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Kunst, Kaffee und Blumen

Seit 35 Jahren lädt „Mutter Fourage“ nach Wannsee

Hier, unweit des Stölpchensees, ist Berlin so ländlich, wie man es selten findet. Das alte Dorf Stolpe ist der traditionelle Kern von Wannsee. Nicht die bekanntere Villenkolonie Alsen. An der Chausseestraße lädt seit nunmehr 35 Jahren Mutter Fourage zu einem Besuch. Die ursprüngliche Nutzung des Anwesens ist noch deutlich ablesbar. Als da sind Scheune, Stallgebäude, Wirtschafts- und Wohnhaus. Fourage heißt Futter und nimmt Bezug darauf, dass sich an diesem Ort einst eine Futter­mittelhandlung befand. Das ist lange her. Heute kommt man, weil es das weinumrankte Hofcafé gibt, den Blumenladen und die Galerie, weil hinter dem hölzernen Scheunentor Konzerte und Lesungen veranstaltet werden. Mutter Fourage ist ein Refugium. Auf dem gepflasterten Hof mit dem Taubenschlag in der Mitte stapeln sich die Terracotta-Töpfe. Gartenstühle laden zum Verweilen ein. Ein beinahe südliches Flair kommt auf.

51 - Sommer 2012
Stadt

Alle wollen die Eisbären sehen

Berlin ist zum sechsten Mal deutscher Eishockey-Meister. Doch die Mannschaft strebt weitere Superlative an.

Manchmal drückt sogar die Polizei ein Auge zu. Und alle sind begeistert. Schließlich sind die Schutzleute auch Fans der Sportler, die so ausgelassen feiern, dass sie die Straßenverkehrsordnung mal übertreten. Wenn auch nicht grob, eher spaßig. Da passt es durchaus ins Bild, dass ein Berliner neben einem offenen Cabrio herrennt und seinem Leiblingssportler eine Currywurst im Brötchen reicht. Und es wird auch geklatscht, wenn ein Mann nur auf dem Trittbrett des Autos steht, Kusshändchen ins Publikum wirft und immer mal wieder mit rauher und absolut unmusikalischer Stimme in den Song „We are the Champions“ einzufallen versucht.

51 - Sommer 2012
Sport

Der Kernberliner

Theater-, Film- und Fernsehstar Florian Martens:

Augenblicklich leidet er unter Schlafmangel. Florian Martens dreht die 54. Folge der TV-Reihe Ein starkes Team. Für die markante Rolle des hemdsärmligen Ermittlers Otto Garber (Kennzeichen Rollrandmütze) steht er bereits seit 1993 jährlich für zwei bis drei Folgen vor der Kamera. Er weiß, was er diesem Rollenvolltreffer zu verdanken hat, merkt jedoch an: „Ich kann nich‘ schon um zehn ins Bett gehen, nur weil ick um sechse zum Drehen abgeholt werde! Also ist die Nacht zu kurz für mich.“

51 - Sommer 2012

Grüne Wohnmaschinen

Passivhäuser sind besonders energieeffizient und so konstruiert, dass sie keine konventionelle Heizung brauchen. Vor allem Baugemeinschaften setzen auf diese Bauweise – doch damit stellen sie im Berliner Mehrfamilienhausbau noch eine Ausnahme dar.

Die Boyenstraße ist eine der Gegenden, die deutlich machen, warum Berlin als Stadt des dynamischen Wandels gilt. Noch vor wenigen Jahren war hier, ganz in der Nähe des ehemaligen Mauerstreifens, Niemandsland. Doch mit dem Bau der neuen Zentrale des Bundesnachrichtendienstes rückte die um die Ecke gelegene Boyenstraße in den Fokus von Projektentwicklern. Und jetzt wächst ein Mehrfamilienhaus nach dem anderen in die Höhe – die meisten initiiert von Baugruppen, in denen sich Bauwillige zusammentun, um ohne den Renditeanspruch eines Bauträgers gemeinschaftlich Eigentumswohnungen zu errichten.

51 - Sommer 2012

Ein Königreich für Golfer

„Royal“ ist manchmal nur das orientalische Ambiente. Auf Entdeckungstour in Marrakesch, Casablanca, Rabat, Fès und Meknes

Nonstop von Berlin nach Marrakesch: Ab 2. September bietet Lufthansa diese neue Flugverbindung in die knapp eine Million Einwohner zählende orientalische Traumstadt am Fuße des Hohen Atlas im Süden Marokkos an – als eine von rund 40 Destinationen in Europa und den Mittelmeerländern, die Deutschlands größte Airline im Rahmen ihres neuen Berlin-Flugprogramms mit der deutschen Hauptstadt verbindet. Es gibt viele Gründe, Marrakesch und die anderen alten Königsstädte Marokkos zu besuchen. Einen davon verdanken wir dem ehemaligen König Hassan II. – königliches Golf.

