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Alles dreht sich – Archäologie in Deutschland

Im Gropius Bau zeigen 70 Leihgeber aus ganz Deutschland ihre besten Exponate aus dem Bereich Archäologie. Der geschichtsträchtige Kölner Untergrund ist derzeit im Lichthof des Gropius Baus zu bestaunen. Darunter die Eichenbohlen einer 2 000 Jahre alten Spundwand des antiken Hafens. Während des U-Bahn-Baus waren all die römischen Scherben, Speisereste und Nägel zum Vorschein gekommen. „Ein großes archäologisches Archiv“ nennt das Matthias Wemhoff, Direktor des Berliner Museums für Vor- und Frühgeschichte und federführend bei der Vorbereitung der Ausstellung.

76 – Herbst 2018
Kultur

Ein Hauch von Easy Rider – Golf spielen oder Motorrad? In Südafrika geht beides!

Im Dezember beginnt in Südafrika der Sommer. Die Temperaturen liegen zwischen 20 und 25 Grad, es ist angenehm warm. Zwei Ozeane, mehrere Nationalparks, eine faszinierende Tierwelt, kleine Fischerdörfer und Straßen, die an Bergen entlangführen oder am Meer locken Reisende aus aller Welt ins Land. Immer mehr Deutsche entdecken Südafrika für sich. Manche verbringen ihren Urlaub vorzugsweise in der Gegend um Kapstadt oder bleiben über einen längeren Zeitraum und „überwintern“. Auch zieht es immer mehr Freizeitgolfer in die Kap-Region.

76 – Herbst 2018

Bodenhaftung: Ruheinseln, Laufstrecken, Designte Fakes

„Ups!“, denkt sehr wahrscheinlich der Besucher eines Designerhotels in Trier, wenn er den ersten Schritt aus dem Fahrstuhl hinaus in den atriumhellen Flur macht. Das Kopfsteinpflaster ist nicht so holprig wie gewohnt. Es gibt nach unter den Füßen. Schön weich. Es ist eine charmante Illusion, ein perfekter Fotoprint auf einem textilen Bodenbelag und erinnert an den historischen Ort. Das Spiel mit irritierenden Sinneswahrnehmungen und haptischen Erlebnissen hatte die Schweizer Dada-Künstlerin Meret Oppenheimer mit ihrer berühmten Pelztasse “Déjeneur en fourrure“ ja quasi schon vorweggenommen.

76 – Herbst 2018

Lichtenberger Mischung

Das Sammlerpaar Axel und Barbara Haubrok ist ein Glücksfall für Lichtenberg. Eigentlich. Aber der Bezirk stellt sich gegen den Kunstort. Berlin-Mitte ist gefühlt Lichtjahre entfernt. Kaum jemand  läuft zum Vergnügen durch diesen Teil der Lichtenberger Herzbergstraße, alle haben ein Ziel, gehen ihren Geschäften nach.

76 – Herbst 2018
Stadt

Der Wert der Freiheit

Die Zimmerstraße ist eine ruhige Straße. In ihr kann man die Stille unweit des Tourismusrummels genießen, draußen in kleinen Cafés einen Cappuccino trinken und dabei in die Sonne blinzeln. An einem Ende der Straße steht das Axel-Springer-Haus und gegenüber befindet sich die riesige Baustelle für das neue Medienhaus. Am anderen Ende schwebt der Fesselballon „Die Welt“ in die Luft.  Seit September erinnern vierzehn Kilo schwere Gedenktafeln auf den Gehwegen an den Originalorten an zwei der wohl spektakulärsten Fluchten aus Ost- nach Westberlin.

76 – Herbst 2018
Stadt

Mammutprojekt Molkenmarkt

Zwischen Mühlendamm und Alexanderplatz verändert sich Berlin in den nächsten Jahren radikal. Die Grunerstraße verliert ihren mächtigen Stadtraum und führt, zweier Fahrspuren beraubt, in der Zukunft direkt hinterm Berliner Rathaus vorbei. Durch die Verschwenkung nach Norden entsteht neues Bauland, groß wie vier Fußballfelder. Auf ihnen errichtet die Stadt dreieinhalb Berliner Blöcke mit Wohnungen, Geschäften und Innenhöfen. Bauwerke, die an dieser Stelle zu DDR-Zeiten von den Verkehrsplanern abgerissen wurden. Ebenso der  Molkenmarkt, der für das Städtebauprojekt den Namen gibt.

76 – Herbst 2018
Stadt