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Der schwere Weg der Kartoffel

Nein. Friedrich II. hat keine Kartoffeln gegessen. Zumindest weist der Speiseplan keine auf, erfährt man in der Ausstellung „König&Kartoffel“ im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam. Dabei hat er sich doch auch als Kartoffelkönig in Szene gesetzt. Hat er, wie seine Untertanen, dieses Nachtschattengewächs skeptisch beäugt, daran gerochen, geleckt und es dann den Hunden zum Fraß vorgeworfen? Und selbst die Hunde mochten es nicht.

52 - Herbst 2012

Heimat für Wildtiere

Der ehemalige Militärübungsplatz Döberitzer Heide ist wichtiger Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen

Sie ziehen durch weites karges Steppenland, fressen auf ihren langen Wanderungen vor allem Gräser und Kräuter und leben in einem sozial stabilen Herdenverband. Przewalski-Pferde haben als einzige Wildpferdart bis heute überlebt. Freilebende Tiere allerdings wurden zuletzt in den 1960er Jahren in Zentralasien gesichtet. Intensive Jagd auf sie, Verdrängung durch Weidetierhaltung und strenge Winter werden als mögliche Ursachen genannt für den Rückgang der Herden bis hin zum Aussterben. Nur durch Züchtung in Gefangenschaft ist die Art erhalten geblieben.

52 - Herbst 2012

Bilder aus der Welt von Gestern

Unter dem Titel „Geschlossene Gesellschaft“ zeigt die Berlinische Galerie die erste Retrospektive zur künstlerischen Fotografie in der DDR.

Welche Rolle spielte die Fotografie zwischen ideologischer Bildpropaganda und Ausdruck eines individuellen Lebensgefühls, zwischen agitatorischer Dokumentation und künstlerischer Position? Mit derartigen Fragestellungen beschäftigt sich derzeit der Arbeitskreis Kunst in der DDR. Damit will er einen Beitrag zur weiteren Erforschung der Fotografie in der DDR in der Zeit von 1949 bis 1989 leisten, die noch in den Anfängen stecke. Beispielsweise gilt es auch zu analysieren, unter welchen ökonomischen Bedingungen, in welchen Nischen, aber ebenso in welchen Grauzonen Fotografie entstand.

52 - Herbst 2012
Kultur

Lottner und Marterer

internationale Deutsche Jugendmeister

Von ihrer besten Seite zeigten sich die deutschen Nachwuchsspieler bei den Finalspielen der Internationalen Deutschen Jugend-Tennismeisterschaften. Topfavoritin Antonia Lottner aus Düsseldorf wurde durch einen überzeugenden Sieg gegen Anhelina Kalinina aus der Ukraine neue Titelträgerin und damit Nachfolgerin von z. B. Steffi Graf, Claudia Kohde-Kilsch und Sarah Errani. Mit diesem Sieg erreicht Antonia erstmals die Top Ten der Jugendweltrangliste und wird jetzt auf Platz 3 geführt.

52 - Herbst 2012
Sport

Universum Schinkel

Die Staatlichen Museen zu Berlin präsentieren in einer Ausstellung des Kupferstichkabinetts Preußens bedeutendsten Architekten nicht nur als wichtigsten Baumeister des deutschen Klassizismus, sondern gleichsam als genialischen Universalkünstler, Wirtschaftsförderer und Geschichtsvermittler.

52 - Herbst 2012
Kultur

„Ich gehöre Zeus“

Bereits um 1000 v. Chr. war in Olympia das antike Heiligtum als Kultstätte für Zeus gegründet worden. Doch erst später erhielt der oberste Gott der griechischen Mythologie dort ein eigenes Haus. Im Lichthof des Gropiusbaus wurden jetzt die 30 Meter langen Giebel dieses skulpturengeschmückten Tempels rekonstruiert.

52 - Herbst 2012
Kultur

Generation Golf Sieben

Im Mittelalter schätzte man Siebenerreihen: sieben Tugenden, sieben Künste, sieben Wissenschaften, sieben Lebensalter. Esoterik oder Symbolik zu bemühen, ist allerdings beim siebten Golf überflüssig. Er war eines der erfolgreichsten Automodelle überhaupt und wird es weiterhin sein, denn auch die siebte Generation schreibt sicherlich die Erfolgsgeschichte fort, die 1974 begann.

52 - Herbst 2012

Rolex, Gucci und Co.

