlin war vor 100 Jahren bereits einmal „Elektropolis“ – Taxis und Lieferwagen von Berliner Herstellern wie Bergmann fuhren elektrisch. Derzeit aber gibt es noch nicht einmal ein Konzept, wie z. B. Leihfahrräder im öffentlichen Stadtraum stattfinden. Wo ist der große Masterplan, der alles integrativ kombiniert und nicht immer alles gegeneinander ausspielt? Dazu gehören Themen wie Fahrrad gegen Auto, Lösung der rasant zunehmenden Lieferdienste gegen Busspuren, die in Oslo beispielsweise auch durch Elek­trofahrzeuge genutzt werden dürfen, Anbindung des Umlands für die Pendler durch leistungsfähige Regionalanbindungen, ICE-Anbindung des Berliner Flughafens, Berliner Stadtentwicklung durch den lange angekündigten Hochhausentwicklungsplan …

Was sind die Schwachpunkte?

Gewers: Es gibt keine Vision und kein Leitbild, Berlin verhält sich extrem passiv, nimmt Entwicklungen als selbstverständlich hin und reagiert immer nur – auf Druck. Die immer wieder als Herausforderung artikulierte Zuwanderung entspricht eigentlich einem Bevölkerungswachstum von lediglich ca. 1 Prozent pro Jahr. Das sollte eine Metropole verkraften und leisten können. Man hat aber in der öffentlichen und politischen Diskussion den Eindruck, Berlin befinde sich permanent am Rande der Handlungsfähigkeit. Berlin hatte in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts schon viel mehr Einwohner (am 31.12.1929 waren es 4,33 Mio. Einwohner, am 31.12.2016 lediglich 3,6 Mio. Einwohner) und das auf nahezu gleicher Fläche. Dazu war Berlin auch noch die größte Industriestadt des Kontinents – auch das ist Vergangenheit. Geblieben sind die Industriebrachen. Das könnte man auch als Chance begreifen und eine Stadt mit einem ganzheitlichen Masterplan in die Zukunft führen. Man fragt sich, warum aus diesem extremen Wandel nicht auch ein Leitbild entwickelt wurde, das für viele Städte eine Vorbildwirkung haben könnte.

Berlin wird ja immer gern in einer Riege mit London, Paris und New York genannt. Passt Berlin da rein, kann man von Augenhöhe sprechen?

Pudewill: Berlin kokettiert immer gern damit und war auch tatsächlich 1920 nach New York und London die drittgrößte Stadt der Welt. Um tatsächlich aber auf Augenhöhe mit diesen Metropolen wahrgenommen zu werden, bedarf es noch mehr Substanz und Mut zur Zukunft. Mehr Offenheit zu den Themen Verdichtung, Hochhäuser, vielschichtige Urbanität, nicht nur Klientelpolitik und Abgrenzung. Auch das sensible Thema Eigentum gegen Miete, das in Berlin regelmäßig zu ideologischen Grabenkämpfen führt, haben Städte wie beispielsweise Singapur souverän gelöst, indem der Staat die Rolle eines Projektentwicklers übernommen hat und den Menschen preiswerten Wohnraum als Eigentum zur Verfügung stellt. Eigentum per se ist nichts Schlechtes sondern schafft Verantwortung und Identifikation – alles Werte, die eine Metropole gut gebrauchen kann.

Wo steht Berlin in zehn oder 20 Jahren?

Gewers: Momentan beschreitet Berlin keinen eigenen Weg, sondern entwickelt sich den Marktgegebenheiten hinterher. Wenn die Stadt in einigen Jahren für die Startup-Szene unattraktiv werden sollte, hat Berlin kein Konzept. Berlin hat keine DAX-Unternehmen, keine Automobil- oder Pharmaindustrie, kein Bankenviertel. Positive Entwicklungen sind nicht selbstverständlich. Umso mehr sollte sich die Stadt gemeinsam auf ihre Stärken und ihre Wahrnehmung besinnen. Wenn all dies in einem Masterplan mit Leitbildern für die Stadt formuliert werden könnte, dann gäbe es darin auch Konzepte für Elektromobilität, für Nachhaltigkeit, ein Museum der Moderne, eine Zentralbibliothek, einen Flughafen, Technologieparks, sozialen Eigentumswohnungsbau, Bildung und vieles andere mehr. Dann müssten wir uns um die Zukunft Berlins in zehn, 20 oder 30 Jahren keine Sorgen machen. Wie der Delphi-Bericht schon richtig anmerkt: „Zukunft fällt nicht vom Himmel, sondern muss aktiv gestaltet werden.“ Vielleicht braucht Berlin auch einen Delphi-Bericht oder einen Club of Rome, um zu wissen, wohin die Reise gehen soll, wir würden solch eine „road map“ sehr begrüßen.

Danke für das Interview.

