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Der schwere Weg der Kartoffel

Nein. Friedrich II. hat keine Kartoffeln gegessen. Zumindest weist der Speiseplan keine auf, erfährt man in der Ausstellung „König&Kartoffel“ im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam. Dabei hat er sich doch auch als Kartoffelkönig in Szene gesetzt. Hat er, wie seine Untertanen, dieses Nachtschattengewächs skeptisch beäugt, daran gerochen, geleckt und es dann den Hunden zum Fraß vorgeworfen? Und selbst die Hunde mochten es nicht.

52 - Herbst 2012

Büros für die neue Zeit

Ein Arbeitsleben lang im selben Unternehmen, werktags von neun bis fünf – diese Arbeitsform wird immer seltener. Für Trendforscher steht fest: Die Zukunft gehört flexiblen und mobilen Arbeitsweisen. Auf diese gesellschaftliche Veränderung reagieren immer mehr Unternehmen, indem sie Büros anbieten, die auf die spezifischen Bedürfnisse dieser neuen Klientel eingehen.

52 - Herbst 2012

Extrem Belastbar

Theaterliebling und Fernsehstar Götz Schubert

Nur an seiner Stimme kann man Götz Schubert in jeder Rolle und jeder Maske erkennen. Klangvoll ist sie, dunkler Celloton, reiner Wohllaut.

Der 49-jährige Schauspieler ist wandlungsfähig bis zur Selbstverleugnung. Er faszinierte als psychopathischer Jung-Hitler in Taboris „Mein Kampf“ genauso wie als rührend naiver Hau­drauf Siegfried in Rinkes von Dieter Wedel inszenierten „Nibelungen“ bei den Festspielen in Worms. Furore bei Publikum und Kritik machte er mit seinen Ein-Mann-Abenden am Gorki-Theater und am Deutschen Theater in Berlin, zum Beispiel als umwerfend komischer Stasi-Hengst Klaus Uhltzscht in Brussigs „Helden wie wir“ oder als manischer Mime in „Kean“. Immer wieder beweist Schubert seinen Sonderstatus als Super-Schauspieler. Zuletzt 2011 bei den Dresdener Zwinger-Festspielen als August der Starke in „Die Mätresse des Königs“. Da zeigte er souverän, dass ein großer Schauspieler sogar in einer Szene, die er mit nacktem Hintern absolvieren muss, durchaus Haltung bewahren kann.

52 - Herbst 2012

„Ich gehöre Zeus“

Bereits um 1000 v. Chr. war in Olympia das antike Heiligtum als Kultstätte für Zeus gegründet worden. Doch erst später erhielt der oberste Gott der griechischen Mythologie dort ein eigenes Haus. Im Lichthof des Gropiusbaus wurden jetzt die 30 Meter langen Giebel dieses skulpturengeschmückten Tempels rekonstruiert.

52 - Herbst 2012
Kultur

Universum Schinkel

Die Staatlichen Museen zu Berlin präsentieren in einer Ausstellung des Kupferstichkabinetts Preußens bedeutendsten Architekten nicht nur als wichtigsten Baumeister des deutschen Klassizismus, sondern gleichsam als genialischen Universalkünstler, Wirtschaftsförderer und Geschichtsvermittler.

52 - Herbst 2012
Kultur

Schöner schwitzen

Wer eine Ahnung davon bekommen will, was ein Aufgussweltmeister ist, der ist im Satama-Saunapark richtig. Der Saunameister verteilt zuerst Crash-Eis und ätherische Öle auf den heißen Steinen. Dann vollführt er mit Handtuch und Birkenzweigen geradezu eine Art Ballett. Schamanenaufguss nennt sich das Ganze. Zu Trommelmusik wirbelt der junge Mann die Arme durch die Luft. Wem zu heiß ist, der verlässt die Saunakammer. Der Aufguss, der anderswo am Ende doch nur das Schwitzen anregen soll, hier wird er zum Event.

52 - Herbst 2012

Golf à la Suisse

An der Sieben gab’s auch für Severiano Ballesteros nichts zu verbessern. Die Sieben auf dem Parcours Plan-Bramois des Golf Clubs Crans-sur-Sierre gilt schon seit jeher als eine der spektakulärsten Golfbahnen der Schweiz. Dabei ist das gerade mal 260 Meter lange Par-4-Loch vor allem bei notorischen Slicern gefürchtet: Das Fairway hängt stark nach rechts und bestraft verzogene Abschläge gnadenlos. Gol­f­erisch gewiss nicht jedermanns Sache, diese Sieben.

52 - Herbst 2012

Heimat für Wildtiere

Der ehemalige Militärübungsplatz Döberitzer Heide ist wichtiger Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen

Sie ziehen durch weites karges Steppenland, fressen auf ihren langen Wanderungen vor allem Gräser und Kräuter und leben in einem sozial stabilen Herdenverband. Przewalski-Pferde haben als einzige Wildpferdart bis heute überlebt. Freilebende Tiere allerdings wurden zuletzt in den 1960er Jahren in Zentralasien gesichtet. Intensive Jagd auf sie, Verdrängung durch Weidetierhaltung und strenge Winter werden als mögliche Ursachen genannt für den Rückgang der Herden bis hin zum Aussterben. Nur durch Züchtung in Gefangenschaft ist die Art erhalten geblieben.

52 - Herbst 2012

Berlin-Macher

Dass Berlin dazu verdammt ist, immerfort zu werden und niemals zu sein, wusste schon im Jahr 1910 der Publizist und Kunstkritiker Karl Scheffler. Ein oft zitierter Satz, der noch heute gilt. Umso mehr sind Menschen gefragt, die vor oder hinter den Kulissen etwas bewegen und die Stadt ein Stück voranbringen. Wir stellen sie in jeder Ausgabe vor, die Berlin-Macher. Diesmal Roland Hetzer

52 - Herbst 2012

Mobil bleiben und Sport treiben mit künstlichem Hüftgelenk

Von Prof. Dr. med. Jörg Scholz, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, HELIOS Klinikum Emil von Behring in Berlin-Zehlendorf

Zu den weltweit erfolgreichsten Eingriffen zählt die operative Behandlung des Hüftgelenkes durch den Einsatz eines Kunstgelenkes. Nötig wird die Operation aufgrund der Verschleißkrankheit, der sogenannten Arthrose, die Schmerzen verursacht und Bewegungsabläufe sowie die Mobilität beeinträchtigt. In Deutschland werden pro Jahr etwa 250 000 solcher Gelenke eingesetzt.

52 - Herbst 2012

Mehr Weltteil als Stadt

Kaum eine andere Großstadt war so vielen grundlegenden Veränderungen unterworfen wie Berlin. Glanzvolle Epochen wechselten mit dunklen Zeiten. Heute attraktive Mitte Europas,Touristenmagnet, Kunst- und Kulturmetropole und wichtiges Zentrum der digitalen Wirtschaft, blickt Berlin auf eine wechselvolle Geschichte zurück. In diesem Herbst feiert die deutsche Hauptstadt 775. Geburtstag.

52 - Herbst 2012
Stadt

Alte Handwerkskunst neu geschnürt

die Korsettmanufaktur TO.mTO Berlin

Die Forderung nach korsettloser Frauen­kleidung war vor mehr als 100 Jahren ein wichtiger Aspekt in der Frauenbewegung. Nach einem langen und erbitterten Kampf gegen die ­Einschnürung des weiblichen Körpers ist das moderne Korsett seit den 1990er Jahren durch ­Musikszene und Modewelt wieder en vogue.

52 - Herbst 2012

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