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Potsdamer Platz – die Geschichte geht weiter

Schon die Anfahrt ist spektakulär. In einem weiten Bogen hält die gelbe U2 an diesem oberirdischen Stück auf die Hochhäuser des Potsdamer Platzes zu. Diesiges Licht strömt in die Wagen und lässt die Fahrgäste von ihren Smartphones aufschauen – Touristen ebenso wie die Berliner. Sie sehen eine Stadtlandschaft, weit und wenig strukturiert, die sich bis zum Horizont zu ziehen scheint. Überspannt von einem Himmel, der so weit ist wie nur an wenigen Orten in Berlin. Lange Zeit sah man hier Brachen und Baugruben.

62 - Frühjahr 2015
Stadt

Fährt wie gedruckt

Die Technik, aus Plastik, Keramik oder Metall Industrie- oder Bauteile mit Hilfe von sogenannten 3-D-Druckern herzustellen, ist längst gängige Praxis. Anwendung findet sie beispielsweise in der Luft- und Raumfahrt, in der Medizintechnik, im Bauwesen und neuerdings auch in der Automobilindustrie. Allerdings verbirgt sich hinter einem solchen 3-D-Drucker ein ziemlich komplizierter Hightech-Apparat, dessen Druckkopf die Konturen aus einem Rohling kratzt bzw. glasfaserverstärkten Klebstoff mittels Düse zu einem Gehäuse oder bestimmten Bauteil formt. Auf diese Weise entstehen Karosserie und Fahrwerk. So bei der Firma Local Motors, die mit dem „Strati“ nach eigenen Angaben das erste Auto produzierte, das fast vollständig aus dem Drucker kommt.

62 - Frühjahr 2015

Trimm dich!

Die gute alte Kniebeuge war lange weg. Sehr lange. Manchmal sah man beinahe verschämt ältere  Menschen ein paar davon machen. Und vielleicht noch einen Klimmzug. Man hat sie heimlich belächelt. Wo es doch Aerobic, Zumba und Faszien-Training gibt! Jetzt ist die Kniebeuge zurück. In Begleitung einiger anderer, wohlerprobter Übungen, die den Körper beinahe mühelos fit halten sollen. Wer Trimmy kennt, ist vorne mit dabei. Alle anderen lesen sich in die Trimmdich-Philosophie ein.

62 - Frühjahr 2015

Auf den Zahn gefühlt

Ungefähr 18 000 Tonnen Nahrungsmittel zerkleinern wir mit unseren Zähnen im Laufe des eigenen Lebens. 18 000 Tonnen! Das sind 18 Millionen Kilogramm. Unsere Zähne, so klein und perlweiß sie auch scheinen, leisten ganze Arbeit. Sie fassen, zerreißen, schneiden, zermahlen, zerschmirgeln; sind mitbestimmend für eine perfekte Aussprache und erhöhen auch noch unsere Attraktivität. Und das alles möglichst lange. Was für eine Leistung! Und doch selbstverständlich.

62 - Frühjahr 2015

Neue Heimat  Kapstadt

Von einem, der auszog und sein Glück gefunden hat.

Zirka 150 000 Deutsche gehen jedes Jahr ins Ausland. Nicht um Urlaub zu machen, sondern um dort zu leben. Manche von ihnen kehren nach wenigen Wochen schon wieder heim; manche nach Jahren. Manche sind Studenten und wollen sich für ein, zwei Semester den Wind der weiten Welt um die Nase wehen lassen; und manche sind Unternehmer und bauen sich in einem anderen Land ein Geschäft auf und kommen trotzdem wieder. Aber manche, manche bleiben für immer. Der Berliner Pierre Dohrmann, 59, ist einer von ihnen. In Westberlin geboren, zog es ihn schon als jungen Mann in die Ferne, bis er in Kapstadt seine neue Heimat gefunden hat. 

62 - Frühjahr 2015

Runde Sachen

Vor 30 Jahren wäre der Arbeitsplatz von Robert Bartko perfekt gewesen. Wenige Meter neben und rund zehn Meter über der ständigen Trainingsstätte von Claudia Pechstein & Co. trennt den Sportdirektor der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft nur ein Seitenblick von den meisten seiner Schützlinge. Mittlerweile verhindert das in den 80er-Jahren aufgebrachte Dach über der Arena im Sportforum des Stadtteils Hohenschönhausen die freie Sicht des Funktionärs auf die Athleten.

