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Gelungene Mischung

In der Arminius-Markthalle hat im letzten Jahr das Inseltheater Moabit seinen Heimathafen gefunden, nachdem das Ensemble zuvor viele andere Bühnen Berlins bespielte.

Das denkmalgeschützte Gebäude der Arminius-Markthalle war im letzten Jahr deutschlandweit für den Location Award 2014 nominiert und hat unter 508 Mitstreitern ganz knapp den 1. Platz verpasst. Und dies nicht ohne Grund: Nachdem sie in einem langjährigen Dornröschenschlaf versunken war, wurde die 1891 fertiggestellte Markthalle im Jahr 2010 renoviert und restauriert als Zunfthalle wiedereröffnet. 

62 - Frühjahr 2015
Kultur

Potsdamer Platz – die Geschichte geht weiter

Schon die Anfahrt ist spektakulär. In einem weiten Bogen hält die gelbe U2 an diesem oberirdischen Stück auf die Hochhäuser des Potsdamer Platzes zu. Diesiges Licht strömt in die Wagen und lässt die Fahrgäste von ihren Smartphones aufschauen – Touristen ebenso wie die Berliner. Sie sehen eine Stadtlandschaft, weit und wenig strukturiert, die sich bis zum Horizont zu ziehen scheint. Überspannt von einem Himmel, der so weit ist wie nur an wenigen Orten in Berlin. Lange Zeit sah man hier Brachen und Baugruben.

62 - Frühjahr 2015
Stadt

VAN GOGH ALIVE in der Alten Münze

Am 29. Juli 2015 jährt sich der Todestag des berühmten Malers Vincent Willem van Gogh (1853–1890) zum 125. Mal. Passend zu diesem Anlass gastiert die international erfolgreiche, multimediale Wander-Ausstellung VAN GOGH ALIVE – THE EXPERIENCE über das Leben und Werk des Künstlers vom 14. Mai bis 1. November 2015 in der Alten Münze am Molkenmarkt in Berlin-Mitte.

62 - Frühjahr 2015
Magazin

Das Paradies liegt im Süden Brandenburgs

Man will es nicht glauben, auch das ist Brandenburg. Der Saxdorfer Pfarrgarten liegt wie eine Oase in der berühmten Streusandbüchse. Unweit von Bad Liebenwerda im Landkreis Elbe-Elster. Inmitten unscheinbaren Agrarlands. Unter Gartenfreunden ist er längst kein Geheimtipp mehr. Im RBB wählten sie ihn zu den schönsten Gartenanlagen des Landes. Seit 1967 bewirtschaften der Künstler Hanspeter Bethke und der evangelische Pastor Karl-Heinrich Zahn gemeinsam den 10 000 Quadratmeter großen Pfarrgarten. Nichts ist hier dem Zufall überlassen.

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Runder Geburtstag

Wenn ein Wahrzeichen zum Geburtstag lädt, kommen nicht nur bekannte Gesichter wie der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, der Baustadtrat von Charlottenburg- Wilmersdorf Marc Schulte und Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, sondern auch Künstler wie Markus Nowak, Cosma Nova und Queen 2, die ihre Zuhörer an der Uhr der fließenden Zeit bis in die späten Abendstunden unterhalten hat.

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Stadt

Metropole unter Strom

In keiner anderen Stadt Deutschlands existieren so viele und bedeutsame Zeugnisse des Industriezeitalters wie in Berlin. Dabei spielten die Nachrichtentechnik und Elektroindustrie eine besondere Rolle. Die wiedereröffnete und neu konzipierte Dauerausstellung „Elektropolis Berlin“ im Deutschen Technikmuseum führt durch deren eindrucksvolle Geschichte.

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Kultur

Abseits Mittendrin

Am Köllnischen Park an der Spree ist es ruhig, verschlafen, grün. Nur das Märkische Museum thront inmitten der Bäume und vereinzelter Denkmäler wie zum Beispiel Heinrich Zille in Bronze am Eingang des Parks. Der Ort zählt nicht zu den Hotspots des Berlin-Tourismus. Und am Park wird bisher auch nicht gewohnt. Das wird sich bald ändern. In einem früheren Verwaltungsblock entstehen derzeit sehr exklusive Eigentumswohnungen. 

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Stadt

Fährt wie gedruckt

Die Technik, aus Plastik, Keramik oder Metall Industrie- oder Bauteile mit Hilfe von sogenannten 3-D-Druckern herzustellen, ist längst gängige Praxis. Anwendung findet sie beispielsweise in der Luft- und Raumfahrt, in der Medizintechnik, im Bauwesen und neuerdings auch in der Automobilindustrie. Allerdings verbirgt sich hinter einem solchen 3-D-Drucker ein ziemlich komplizierter Hightech-Apparat, dessen Druckkopf die Konturen aus einem Rohling kratzt bzw. glasfaserverstärkten Klebstoff mittels Düse zu einem Gehäuse oder bestimmten Bauteil formt. Auf diese Weise entstehen Karosserie und Fahrwerk. So bei der Firma Local Motors, die mit dem „Strati“ nach eigenen Angaben das erste Auto produzierte, das fast vollständig aus dem Drucker kommt.

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Lichtgestalt

Der Industriedesigner Ingo Maurer gilt als „Poet des Lichtdesigns“. Seit Mitte der 1960er-Jahre entwickelt er  Lampen, Lichtsysteme und Objekte, die er als Unternehmer in der eigenen Firma in München und in New York herstellt und weltweit vertreibt.  Seine Tischleuchte „Bulb“ befindet sich in der ständigen Sammlung des Museum of Modern Art (MoMA).  Berühmt wurde  der streitbare Designer  ebenso durch sein Statement in der Glühlampendebatte wie durch avantgardistische LED-Leuchten. 

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Das Bildgedächtnis West-Berlins

Klaus Kinski, auch „Journalistenfresser“ in der Branche genannt, lud den Bildjournalisten Harry Croner in seine Wohnung ein, um sich fotografieren zu lassen. Interessanter als Kinski selbst ist an diesen Aufnahmen dessen Wohnungseinrichtung: eine Art Gartenbank, eine merkwürdige Pritsche als Bett, Plakate an den Wänden, Bücherstapel auf dem Boden. 

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Kultur

„Sind die normal oder eklich?“

... fragen sich die Kinder, als ihre Eltern nach erfolgreicher Scheidung beschließen,  es nach Jahren doch nochmal miteinander zu versuchen. „Tag Hicks oder Fliegen für vier“ heißt das Stück, das den diesjährigen „berliner kindertheaterpreis“, gemeinsam ausgeschrieben von Grips-Theater und der Gasag, gewonnen hat.

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Kultur

Mut zur Fuge

Der diesjährige Aprilscherz der Berliner Zeitung mochte so manchem Schlossfan Bauchschmerzen bereitet haben. Fassadenteile würden „an den Betonklotz geschraubt“, war da zu lesen. Und überhaupt: Es war von Fassadenfragmenten des Palasts der Republik die Rede. So weit geht der Spott beim Wiederaufbau des Berliner Schlosses als Humboldtforum, der sicherlich nachvollziehbar ist. Andererseits  sind die künstlerische Dimension des Rekonstruktionsprojekts auch beachtenswert, nämlich bei den Barockfassaden.

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