Artikelliste

Fotos, die aufschrecken

Mit unverfälschten und schonungslosen Bildern gehört Diane Arbus zu den Wegbereiterinnen einer neuen Ästhetik in der Fotografie. Retrospektivisch zeigt der Martin-Gropius-Bau das Werk einer eigenwilligen exzentrischen Künstlerin.

51 - Sommer 2012
Kultur

Grüne Wohnmaschinen

Passivhäuser sind besonders energieeffizient und so konstruiert, dass sie keine konventionelle Heizung brauchen. Vor allem Baugemeinschaften setzen auf diese Bauweise – doch damit stellen sie im Berliner Mehrfamilienhausbau noch eine Ausnahme dar.

Die Boyenstraße ist eine der Gegenden, die deutlich machen, warum Berlin als Stadt des dynamischen Wandels gilt. Noch vor wenigen Jahren war hier, ganz in der Nähe des ehemaligen Mauerstreifens, Niemandsland. Doch mit dem Bau der neuen Zentrale des Bundesnachrichtendienstes rückte die um die Ecke gelegene Boyenstraße in den Fokus von Projektentwicklern. Und jetzt wächst ein Mehrfamilienhaus nach dem anderen in die Höhe – die meisten initiiert von Baugruppen, in denen sich Bauwillige zusammentun, um ohne den Renditeanspruch eines Bauträgers gemeinschaftlich Eigentumswohnungen zu errichten.

51 - Sommer 2012

Schuld und Sühne in Schönefeld

Auf der Internationalen Tourismusbörse im Februar in Berlin klang alles noch, als gäbe es keine Probleme, und die Begrüßung von Flughafenchef Dr. Rainer Schwarz, der auch nebenbei Gastprofessor an der TH Wildau ist, offenbarte nicht etwa Skepsis: „Es freut mich, dass offensichtlich schon so große Erwartungen und Vorfreude auf den neuen Flughafen sind, wir wollen Ihnen einen Überblick geben, wo wir im Augenblick stehen, wie wir uns in der Vergangenheit entwickelt haben…“ Keine Anzeichen von Unsicherheit, Anspannung, Druck oder dergleichen ließen auf etwaige Probleme auf der Großbaustelle in Schönefeld schließen. Zwei Monate später verkündete Schwarz kleinlaut: „Na gut, dann schieben wir eben auf.“

51 - Sommer 2012

Berlin-Macher

Dass Berlin dazu verdammt ist, immerfort zu werden und niemals zu sein, wusste schon im Jahr 1910 der Publizist und Kunstkritiker Karl Scheffler. Ein oft zitierter Satz, der noch heute gilt. Umso mehr sind Menschen gefragt, die vor oder hinter den Kulissen etwas bewegen und die Stadt ein Stück voranbringen. Wir stellen sie in jeder Ausgabe vor, die Berlin-Macher. Diesmal Heidi Hetzer

51 - Sommer 2012

Welterbe verpflichtet – Energiewende in der Weißen Stadt

Ein von der Magdeburger GETEC AG errichtetes Blockheizkraftwerk versorgt in Kombination mit einer hochmodernen Kesselanlage 2500 Wohnungen in der Weißen Stadt in Reinickendorf umweltfreundlich mit Wärme und Wasser

Wenn moderne Ingenieurleistung Wohnkomfort und Umweltschutz gewährleistet, ist das ein Grund zur Freude. Wenn zudem der Denkmalschutz dabei Beachtung findet, soll das gefeiert werden. Im Frühjahr wurde in der Unesco-Welterbe-Siedlung das Blockheizkraftwerk „Weiße Stadt“ in Berlin-Reinickendorf offiziell durch Michael Müller in Betrieb genommen.

51 - Sommer 2012

Wohnen unter Genossen

Die Vereinten Nationen haben 2012 zum Internationalen Jahr der Genossenschaften erklärt. Auch in Berlin spielen Genossenschaften eine wichtige Rolle. Gerade Wohnungsbaugenossenschaften pflegen nicht nur die Tradition, sondern beweisen auch, dass sie moderner sind als ihr Ruf.

51 - Sommer 2012

Aus der Nische

Manager Kaweh Niroomand verschafft den Berliner Volleyballern mit dem Meistertitel ein paar Strahlen Rampenlicht

Kaweh Niroomand mag keine halben Sachen. Deswegen verfolgt der Berliner Geschäftsmann alles, was er anpackt, mit voller Energie. Und so ist es nur für viele Außenstehende ein kleines Wunder, dass die von ihm seit zwei Jahrzehnten gemanagten Volleyballer der Hauptstadt den ewigen Liga-Krösus VfB Friedrichshafen vom deutschen Thron gestoßen haben. „Wir schmücken uns mit ihrem Erfolg“, gestand der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit Ende April beim Empfang im Roten Rathaus, als sich die Sportler ins Goldene Buch der Stadt eintragen durften.