62 - Frühjahr 2015
Sport

Golfplätze in Kapstadt

In Kapstadt gibt es eine große Zahl hervorragender Golfplätze. Hobbygolfer und ambitionierte Turnierspieler  schätzen besonders die Architektur und den Pflegezustand der Anlagen. Greenfee-Spieler sind auf den allermeisten Golfplätzen willkommen. Eine Auswahl: 

 

Atlantic Beach Golf Estate

62 - Frühjahr 2015

Das Bildgedächtnis West-Berlins

Klaus Kinski, auch „Journalistenfresser“ in der Branche genannt, lud den Bildjournalisten Harry Croner in seine Wohnung ein, um sich fotografieren zu lassen. Interessanter als Kinski selbst ist an diesen Aufnahmen dessen Wohnungseinrichtung: eine Art Gartenbank, eine merkwürdige Pritsche als Bett, Plakate an den Wänden, Bücherstapel auf dem Boden. 

62 - Frühjahr 2015
Kultur

Freizeitpartner Islandpferd

Behutsam streichelt Vicky Eggertsson ihr Pferd Svafur. Der Wallach ist es noch nicht gewohnt, auf Eis zu gehen. Doch schon nach wenigen Schritten hat er offenkundig nicht das geringste Problem mit dem eisigen Untergrund. Spezielle Hufnägel, ähnlich den Spikes bei einem Leichtathleten, lassen Svafur elegant auf dem eigentlich viel zu glatten Boden sein Können darbieten.

62 - Frühjahr 2015

Das Paradies liegt im Süden Brandenburgs

Man will es nicht glauben, auch das ist Brandenburg. Der Saxdorfer Pfarrgarten liegt wie eine Oase in der berühmten Streusandbüchse. Unweit von Bad Liebenwerda im Landkreis Elbe-Elster. Inmitten unscheinbaren Agrarlands. Unter Gartenfreunden ist er längst kein Geheimtipp mehr. Im RBB wählten sie ihn zu den schönsten Gartenanlagen des Landes. Seit 1967 bewirtschaften der Künstler Hanspeter Bethke und der evangelische Pastor Karl-Heinrich Zahn gemeinsam den 10 000 Quadratmeter großen Pfarrgarten. Nichts ist hier dem Zufall überlassen.

62 - Frühjahr 2015

Adlershof und die Außerirdischen

Erinnern sie sich an Rosetta? Die europäische Raumsonde war Ende letzten Jahres ein Medienstar. Dabei ging es nicht einmal zum Mond oder einem Planeten. Der Komet Tschurjumow-Gerasimenko soll erforscht werden. Mittlerweile liefert die Raumsonde immer neue Bilder von der Oberfläche des Kometen. In Adlershof haben sie auch gejubelt, als der Landeapparat Philae endlich aufsetzte. „Das war ja am Anfang gar nicht so sicher, es hat einige Zeit gedauert, bis er endlich auf dem Kometen zur Ruhe gekommen ist“, so Prof.

62 - Frühjahr 2015
Stadt

Berliner Pantheon

„Jeder soll nach seiner Façon selig werden“ – dieser berühmte Satz von König Friedrich dem Großen ist Hintergrund der Tatsache, dass der – heute als Bebelplatz bekannte –  zentrale Platz des Forums Fridericianum in Berlins historischer Mitte ausgerechnet von einer katholischen Kirche geprägt wird: Das Zentrum der Kapitale des ehemals protestantischen Preußens wird von der grünen Kupferkuppel der katholischen Bischofskirche St. Hedwig bekrönt. Um die Gestaltung der Kathedrale ist nun ein Streit entbrannt.

62 - Frühjahr 2015
Stadt

Im Garten Zu Hause

Ru-u-u-u-he! Vielleicht braucht der Mensch im Garten gar keine üpppige Blumenpracht, sondern nur: Ruhe. Eine Bambusbank vielleicht, darauf ein paar Kissen. Dazu Grün, wohldosiert. Wasser. Weniger ist mehr. Mit diesem Konzept wurde der Deutsche Reinhard Borsch gerade auf der Garten-Messe „Giardina“ in Zürich für seinen spektakulären Japan-Garten „Oase der Ruhe“ ausgezeichnet.

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