Artikelliste

Auf Linie

Der Norweger Hans-Christian Bauer hat die klassischen Rillenvasen des Dänen Svend Hammershøi neu interpretiert. Svend Hammershøi war ein bedeutender dänischer Keramiker. 55 Jahre seines Lebens arbeitete er für das Familienunternehmen Kähler in Næstved auf Seeland. Besonders seine gigantischen Rillenvasen aus rotem Ton wurden berühmt. Bald 70 Jahre nach seinem Tod hat der Produktdesigner Hans-Christian Bauer Hammershøis Stilistik aufgenommen und entwirft von der Vase bis zum Speisegeschirr alles, was auf den Tisch gehört. „Diese Linien!“, schwärmt der junge Norweger. Es ist seine Erinnerungsarbeit für ein großes Vorbild.

77 - Winter 2019

Flowerpower auf der U7

Nun steht auch die Moderne im Untergrund unter Denkmalschutz. U-Bahn fährt für gewöhnlich, wer es eilig hat, von A nach B zu kommen. Trotzdem kann das Fahren im Untergrund auch ein Lehrpfad für städtische Architekturgeschichte sein. Wer die U-Bahnhöfe von Berlin kennt, hat schon viel von der Geschichte der Stadt gesehen. Angefangen mit der Kaiserzeit über die Weimarer Republik, die Nazizeit und die  Nachkriegszeit der geteilten Stadt, haben alle Epochen ihre eindrücklichen Spuren hinterlassen. Deshalb steht ein Großteil der Bahnhöfe schon unter Denkmalschutz. Vor allem in den Stadtteilen Schöneberg und Wilmersdorf sind  beeindruckende Beispiele aus der frühen Bauzeit zu finden, zum Beispiel die Stationen Wittenbergplatz und Heidelberger Platz. 

77 - Winter 2019
Stadt

Der besondere Draht

Regisseurinnen rückten in diesem Jahr in den Fokus der Berlinale. Die Retrospektive der Internatio-nalen Filmfestspiele zeigte unter dem Titel „Selbstbestimmt. Perspektiven von Filmemacherinnen“ eine Auswahl von Filmen, die Frauen verantwortet haben. Aber abgesehen von diesem aktuellen Ereignis lohnt ein Blick in die weibliche Filmgeschichte. 

77 - Winter 2019
Kultur

Stadtplanung am Wasser

Die Wasserstadt an der Rummelsburger Bucht ist eines der größten Berliner Städtebauprojekte seit dem Fall der Mauer und steht nun vor der Vollendung.Mit dem Bebauungsplan „Ostkreuz“ soll das Gebiet der Wasserstadt an den gleichnamigen Bahnhof angeschlossen werden. Der Stadtteil mit einer Fläche von insgesamt 131 Hektar umfasst sowohl das Lichtenberger Ufer mit seinen dunkelroten Backsteinblöcken als auch die Townhouses auf der Halbinsel Stralau. Was dem Ort bis heute fehlt, ist ein angemessener Zugang. Wer den Bahnhof Ostkreuz in Richtung Süden verlässt und die Bucht sucht, verliert sich auf verwilderten Brachflächen und verwüsteten Obdachlosencamps. Doch es stehen schon Bauzäune. Der israelische Investor Benjamin Kahn plant an dieser Stelle für 40 Millionen Euro ein Hotel, Luxuswohnungen und ein Aquarium. Bisher scheitert die Umsetzung an Protesten von Anwohnern.

77 - Winter 2019
Stadt, Titel

Sky Suiten mit Panoramablick

Der Blick aus 110 Meter Höhe über die Berliner City ist schon spektakulär. Von der 37. Etage des Park Inn by Radisson Berlin Alexanderplatz aus lässt sich eine unvergleichliche Aussicht weit über die Grenzen der Hauptstadt genießen. In die ehemalige Eventetage, die früher als Casino diente, sind 16 exklusive Sky Suiten eingezogen. Die neuen eleganten Wohnbereiche des höchsten Hotels Deutschlands sind 45 bis 120 Quadratmeter groß und bestechen durch ihre geradlinig stilvolle Innenarchitektur, in der edle Materialien und gediegene Farben dominieren. 

77 - Winter 2019

„Als Baum würde ich auswandern“

Bäume im Winter wirken wie feine Zeichnungen in der graubunten Stadt. Aber bald schon wieder öffnen sich Knospen zu Blüten oder Blättern, wird zartes zu sattem Grün. Die Blüten und Blätter geben den filigranen Gestalten Opulenz. Grün im Überfluss. Schatten und Kühle. Das beredte Rascheln. Vorher noch tauchen die japanischen Zieräpfel und weißblühenden Pflaumen die wintermüden Straßen in ein duftiges Schaumbad. Christian Hönig, Referent für Baumschutz beim Umweltverband BUND sagt aber: „Mich faszinieren mehr die Ahorne. Das Neongrün. Wenn sie blühen, beginnt für mich der Frühling in der Stadt.“ 

77 - Winter 2019
Stadt

Dieter Kosslick verabschiedet sich mit einem erfolgreichen Festival

Zum Publikumstag am 17. Februar strömten noch einmal zahlreiche Zuschauer in die Kinos, um Festivalhighlights aus allen Sektionen zu erleben. Mit rund 335 000 verkauften Tickets – d. h. einer leichten Steigerung im Vergleich zum Vorjahr – und einem vielseitigen Programm war die Berlinale 2019 ein großer Publikumserfolg, dessen Höhepunkt die feierliche Preisverleihung am 16. Februar im Berlinale Palast bildete.

77 - Winter 2019
Magazin

Grüße aus Berlinchen

Eine waldreiche Seenlandschaft und interessante Geschichte erwartet den Besucher 80 Kilometer hinter der deutsch-polnischen Grenze. Berlinchen, auf einen Ort dieses Namens muss man als Berlinerin einfach neugierig sein. Die Entscheidung für eine Reise fällt beim Blick auf die Karte dann auch nicht schwer, scheint die Gegend doch auch landschaftlich einige Vorzüge zu besitzen. Einen großen See mit vier Inseln etwa, kleine Waldseen und einen Fluss, der hier entspringt, die Plöne. Ausgedehnte Wälder befinden sich südlich der Stadt. Schon der Weg nach Barlinek, wie Berlinchen heute polnisch heißt, führt immer wieder durch weite hügelige Landschaft und an klaren buchtenreichen Seen vorbei. Die nächste größere Stadt Landsberg an der Warthe, heute Gorzów, liegt etwa 30 Kilometer von Berlinchen entfernt. Dort befindet sich auch der Sitz der örtlichen Naturparkverwaltung.

77 - Winter 2019

In Zukunft Fliegende Taxis

Mobilität und Infrastruktur für die Zukunft zu gestalten, sind große Herausforderungen. In manchen Großstädten sitzen Autofahrer jährlich hundert Stunden im Stau, in Deutschland etwa die Hälfte. Bis 2050 werden siebzig Prozent der Menschen in urbanen Räumen leben. Unser „Jahrhundert der Städte“ zwingt uns, vor allem Mobilität neu zu denken.

77 - Winter 2019

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