Artikelliste

Heimat Großsiedlung

Vor fünfzig Jahren legten der Architekt Walter Gropius und der Regierende Bürgermeister Willy Brandt den Grundstein für die Gropiusstadt. Seither hat die Großsiedlung am südöstlichen Rand Berlins gute und vor allem weniger gute Zeiten durchgemacht. Heute sind Politiker und Vermieter überzeugt, dass die Gropiusstadt beste Zukunftsaussichten als attraktiver Wohnort vor allem für Familien hat.

52 - Herbst 2012
Stadt

Der schwere Weg der Kartoffel

Nein. Friedrich II. hat keine Kartoffeln gegessen. Zumindest weist der Speiseplan keine auf, erfährt man in der Ausstellung „König&Kartoffel“ im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam. Dabei hat er sich doch auch als Kartoffelkönig in Szene gesetzt. Hat er, wie seine Untertanen, dieses Nachtschattengewächs skeptisch beäugt, daran gerochen, geleckt und es dann den Hunden zum Fraß vorgeworfen? Und selbst die Hunde mochten es nicht.

52 - Herbst 2012

Rolex, Gucci und Co.

Die Kunden strömen, der Umsatz stimmt, und die letzten Lücken werden geschlossen. Am Ku’damm florieren die Geschäfte für den Einzelhandel.

Es ist es noch gar nicht so lange her, dass Beobachter den Kurfürstendamm auf dem absteigenden Ast sahen. Nach der Wende entstand mit der Friedrichstraße eine starke Konkurrenz in Ostteil der Stadt, die vor allem Luxusmarken anzog. Vielen erschien der gute alte Kurfürstendamm als beliebig, langweilig und etwas verstaubt. Und als dann auch noch traditionsreiche Kaffeehäuser wie das Café Möhring dicht machten und mehrere Kinos aufgeben muss­ten, war das Wehklagen über den Niedergang der Prachtstraße groß.

52 - Herbst 2012
Stadt

Universum Schinkel

Die Staatlichen Museen zu Berlin präsentieren in einer Ausstellung des Kupferstichkabinetts Preußens bedeutendsten Architekten nicht nur als wichtigsten Baumeister des deutschen Klassizismus, sondern gleichsam als genialischen Universalkünstler, Wirtschaftsförderer und Geschichtsvermittler.

52 - Herbst 2012
Kultur

Smart vernetzt

Trotz Konjunktursorgen ist die Internationale Funkausstellung als wichtigster Handelsplatz für Unterhaltungselektronik und Hausgeräte weltweit auf Erfolgskurs. In diesem Jahr dominierten vor allem intelligente Technologien sowie bedienfreundliche und energieeffiziente Geräte.

52 - Herbst 2012

Spielen wie im richtigen Leben

„Erstens, man soll Menschen nicht trennen, die zusammengehören. Zweitens: Schule kann auch Spaß machen“, fasste die Jury des Berliner Kindertheaterpreises 2011, zu der auch Schauspieler Axel Prahl gehört, den tieferen Sinn von „Leon und Leonie“ zusammen. Das Stück des Autors Thilo Reffert ist der Gewinner des Preises, der gemeinsam vom Grips-Theater und der Gasag ausgelobt wurde.

52 - Herbst 2012
Kultur

Alte Handwerkskunst neu geschnürt

die Korsettmanufaktur TO.mTO Berlin

Die Forderung nach korsettloser Frauen­kleidung war vor mehr als 100 Jahren ein wichtiger Aspekt in der Frauenbewegung. Nach einem langen und erbitterten Kampf gegen die ­Einschnürung des weiblichen Körpers ist das moderne Korsett seit den 1990er Jahren durch ­Musikszene und Modewelt wieder en vogue.

52 - Herbst 2012

Das verschollene Varieté

Im Herzen von Berlin wurde nach etwa 80 Jahren ein längst in ­Vergessenheit geratenes Theater wiederentdeckt. Ein Berliner Immobilien-Unternehmer hat 2008 ein halb verfallenes Varietéhaus von 1905 im Hinterhof der Gartenstraße 6 in Berlin-Mitte entdeckt. Inmitten von Wohnhäusern und nur wenige Meter vom bekannten Stadtbad Mitte entfernt, steht ein unscheinbares Gebäude, dessen heruntergekommene Fassade mit zugemauerten Fenstern nicht erahnen lässt, ­welche beeindruckende Architektur sich im Inneren verbirgt.

52 - Herbst 2012
Stadt

Golf à la Suisse

An der Sieben gab’s auch für Severiano Ballesteros nichts zu verbessern. Die Sieben auf dem Parcours Plan-Bramois des Golf Clubs Crans-sur-Sierre gilt schon seit jeher als eine der spektakulärsten Golfbahnen der Schweiz. Dabei ist das gerade mal 260 Meter lange Par-4-Loch vor allem bei notorischen Slicern gefürchtet: Das Fairway hängt stark nach rechts und bestraft verzogene Abschläge gnadenlos. Gol­f­erisch gewiss nicht jedermanns Sache, diese Sieben.

52 - Herbst 2012

Lebensspender und Heilquelle

Der Mensch kann etwa einen Monat ohne Nahrung leben, aber nur fünf bis sieben Tage ohne zu trinken. Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Jedoch auch äußerlich angewendet in Form von Bädern, Güssen oder Wickeln entfaltet das Lebenselixier seine wohltuende Wirkung.

„Alles ist aus dem Wasser entsprungen und alles wird durch Wasser erhalten.“ Treffender als es Johann Wolfgang von Goethe formulierte, lässt sich die Bedeutung des neben Feuer, Luft und Erde vierten Urelements nicht beschreiben. Sauberes Wasser ist ein Menschenrecht. Wir trinken es, waschen uns damit, bewirtschaften unsere Felder und erzeugen Energie mit Wasser. Und nicht zuletzt hat der flüssige Grundstein des Lebens auch auf unsere Gesundheit wohltuenden Einfluss.

52 - Herbst 2012

Lottner und Marterer

internationale Deutsche Jugendmeister

Von ihrer besten Seite zeigten sich die deutschen Nachwuchsspieler bei den Finalspielen der Internationalen Deutschen Jugend-Tennismeisterschaften. Topfavoritin Antonia Lottner aus Düsseldorf wurde durch einen überzeugenden Sieg gegen Anhelina Kalinina aus der Ukraine neue Titelträgerin und damit Nachfolgerin von z. B. Steffi Graf, Claudia Kohde-Kilsch und Sarah Errani. Mit diesem Sieg erreicht Antonia erstmals die Top Ten der Jugendweltrangliste und wird jetzt auf Platz 3 geführt.

52 - Herbst 2012
Sport

Nachbarn der Wildnis

„Die Kunst ist der nächste Nachbar der Wildnis“ Karl Ganser

Diese Mischung gibt es so wahrscheinlich nur in Berlin. Eine alte Lok, verwaiste Gleisanlagen und Schuppen inmitten 18 Hektar ursprünglicher Natur, von moderner Kunst durchdrungen. Im Natur-Park Schöneberger Südgelände ist diese faszinierende Melange zu finden. Er befindet sich auf dem Gelände des eins­tigen Tempelhofer Rangierbahnhofs, unweit des S-Bahnrings. Bis 1952 war der Betrieb hier weitgehend eingestellt worden. Vom Anhalter Bahnhof fuhren keine Fernzüge mehr ab. Die Natur nahm von dem Gelände Besitz. Trockenrasen, Stauden und Wald machten das Gebiet zum Naturid­yll.

52 - Herbst 2012
Stadt

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