Sternenfrost und Perlensträhnen
Eisblumen sind vom Aussterben bedroht. Die letzten ihrer Art wachsen im Ländlichen. Die Stadt ist doppelt verglast.
Eisblumen sind vom Aussterben bedroht. Die letzten ihrer Art wachsen im Ländlichen. Die Stadt ist doppelt verglast.
Dass Berlin dazu verdammt ist, immerfort zu werden und niemals zu sein, wusste schon im Jahr 1910 der Publizist und Kunstkritiker Karl Scheffler. Ein oft zitierter Satz, der noch heute gilt. Umso mehr sind Menschen gefragt, die vor oder hinter den Kulissen etwas bewegen und die Stadt ein Stück voranbringen. Wir stellen sie in jeder Ausgabe vor, die Berlin-Macher. Diesmal Ekkehard Streletzki
Seit 35 Jahren sammelt Daimler Kunst. Sehr früh setzten die Autobauer die Schwerpunkte Konzeptkunst, abstrakt geometrische Moderne und Minimalismus. Andy Warhol, Max Bill, Willi Baumeister, Josef Albers sind einige der bekanntesten Protagonisten der Sammlung. Mittlerweile haben die Stuttgarter fast 2000 Werke von etwa 600 Künstlerinnen und Künstlern aus dem In- und Ausland zusammengetragen. Anfangs konzentrierte man sich als regionalen Sammelschwerpunkt auf den südwestdeutschen Raum.
„Ja, das möchste: Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse, vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße ...“ Das Ideal von Kurt Tucholsky wirkt auch heute noch. Die Bauherren in Potsdam-Groß Glienicke erfüllen sich diesen Traum.
Anlässlich seines 70. Geburtstages zeigt die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen die weltweit erste Ausstellung über Martin Scorsese.
Die modernen Feuerstellen können heute überall sein. Sie sind transportabel und benötigen keinen Schornstein mehr. Kamine in vielfältigem Design und mit modernen Technologien haben Hochkonjunktur. Ohne Feuer eben kein Leben!
In einem frühen TV-Porträt über Gesine Cukrowski wurde gesagt: „Keiner kennt ihren Namen. Jeder ihr Gesicht.“ Da ist was dran.
Das markante Gesicht mit den hohen Wangenknochen und den großen hellblauen Augen prägt sich auf Anhieb ein. Aber ihr Name! Wie kompliziert! Hätte sie sich nicht besser einen Künstlernamen zugelegt?
Die Berliner Gropiusstadt feiert ihren 50. Geburtstag. Ein guter Anlass für den Startschuss im Einkaufszentrum „Wutzky“ zur Inbetriebnahme der rund 4500 Glasfaser-Anschlüsse in der Berliner Großsiedlung. Die Mieter in der Gropiusstadt können ab sofort nach dem sogenannten Open-Access-Modell ihren Telefon-, Internet- und TV-Anbieter zwischen mehreren Anbietern frei wählen.
Viel Grün, Spazierwege am Wasser und ein imposantes Ehrenmal – all das und noch viel mehr gibt es in Berlin-Treptow zu entdecken. Doch auch als Wohnort wird dieser innenstadtnahe Ortsteil immer beliebter.
Als erstes Berliner Unternehmen hat die Gasag 1998 eine Klimaschutzvereinbarung zur CO2-Einsparung mit dem Land Berlin geschlossen. Seit der Vereinbarung hat der Energieversorger viel für die Einhaltung der Ziele getan, beispielsweise in moderne Technologien investiert, neue Energiedienstleistungen entwickelt und zahlreiche Klimaschutz-Förderungen etabliert. Eine der Maßnahmen, die Engagement für den Umweltschutz in den Mittelpunkt stellt, ist der Gasag Zukunftswettbewerb. Im Herbst wurden die Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs ausgezeichnet.
Charmant, liebenswürdig und lebhaft ging es bei der Einweihung des Denkmals für die ermordeten Roma und Sinti zu. Der vom Bildhauer und Land-Art-Künstler Dani Karavan geschaffene Gedenkplatz im Tiergarten war von Anbeginn an beides zugleich: ein Ort der Meditation, des Erinnerns oder Nachdenkens und der Begegnungen. Die Kreisform, die der israelische Künstler geschaffen hat, soll an das Zusammensitzen von Roma- oder Sintifamilien erinnern, wie er es selbst in Frankreich in der Nachkriegszeit erlebt hat.
Aus Anlass des Fundes der Büste der Nofretete und mit bisher nie gezeigten Schätzen aus der Amarna-Zeit feiert das ägyptische Museum in einer Sonderausstellung eine Kunst, die nur von kurzer Dauer war, doch vollendete Schönheit hervorbrachte.
Architekt der Nachhaltigkeit – Francis Kéré
Vor sich eine Rolle Transparentpapier und einen grünen Filzstift, malt und schreibt Francis Kéré während des Gesprächs in seinem Kreuzberger Büro immer wieder etwas auf. So, als müsse er das Gesagte vor Augen haben, als traute er den Worten nicht. Intellektuelle Gedankenakrobatik, bei modernen Architekten westlicher Prägung nicht selten, ist ihm fremd. Dieser Architekt glaubt nur den Sinnen, das wird schnell klar und ist wohl auch ein Geheimnis seines Erfolgs. Ergänzt durch soziale Kompetenz. Deshalb, und weil er aus Einfachem architektonisch zuweilen Großes macht, hat die Harvard University den 47-Jährigen kürzlich zum Professor für Städte- und Wohnungsbau berufen. Gerade ist Francis Kéré für zwei Tage in Berlin.
Ein großer Berliner feiert Geburtstag:
Zum 80. Geburtstag des früherer ADAC Generalsyndikus Wolf Wegener
Endlich ist es soweit: Nach einer rund 15-jährigen Planungsgeschichte beginnen jetzt die Bauarbeiten an einem Hochhaus am Breitscheidplatz. 250 Millionen Euro investiert die Strabag Real Estate GmbH in den auf den Namen Upper West getauften Turm. Und auch der Hauptmieter steht schon fest.