Viertel des Erinnerns
In Berlin begegnet man auf Schritt und Tritt geschichtlichen Zeugnissen. Eine Entdeckungsreise im Bayerischen Viertel in Schöneberg lohnt sich – nicht nur wegen der vielen Prominenten, die dort wohnten.
In Berlin begegnet man auf Schritt und Tritt geschichtlichen Zeugnissen. Eine Entdeckungsreise im Bayerischen Viertel in Schöneberg lohnt sich – nicht nur wegen der vielen Prominenten, die dort wohnten.
Nebel hängt an diesem Vormittag über dem Ruppiner See. Wie eine Traumgestalt grüßt Parzival, die 17 Meter große Stahlskulptur am Ufer. An der Seepromenade lässt es sich gut flanieren und den Gedanken nachhängen. Dann taucht ganz in der Nähe der Klosterkirche ein alter verknöcherter Baumriese auf. Er steht wie auf Stelzen, der uralte Stamm ist gespalten. Benannt wurde die im Jahre 1270 gepflanzte Linde nach Pater Wichmann von Arnstein, dem Gründer des ältesten Dominikaner-Klosters der Mark.
Große Retrospektive zum 100. Jubiläumsgeburtstag von Meret Oppenheim im Martin Gropius Bau.
Das Grand Hotel Esplanade Berlin feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum.
Das schönste Kompliment für ein Hotel sind zufriedene und glückliche Gäs-te am Morgen. Das Allerschönste jedoch ist, wenn die Gäste Hoteldirektor Jürgen Gangl für den wunderbaren Aufenthalt danken – und gleich ein Zimmer für ihren nächsten Berlin-Aufenthalt reservieren. Denn dann ist das nicht nur Smalltalk, sondern ein tatkräftiges Bekenntnis zu ihrem Lieblingshotel. Das Grand Hotel Esplanade Berlin hat auf dem hart umkämpften Berliner Hotelmarkt außer-gewöhnlich viele Stammkunden: „Mehr als 50 Prozent unserer Gäste kommen seit Jahren immer wieder, wir haben keine Marke auf dem Dach, wir sind ein privat geführtes Unikat“, sagt Direktor Jürgen Gangl.
Es kam schon so etwas wie Aufbruchsstimmung auf. Da hatte es ein bedeutender Autobauer tatsächlich wahr gemacht und seine Vorstellung von zukünftiger Mobilität in Form eines alltagstauglichen und zudem umweltfreundlichen Autos präsentiert: Die Weltpremiere des BMW i3 in diesem Jahr geriet zum Ereignis, über das die Branche ausführlich berichtete. Nicht etwa nur um des Elektroantriebs willen, der Kleinwagen verkörpere mit seiner ganzen Präsenz die Zukunft der innerstädtischen Mobilität.
„Über die Haut werden die Inhaltsstoffe des Wassers vom Körper aufgenommen. Die Sole trägt zur Erholung und Gesundung sowohl des Bewegungsapparates als auch des vegetativen Nervensystems bei“, erklärt Stefan Kannewischer, Fachbereichleiter Bäder und Thermen beim Deutschen Wellnessverband. Wobei jedes Thermalwasser seine ganz eigene Qualität habe. Das zumeist salzhaltige Wasser wird oft aus 1 000 Metern Tiefe gepumpt und ist im Becken etwa 30 bis 37 Grad warm. Ein Solebad hat positive Auswirkungen auf den ganzen Körper.
Dass Berlin dazu verdammt ist, immerfort zu werden und niemals zu sein, wusste schon im Jahr 1910 der Publizist und Kunstkritiker Karl Scheffler. Ein oft zitierter Satz, der noch heute gilt. Umso mehr sind Menschen gefragt, die vor oder hinter den Kulissen etwas bewegen und die Stadt ein Stück voranbringen. Wir stellen sie in jeder Ausgabe vor, die Berlin-Macher. Diesmal Thomas Olbricht
Potsdam ist mit wichtigen Ereignissen der Preußischen, aber auch der gesamtdeutschen Geschichte verknüpft wie außer Berlin wohl kaum eine andere Stadt – angefangen vom Glanz der aufstrebenden preußischen Residenzstadt bis hin zur Potsdamer Konferenz der Alliierten 1945. In der am 22. September 2013 eröffneten Ausstellung „Potsdam: Eine Stadt macht Geschichte“ begeben sich die Besucher auf eine Zeitreise zu den wichtigsten Etappen in der 1000-jährigen Geschichte der Stadt.