51 - Sommer 2012
Sport

Sinn fürs Ganze

Mit hochkarätigen Konzerten betreibt ein Berliner Unternehmen anspruchsvolle Kundenpflege

Neue Wege in der Kundenkommunikation

„Glück ist, seine Freude in der Freude des anderen zu finden.“ So formulierte es der römische Kaiser Marc Aurel, und dieser schöne Gedanke beflügelte wohl auch die Vermögensverwalter von Hansen & Heinrich, als sie das Angenehme mit dem Nützlichen verbanden und die Angebote an ihre Kunden um eine unterhaltsame und sinnlich erfahrbare Komponente erweiterten. Seit einiger Zeit stellen Einladungen zu Konzertabenden in repräsentativem Rahmen und mit feinem Catering ein Angebot dar, das weit über die übliche Kundenpflege hinausgeht.

51 - Sommer 2012

Fokus DDR

Aus den Sammlungen des Deutschen Historischen Museums

Die Ausstellung „Fokus DDR“ präsentiert einzigartige Objekte des Deutschen Historischen Museums, die viele der offiziell gebräuchlichen Abkürzungen der DDR veranschau­lichen. Während die repräsentative Seite des Sozialismus mit der ordensgeschmückten Uniform des Ministers für Nationale Verteidigung, Heinz Hoffmann, oder mit der offiziellen Olympiakleidung von 1968 gezeigt wird, stellt das beeindruckende Modell eines Baggers aus dem Braunkohletagebau den Aspekt des Arbeits- und Alltagslebens der DDR vor. Historische Originaltöne und Zeitzeugenberichte ergänzen – in ausgewählten Themenbereichen – die Ausstellung.

51 - Sommer 2012
Magazin

Klasse Frau mit großer Stimme

Die Berliner Sopranistin Barbara Krieger

Was wäre die Welt ohne jene facettenreichen Wesen, die vor Ideen, Energie und Begabung nur so sprudeln und ihre Mitmenschen in den Bann ziehen! Barbara Krieger ist solch eine Person. Der Öffentlichkeit vor allem als Sängerin bekannt, widmet sie sich dazu ganz unterschiedlichen Projekten.

51 - Sommer 2012

Von Kunst bis koscher

Die ehemalige Jüdische Mädchenschule ist jüngster Anziehungspunkt in der vielgerühmten alten neuen Mitte Berlins

In die ehemalige Jüdische Mädchenschule ist Leben eingezogen. Wer will und es sich leisten mag, kann im klassischen Pauly-Saal gepflegt lunchen oder zu Abend essen. In der ihm vorgelagerten, die zwanziger Jahre markierenden Bar erfrischen sich tagsüber die Galerienbesucher des Hauses bei einem Mokka oder ­lassen am Ende die Nacht ausklingen. Der Kosher Class Room auf der anderen Seite des Treppenhauses öffnet an drei Abenden die Woche. Freitags gibt’s das Schabbat Dinner. Bei Mogg & Melzer, dem Delikatessenladen gleich nebenan, kann man schon früh einkaufen und einen ersten Happen nehmen. In den oberen Etagen ist die Kunst eingezogen: Camera Work, Eigen + Art und Michael Fuchs. Letzterer­ hat auch das Konzept des Hauses entwickelt. Der Berliner Galerist hat für 30 Jahre das gesamte Gebäude gemietet. Demnächst soll noch das Kennedy-Museum hinzukommen.

51 - Sommer 2012

Renaissance des Westens

Mit der westlichen Innenstadt gehe es „steil nach oben“, sagt Stadtentwicklungssenator Michael Müller beim Bezirksbesuch. Ortskundige wissen schon lange, dass es sich rund um den Ku‘damm angenehm wohnt. Mittlerweile interessieren sich aber auch Menschen für den Bezirk, die noch vor kurzem die In-Viertel von Mitte, Prenzlauer Berg und Friedrichshain für das Nonplusultra hielten. Die Folge: Neu geschaffene Wohnungen in der City West finden reißenden Absatz.

51 - Sommer 2012

Phänomen SUV

Mit einem Auto wird bekanntermaßen nicht nur ein Fortbewegungsmittel von A nach B verkauft. Immer entscheidender ist sein emotionaler Mehrwert in Form von Sex-Appeal und Verführungskraft. Und ein Auto kann durchaus Wunschvorstellungen und Machtwünsche befriedigen, eigene Defizite kompensieren und Phantasien sublimieren. Was schließlich ausschlaggebend für eine bestimmte Kaufentscheidung ist, spielt sich auf mannigfaltige Weise in unseren Köpfen ab.

51 - Sommer 2012

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