Ina Hegenberger

 

76 – Herbst 2018

DalÍ,  Da Vinci und die Weltzeituhr

Der Kultur-Unternehmer Carsten Kollmeier leitet seit zehn Jahren mit „Dalí- Die Ausstellung am Potsdamer Platz“ das erste privatwirtschaftliche Kunstmuseum Deutschlands. Maßgeblich war er an der Entstehung des Spionagemuseums in Berlin beteiligt, zur Zeit entwickelt er ein Museum über Leonardo da Vinci – und ist noch auf der Suche nach einer passenden Immobilie. Als privater Museumsmacher engagiert sich Kollmeier aber auch mit Leidenschaft für den Berliner Tourismus. Sein neuester Coup ist die Weltzeituhr am Alexanderplatz. Berlin vis-à-vis sprach mit Carsten Kollmeier.

Was fasziniert Sie so sehr an der Weltzeituhr?

Die Weltzeituhr ist ein zeitgeschichtliches Denkmal von Weltrang, eine einzigartige Design-Ikone und steht als bedeutendes Symbol Berlins für Freiheit. In der DDR war sie für viele Menschen eine Art Sehnsuchtsort, da die meisten der abgebildeten Städte für DDR-Bürger damals nicht zu bereisen waren. Aber sie steht für weit mehr als nur für ihre Geschichte. Sie ist bis heute Treffpunkt für Menschen aus der ganzen Welt, seit dem Mauerfall Symbol für Weltoffenheit und in der Gegenwart Sinnbild für multikulturelles Zusammenleben. Sie zeigt für alle Zeitzonen und die 144 aufgeführten Städte und Regionen gleichzeitig die richtige Zeit an und veranschaulicht, dass es nur eine Zeit gibt, die aus dem Weltall bestimmt wird.

Sie haben die Vermarktungsrechte für die Weltzeituhr erworben. Was haben Sie vor?

Wir haben nicht nur die Vermarktungsrechte übertragen bekommen, sondern uns damit auch einer verantwortungsvollen Aufgabe angenommen. Denn bislang durfte sie nicht in Form von Reproduktionen bzw. Souvenirs vermarktet werden. Da die Weltzeituhr 2019 ihren 50. Geburtstag feiert, hat ihr Schöpfer, der Formgestalter Prof. Erich John, sie uns anvertraut. Er hat gesehen, wie sorgsam wir als Museumsmacher mit Kulturgut umgehen. Unser Konzept, die Weltzeituhr als hochwertige Sammlerstücke und Designobjekte weltweit zu vermarkten, hat ihm schließlich gefallen. Die auf dieser Grundlage entwickelten Produkte werden mit Lizenzpartnern aus Berlin und Deutschland realisiert. So dass wir, wie beim Original, stets von „Made in Germany“ und wenn möglich sogar „in Berlin“ sprechen können.

Vor zehn Jahren haben Sie Dalí nach Berlin geholt. Die Ausstellung ist immer gut besucht, vor allem von Touristen. Können Sie mit den großen Museen in der Stadt mithalten?

Wir zählen als von Senat, Deutschem Museumsbund und ICOM (Anm. d. Red.: Internationaler Museumsrat) anerkanntes Haus bei der Besucherfrequenz zu den führenden 10 Prozent aller Museen in Deutschland. Das haben wir insbesondere dem florierenden Tourismus in Berlin zu verdanken. Aber auch die Berliner sind gern gesehene Gäste. Allein bei der letzten „Langen Nacht der Museen“ waren es wieder ca. 3 000 Besucher. Als das erste und wohl immer noch einzige privatwirtschaftliche Kunstmuseum in Deutschland, das sich, ohne öffentliche Förderung in Anspruch zu nehmen, alleine trägt, liegt uns das Erlebnis der Besucher sehr am Herzen. So bieten wir zum Beispiel stündlich die Teilnahme an öffentlichen Führungen an. In der geförderten Kulturwelt ist es durchaus nichts Ungewöhnliches, dass gut besuchte Ausstellungen oder Vorstellungen gerne als Erfolg gefeiert werden, obwohl sie rein wirtschaftlich gesehen ein Verlust waren. Oder der Deckungsbeitrag durch eigene Einnahmen nicht selten bei gerade einmal 20 Prozent liegt. Das können sich private Museen nicht erlauben.

Was macht das Dalí-Museum so beliebt?

Dalí ist eine Ikone der Kunstwelt. Er polarisiert wie kaum ein anderer. Man kann ihn und seine Kunst nur hassen oder lieben. Aber in jedem Fall ruft er Emotionen hervor. Die Vielfalt und Vielschichtigkeit seines Werkes, die wir im Museum versuchen abzubilden, sprechen jeden an. Er war seiner Zeit voraus und wusste schon damals die Medien als wichtigen Faktor für sich zu gewinnen. Er hätte heute sicherlich eine Milliarde Follower in den Sozialen Medien, wie zum Beispiel auf Facebook. Das ist es, was die Menschen bis heute an diesem Ausnahmekünstler und Vorreiter für ganze Künstlergenerationen fasziniert.