Die Berliner Verlegerinnen des Binooki-Verlages machen die Vielfalt türkischer Gegenwartsliteratur auch deutschen Lesern zugänglich. Damit haben sie großen Erfolg.
Wenn man mit einem Klischee beginnen möchte, könnte es so klingen: Ein klassischer „Perser“ wog Tonnen, lag rotbunt gemustert auf dem Boden, die Fransen schön gerade und gab der Guten Stube den staubigen Geruch. Das ist vorbei. Lange schon, vielleicht seit den Sechzigern, seit Flokati und Flickenteppich. Aber der Teppich, auch handgeknüpft, ist wieder zurück und teilt sich die Zuneigung mit dem flach gewebten und beidseitig verwendbaren Kelim und neuerdings auch mit Strickware für den Boden (Gan Rugs). Überall Teppiche.
In seiner Autobiografie beschrieb Helmut Newton als eine besonders prägende Kindheitserinnerung eine Szene, als sein Kindermädchen sich zum Ausgehen schön machte und halbnackt vor dem Spiegel stand. Der weibliche Körper und eine sehr persönliche Sicht auf diesen sind eng mit dem Namen Newtons verknüpft. Bis heute. Kaum ein Fotograf hat eine so unverwechselbare Handschrift wie der 1920 in Berlin geborene Sohn eines Knopffabrikanten, zu dessen Werken auch Naturfotografien und Porträts von Prominenten gehören.
Fotoausstellung im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte anlässlich des Kulturland-Themenjahres „Spiel und Ernst – Ernst und Spiel. Kindheit in Brandenburg“
Clärchens Ballhaus ist Inbegriff und Synonym für Berlins legendäre Vergnügungswelt. Vor 100 Jahren eröffnete es in der Auguststraße und lädt noch heute zum Tanz.
Das Jahr 1913 ist ein wahrhaft denkwürdiges Jahr: „… ein Jahr, in dem alles möglich scheint …“, so heißt es bei Florian Illies in seinem Buch „1913“. Was Fritz Bühler in diesem politisch und kulturell aufgeheizten Jahr veranlasst hat, ein neues Ballhaus zu eröffnen, hatte sicher weniger visionäre Gründe. Der umtriebige Kenner der Vergnügungsszene – zuvor war er Betreiber der „Königssäle“ – und Hausbesitzer hatte ein sicheres Gespür für Erfolg versprechende Geschäfte und derartige Vergnügungsetablissements waren im damaligen Berlin eine Goldgrube. In Hunderten von Ballhäusern, über die ganze Stadt verteilt, zelebrierten die Berliner eine ganz eigene Tanzkultur, die heute fast vergessen ist. Das Bühlersche Ballhaus war, wie die meisten dieser Amüsierstätten, eine Mischung aus Tanz- und Esslokal, von den tanzbegeisterten Berlinern und Berlinerinnen enthusiastisch angenommen.
Das neue Leipziger Platz Quartier wird genau an der Stelle errichtet, wo bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs das berühmte Kaufhaus Wertheim stand.
Es war der Lichthof, der das Besondere war. Und das Besondere wird wieder ein Lichthof sein. Mit der überdachten Piazza zitieren die Architekten des Leipziger Platz Quartiers das Herzstück des einstigen Warenhauses Wertheim. Zwischen den Weltkriegen war es das größte in Europa, nach dem Mauerbau war es weg. Und mit ihm auch der Lichthof mit der an den Treppen postierten sechs Meter hohen Kupferstatue „Arbeit“, auch „Frau Wertheim“ von den Mitarbeitern des Kaufhauses genannt. Am Bauzaun Leipziger Platz Nr. 12 kann man sie heute wieder ansehen.
Berlin vis-à-vis rief und über 200 Gäste kamen zum ersten Herbstfest der Zeitschrift über den Dächern von Berlin, genauer gesagt des Gendarmenmarktes. Den passenden Rahmen dafür bot der Capital Club Berlin, in dem sich die Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und Kultur bestens amüsierten und wohlfühlten.