Die Kunden strömen, der Umsatz stimmt, und die letzten Lücken werden geschlossen. Am Ku’damm florieren die Geschäfte für den Einzelhandel.

Es ist es noch gar nicht so lange her, dass Beobachter den Kurfürstendamm auf dem absteigenden Ast sahen. Nach der Wende entstand mit der Friedrichstraße eine starke Konkurrenz in Ostteil der Stadt, die vor allem Luxusmarken anzog. Vielen erschien der gute alte Kurfürstendamm als beliebig, langweilig und etwas verstaubt. Und als dann auch noch traditionsreiche Kaffeehäuser wie das Café Möhring dicht machten und mehrere Kinos aufgeben muss­ten, war das Wehklagen über den Niedergang der Prachtstraße groß.

52 - Herbst 2012
Stadt

Marcel Haremza holt den Gesamtsieg, Constantin Schwierz gewinnt die Championship

Marcel Haremza hat den Pott: Dem 34-jährigen Professional aus Dießen am Ammersee genügte bei der Fulda EPD (European Professional Development ) Tour Championship auf dem Platz des Golfclubs Hofgut Praforst in Hünfeld ein geteilter 25. Rang (218/+2), um die Gesamtwertung der EPD Tour 2012 mit 26.362,12 Euro für sich zu entscheiden. Den Sieg beim letzten Turnier des Jahres sicherte sich der Münchner Constantin Schwierz (67, 71, 69/-9) vor Christoph Günther aus Oberammergau und Fabian Becker (Kassel), die Platz 2 mit 8 teilten.

52 - Herbst 2012
Sport

Das verschollene Varieté

Im Herzen von Berlin wurde nach etwa 80 Jahren ein längst in ­Vergessenheit geratenes Theater wiederentdeckt. Ein Berliner Immobilien-Unternehmer hat 2008 ein halb verfallenes Varietéhaus von 1905 im Hinterhof der Gartenstraße 6 in Berlin-Mitte entdeckt. Inmitten von Wohnhäusern und nur wenige Meter vom bekannten Stadtbad Mitte entfernt, steht ein unscheinbares Gebäude, dessen heruntergekommene Fassade mit zugemauerten Fenstern nicht erahnen lässt, ­welche beeindruckende Architektur sich im Inneren verbirgt.

52 - Herbst 2012
Stadt

Lebensspender und Heilquelle

Der Mensch kann etwa einen Monat ohne Nahrung leben, aber nur fünf bis sieben Tage ohne zu trinken. Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Jedoch auch äußerlich angewendet in Form von Bädern, Güssen oder Wickeln entfaltet das Lebenselixier seine wohltuende Wirkung.

„Alles ist aus dem Wasser entsprungen und alles wird durch Wasser erhalten.“ Treffender als es Johann Wolfgang von Goethe formulierte, lässt sich die Bedeutung des neben Feuer, Luft und Erde vierten Urelements nicht beschreiben. Sauberes Wasser ist ein Menschenrecht. Wir trinken es, waschen uns damit, bewirtschaften unsere Felder und erzeugen Energie mit Wasser. Und nicht zuletzt hat der flüssige Grundstein des Lebens auch auf unsere Gesundheit wohltuenden Einfluss.

52 - Herbst 2012

Tapete

Die Renaissance eines Klassikers

Kulturgut Tapete
Als 1930 der Bauhaus-Direktor und Architekt Hannes Meyer an seiner Hochschule – nach anfänglichem Widerwillen – einen Wettbewerb zur Gestaltung von Tapeten stattfinden ließ, ahnte er nicht, dass er damit den Grundstein für die Akzeptanz und Verbreitung der modernen Tapete legte. Auf der Grundlage dieses Wettbewerbs entstand die sogenannte „blaue Bauhaus-Karte“, die sich binnen vier Jahren mit über sechs Millionen Rollen verkaufen ließ.

52 - Herbst 2012

Alte Handwerkskunst neu geschnürt

die Korsettmanufaktur TO.mTO Berlin

Die Forderung nach korsettloser Frauen­kleidung war vor mehr als 100 Jahren ein wichtiger Aspekt in der Frauenbewegung. Nach einem langen und erbitterten Kampf gegen die ­Einschnürung des weiblichen Körpers ist das moderne Korsett seit den 1990er Jahren durch ­Musikszene und Modewelt wieder en vogue.

52 - Herbst 2012

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