Was haben Dalí und Berlin gemeinsam?

Er ist 1989 gestorben, in dem Jahr, als die Mauer fiel. Ich glaube, Berlin ist die Stadt, in der er heute leben würde. Eine weltoffene und multikulturelle Kunstmetropole, modern und exzentrisch.

Jetzt planen Sie die Eröffnung eines weiteren Privat-Museums, das Da Vinci Berlin. Was erwartet den Besucher?

Das Da Vinci Museum Berlin wird ein Museum 4.0. Dabei wird es von der Zeit der Renaissance, die von der Innovationskraft durchaus mit der Entwicklung von heute zu vergleichen ist, über die weltweit berühmte Kunst von da Vinci bis hin zu den bahnbrechenden Erfindungen und Innovationen des Ausnahmegenies gehen, die bis heute unsere Welt nachhaltig beeinflussen. Originale Zeichnungen, gepaart mit digitalen Erlebniswelten, werden den Besuchern zeigen, was uns bis heute bewegt. Denn vom Traum des Menschen vom Fliegen bis hin zur Mobilität durch das Kugellager, ohne das sich auch eine Weltzeituhr nicht bereits 49 Jahre drehen würde und die Industrialisierung nicht denkbar gewesen wäre, verdanken wir vieles bis heute Leonardo da Vinci. Auch in der Medizin, Botanik, Schifffahrt etc. Parallel planen wir weitere Museen und würden natürlich auch der Weltzeituhr am Alex gerne eine Dauerausstellung widmen. Um den Menschen aus aller Welt dieses Symbol nachhaltig näherzubringen.

Danke für das Gespräch.

Ina Hegenberger

 

76 – Herbst 2018

„Wer das beste Bild bietet, soll bauen!“

Zum Auftakt der Grabungen und des Baubeginns hat der Verein Forum Stadtbild Berlin e. V. im Oktober in der Parochialkirche in einer Ausstellung die Geschichte und Planungsgeschichte des Projektgebietes gezeigt. Sie war der Auftakt für eine öffentliche Debatte um die Reurbanisierung der Berliner Mitte. Wir sprachen mit Hans-Karl Krüger aus dem Vereinsvorstand.

Herr Krüger, wie wünschen Sie sich die Zukunft am Molkenmarkt?

Man sollte versuchen, ein möglichst lebendiges Quartier hinzukriegen. Da soll was passieren. Da soll Leben ins Erdgeschoss reinkommen. Wir plädieren dafür, dass der Molkenmarkt als Platz in irgendeiner Form wieder in Erscheinung tritt. Und dass die Fußgänger sich von einem Quartier in das andere bewegen können und nicht das Gefühl haben, sie gingen über eine Autobahn.
Was ist die Aufgabe Ihres Vereins?

Wir kommen mit Bildern und zeigen Visionen von Stadt, wie sie sein könnte. Wer das beste Bild bietet, soll auch bauen. Wir wollen weg von den Kuben und hin zu städtischen Parzellierungen. Sie sollen ihr eigenes Gepräge haben.

Wann ist Architektur gelungen?

Wenn sie Unterschiedlichkeiten herausstellt. Uns geht es darum, dass man die Rasterarchitektur mal ein bisschen auflöst und fragt, was kann man denn sonst noch machen? Die Leute suchen nach einem Zuhause, von dem sie nicht nur sagen können: Ich verschwinde in einem Loch. Sie wollen sagen können: Das ist mein Eingang. Das ist mein Haus.

Was beurteilen Sie den Neubau des Motel One an der Grunerstraße?

Man kann Hotels anders gestalten. Man muss nur den Mut haben und sagen: Lieber Bauherr, mach mal! Das ist der Ansatz, den wir geben wollen. Wir haben mit den Berliner Wohnungsbaugesellschaften am Molkenmarkt Gesprächspartner, mit denen man vielleicht besser reden kann als mit einem privaten Investor. Bauträger sagen oft: Ich muss bloß sehen, was beim Verkauf zu erzielen ist und die Fassade muss nur zweckmäßig sein, aber nicht schön, mehr nicht.

Es gibt einen Bebauungsplan. Wie verhalten sich Ihre Stadtbilder dazu?

Wir konterkarieren die Planung nicht. Wir nehmen die Grundstruktur bewusst auf und wollen die Möglichkeiten aufzeigen. Wir wollen eine offene, öffentliche Diskussion anstoßen.

An welche Möglichkeiten denken Sie dabei?

Wir versuchen, dem Senat Steuerungsanregungen zu geben für einen qualitätvolleren Umgang mit dem, was man hier bauen will. Dazu gehört auch das Gewerbe, nicht bloß das Wohnen, nicht bloß die Fassade. Man muss auch über sozialverträgliche Gewerbemieten reden, über Gewerbe, das mehr auf Kultur ausgerichtet ist. In die Alte Münze zieht das House of Jazz.

Das Gespräch führte André Franke.

 

76 – Herbst 2018