51 - Sommer 2012

Fokus DDR

Aus den Sammlungen des Deutschen Historischen Museums

Die Ausstellung „Fokus DDR“ präsentiert einzigartige Objekte des Deutschen Historischen Museums, die viele der offiziell gebräuchlichen Abkürzungen der DDR veranschau­lichen. Während die repräsentative Seite des Sozialismus mit der ordensgeschmückten Uniform des Ministers für Nationale Verteidigung, Heinz Hoffmann, oder mit der offiziellen Olympiakleidung von 1968 gezeigt wird, stellt das beeindruckende Modell eines Baggers aus dem Braunkohletagebau den Aspekt des Arbeits- und Alltagslebens der DDR vor. Historische Originaltöne und Zeitzeugenberichte ergänzen – in ausgewählten Themenbereichen – die Ausstellung.

51 - Sommer 2012
Magazin

Der Feldherr als Kopfarbeiter

Friedrich II. war ein Mann des Wortes: Darum bezieht sich die Ausstellung in der Berliner Kunstbibliothek im Titel auf den Schreibtisch Friedrichs II. Sie hebt damit jedoch nicht auf das Möbelstück ab, sondern auf die geistig intellektuelle Arbeit des Monarchen. Der Schreibtisch aus der Bibliothek des Schlosses Sanssouci ist dennoch eines der herausragenden Exponate.

51 - Sommer 2012

Welterbe verpflichtet – Energiewende in der Weißen Stadt

Ein von der Magdeburger GETEC AG errichtetes Blockheizkraftwerk versorgt in Kombination mit einer hochmodernen Kesselanlage 2500 Wohnungen in der Weißen Stadt in Reinickendorf umweltfreundlich mit Wärme und Wasser

Wenn moderne Ingenieurleistung Wohnkomfort und Umweltschutz gewährleistet, ist das ein Grund zur Freude. Wenn zudem der Denkmalschutz dabei Beachtung findet, soll das gefeiert werden. Im Frühjahr wurde in der Unesco-Welterbe-Siedlung das Blockheizkraftwerk „Weiße Stadt“ in Berlin-Reinickendorf offiziell durch Michael Müller in Betrieb genommen.

51 - Sommer 2012

Wohnen unter Genossen

Die Vereinten Nationen haben 2012 zum Internationalen Jahr der Genossenschaften erklärt. Auch in Berlin spielen Genossenschaften eine wichtige Rolle. Gerade Wohnungsbaugenossenschaften pflegen nicht nur die Tradition, sondern beweisen auch, dass sie moderner sind als ihr Ruf.

51 - Sommer 2012

Die Berliner Wirtschaft im Fokus

Tourismushauptstadt, Gründerhauptstadt, echte Metropole – Berlin fasziniert die Welt. Gesellschaftlich und kulturell beeindruckt Berlin wie kaum eine zweite Stadt. Motor und zentraler Erfolgsfaktor für die Entwicklung einer Stadt ist jedoch die Wirtschaft. Nicht selten wird Berlin in dieser Hinsicht kritisch betrachtet. Wie steht es nun tatsächlich um die Konjunktur der Berliner Wirtschaft, insbesondere der klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU), die die Stadt in besonderer Weise prägen? Dieser komplexen Fragestellung geht in aktueller Neuauflage eine umfassende Untersuchung nach.

51 - Sommer 2012

Poesie im Wohnzimmer

Wohnen und Wohlfühlen im privaten Lebensraum haben angesichts einer rasanten Zeit, die geprägt ist von Wandel und ständiger Veränderung, von Raubbau und Verschwendung, bei vielen Menschen einen hohen Stellenwert, wenn es ums Einrichten der eigenen Räume geht. Das Wohlfühl-Prinzip haben die Möbel-Designer, ob in Helsingborg, London, Mailand, New York oder Paris – es könnten auch Budapest oder Sankt Petersburg sein – bei ihren Kreationen mit Sorgfalt bedacht.

51 - Sommer 2012

Yoga macht Freude

Sie ist sanft. Sie ist freundlich. Alle scharen sich um sie, wie Bienen um den Honig. Die alte Dame sitzt auf einer Holzbank mit wunderschönem Ausblick aufs Wasser. Narvada Devi Puri-Mataji, die Grande Dame des Yoga, ist nach Berlin gekommen, zum Yoga-Festival. Es ist ihre Heimatstadt, obwohl ihr die Havel und der Wannsee, das Brandenburger Tor und der Kurfürstendamm so fern vorkommen müssen wie aus einem anderen Leben. Als junge Frau, die gerade eine Karriere als Schauspielerin gestartet hatte, fuhr sie nach Indien. Und sollte bleiben.

51 - Sommer 2012

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