Artikelliste

Berlin-Macher

Dass Berlin dazu verdammt ist, immerfort zu werden und niemals zu sein, wusste schon im Jahr 1910 der Publizist und Kunstkritiker Karl Scheffler. Ein oft zitierter Satz, der noch heute gilt. Umso mehr sind Menschen gefragt, die vor oder hinter den Kulissen etwas bewegen und die Stadt ein Stück voranbringen. Wir stellen sie in jeder Ausgabe vor, die Berlin-Macher. Diesmal Thomas Olbricht

56 - Herbst 2013

Festlicher Herbstanfang

Berlin vis-à-vis rief und über 200 Gäste kamen zum ersten Herbstfest der Zeitschrift über den Dächern von Berlin, genauer gesagt des Gendarmenmarktes. Den passenden Rahmen dafür bot der Capital Club Berlin, in dem sich die Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und Kultur bestens amüsierten und wohlfühlten.

56 - Herbst 2013
Magazin

Alltag im Blick

„Ferner Osten“ und „Vor Zeiten“ heißen zwei neue Bücher des bedeutenden DDR-Fotografen Harald Hauswald. Eine Begegnung auf dem Alexanderplatz

Harald Hauswald steht direkt im Schatten unter der Weltzeituhr. Vor allem wohl deshalb, weil die Sonne an diesem Spätjulitag den Alexanderplatz schon erheblich aufheizt. 35 Grad werden es später noch werden. Harald Hauswald trägt T-Shirt und Jeans und kombiniert Vollbart mit grau-weißem, im Nacken zusammengebundenem Haar. Über die rechte Schulter hängt eine schwarze Kameratasche. Es gibt sicherlich nur wenige so leger gekleidete Bundesverdienstkreuzträger wie den 1954 in Radebeul geborenen, seit 1977 in Berlin lebenden Harald Hauswald. Er gilt als einer der wichtigsten Fotografen, die die DDR hervorgebracht hat. „Nach der Schule habe ich im Fotogeschäft meines Vaters gelernt“, erzählt er, nachdem er sich vor einem Café am Rand des Platzes an einen Tisch gesetzt und eine Weinschorle aus der Flasche bestellt hat.

56 - Herbst 2013
Kultur

Kühle Körper

In seiner Autobiografie beschrieb Helmut Newton als eine besonders prägende Kindheitserinnerung eine Szene, als sein Kindermädchen sich zum Ausgehen schön machte und halbnackt vor dem Spiegel stand. Der weibliche Körper und eine sehr persönliche Sicht auf diesen sind eng mit dem Namen Newtons verknüpft. Bis heute. Kaum ein Fotograf hat eine so unverwechselbare Handschrift wie der 1920 in Berlin geborene Sohn eines Knopffabrikanten, zu dessen Werken auch Naturfotografien und Porträts von Prominenten gehören.

56 - Herbst 2013

Küchenlandschaft oder Kombüse?

Wie gekocht wird, ist eine Frage von Vorlieben, hat mit Ernährungsbewusstsein und Können zu tun. Aber in welchem Umfeld, zu welchen Zwecken und mit wem gekocht wird, diese Dinge bestimmen die Frage, was ist eine Küche. Nämlich keine Kombüse. Kein schmaler Kochort unter Deck mit schaukelnden Töpfen, wie man sich eben eine Kombüse vorstellt. Klein also. Die Küche aber ist groß, zumindest weiträumig oder eben offen und verschmilzt mit anderen Wohnbereichen. Also gilt: Türen raus, Wände weg!

56 - Herbst 2013

Berlin Adlershof – Hightech-Standort mit Kiezcharakter

Berlin Adlershof – ist das nicht der Standort mit den vielen Technologie- und Medienunternehmen? Stimmt, aber die zukunftsorientierte Adresse im Berliner Südosten ist weit mehr als das. Rund 15000 Menschen arbeiten hier in fast 1000 Unternehmen und Forschungs- und Universitätseinrichtungen. Dazu kommen 8500 Studierende. Und wo gearbeitet, geforscht und gelernt wird, findet auch alltägliches Leben und Wohnen statt. Denn eine Stadt ohne Wohnungen ist keine echte Stadt.

56 - Herbst 2013
Stadt

Darf ich bitten?

Clärchens Ballhaus ist Inbegriff und Synonym für Berlins legendäre Vergnügungswelt. Vor 100 Jahren eröffnete es in der Auguststraße und lädt noch heute zum Tanz.

Das Jahr 1913 ist ein wahrhaft denkwürdiges Jahr: „… ein Jahr, in dem alles möglich scheint …“, so heißt es bei Florian Illies in seinem Buch „1913“. Was Fritz Bühler in diesem politisch und kulturell aufgeheizten Jahr veranlasst hat, ein neues Ballhaus zu eröffnen, hatte sicher weniger visionäre Gründe. Der umtriebige Kenner der Vergnügungsszene – zuvor war er Betreiber der „Königssäle“ – und Hausbesitzer hatte ein sicheres Gespür für Erfolg versprechende Geschäfte und derartige Vergnügungsetablissements waren im damaligen Berlin eine Goldgrube. In Hunderten von Ballhäusern, über die ganze Stadt verteilt, zelebrierten die Berliner eine ganz eigene Tanzkultur, die heute fast vergessen ist. Das Bühlersche Ballhaus war, wie die meisten dieser Amüsierstätten, eine Mischung aus Tanz- und Esslokal, von den tanzbegeisterten Berlinern und Berlinerinnen enthusiastisch angenommen.

56 - Herbst 2013
Kultur

Marsch in die Mall

Das neue Leipziger Platz Quartier wird genau an der Stelle errichtet, wo bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs das berühmte Kaufhaus Wertheim stand.

Es war der Lichthof, der das Besondere war. Und das Besondere wird wieder ein Lichthof sein. Mit der überdachten Piazza zitieren die Architekten des Leipziger Platz Quartiers das Herzstück des einstigen Warenhauses Wertheim. Zwischen den Weltkriegen war es das größte in Europa, nach dem Mauerbau war es weg. Und mit ihm auch der Lichthof mit der an den Treppen postierten sechs Meter hohen Kupferstatue „Arbeit“, auch „Frau Wertheim“ von den Mitarbeitern des Kaufhauses genannt. Am Bauzaun Leipziger Platz Nr. 12 kann man sie heute wieder ansehen.

56 - Herbst 2013
Stadt

Gutes Essen

Die neuen „Berliner Meisterköche“ 

Berlin ist auf dem Wege zur Gourmetmetropole mit einer vielfältigen kulinarischen Bandbreite. Alles ist zu haben: Alpenküche, asiatische Genüsse, Bio-Burger, spanische Tapas, orientalische Speisen, tierfreie Menüs, Imbiss mit Stehtisch, deutsche Klassiker traditionell oder modern, Vollwert- oder Rohkos-tküche. Die besten Köche in Berlin und Brandenburg werden jährlich im September für ihre Künste prämiert. Zum „Berliner Meisterkoch 2013“ wurde jetzt Matthias Diether, Küchenchef im Restaurant first floor im Hotel Palace Berlin, gewählt.

56 - Herbst 2013

Premieren auf der IAA

Es kam schon so etwas wie Aufbruchsstimmung auf. Da hatte es ein bedeutender Autobauer tatsächlich wahr gemacht und seine Vorstellung von zukünftiger Mobilität in Form eines alltagstauglichen und zudem umweltfreundlichen Autos präsentiert: Die Weltpremiere des BMW i3 in diesem Jahr geriet zum Ereignis, über das die Branche ausführlich berichtete. Nicht etwa nur um des Elektroantriebs willen, der Kleinwagen verkörpere mit seiner ganzen Präsenz die Zukunft der innerstädtischen Mobilität.

56 - Herbst 2013

Es kracht

Schwelgen in meterhohen Farbräumen. Der Maler Franz Ackermann zeigt in seiner Wandbilder-Schau in der Berlinischen Galerie ein gewaltiges Gesamtkunstwerk.

Allerdings nicht für immer, denn im kommenden Frühjahr wird das Wandgemälde übermalt – so der ironisch-amüsierte Kommentar des Künstlers. Die Herausforderung, auf einen konkreten Raum zu reagieren, diesen in seiner Wirkung komplett „umzudrehen“, ist eine vielfach erprobte Strategie des aus Bayern stammenden, in der Mark Brandenburg arbeitenden Künstlers, der schon in den Neunzigern Endlosstreifen und monumentale Blüten auf Galerienwände malte.

56 - Herbst 2013
Kultur

Bei uns findet der Gast Geborgenheit

Das Grand Hotel Esplanade Berlin feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum.

Das schönste Kompliment für ein Hotel sind zufriedene und glückliche Gäs-te am Morgen. Das Allerschönste jedoch ist, wenn die Gäste Hoteldirektor Jürgen Gangl für den wunderbaren Aufenthalt danken – und gleich ein Zimmer für ihren nächsten Berlin-Aufenthalt reservieren. Denn dann ist das nicht nur Smalltalk, sondern ein tatkräftiges Bekenntnis zu ihrem Lieblingshotel. Das Grand Hotel Esplanade Berlin hat auf dem hart umkämpften Berliner Hotelmarkt außer-gewöhnlich viele Stammkunden: „Mehr als 50 Prozent unserer Gäste kommen seit Jahren immer wieder, wir haben keine Marke auf dem Dach, wir sind ein privat geführtes Unikat“, sagt Direktor Jürgen Gangl.

56 - Herbst 2013
Stadt

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