Artikelliste

Mein Loft ist zu klein – Wohndimension im Wandel

Man sitzt in seinem Sesselchen, hinter einem das Bücher-regal, CDs stapeln sich in der Ecke, der Kleiderschrank beansprucht mehr Platz als ihm zusteht und das Bett darf ja nun bitte mindestens 140 breit sein. Man fühlt sich wohl in der Höhle und beengt. Da hilft nicht mal der Spiegel, der doch den Raum optisch aufbricht oder das Bild mit einem tiefenwirksamen Blauklecks neben Orange und Grün. Unterm Bett stapeln sich Schachteln und Skisachen. Spätestens da fällt einem womöglich der Satz ein, Träume dürfen groß sein.

60 - Herbst 2014

Energiepflanzen liefern grunen Strom

Die Gasag investiert zwei Jahre nach Inbetriebnahme der Schwedter Bio-Erdgas-Produktionsstätte in eine zweite Ausbaustufe. Während andernorts in Brandenburg wieder Braunkohle als Energieträger zur Stromerzeugung en vogue ist, hält die Gasag an ihrer Strategie fest, mit ihren Mitteln den Ausbau der erneuerbaren Energien in der Region voranzutreiben. Dafür hat die Gasag-Gruppe schon vor fünf Jahren in eine Biogas-Anlage in Rathenow investiert.

60 - Herbst 2014

Untergetaucht

Eine junge Jüdin taucht im Berlin der Nazi-Zeit unter, um der Deportation zu entkommen. Marie Jalowicz Simon erzählt vom Überleben als deutsche Jüdin in Berlin. Die Tochter aus bürgerlichem Haus hatte wie so viele keine andere Wahl als in der ihr vertrauten Stadt unterzutauchen. Mehr als 50 Jahre später erzählt die spätere Professorin für Antike Literatur und Kulturgeschichte für ihren Sohn die Geschichte ihres Überlebens auf 77 Tonbändern.

60 - Herbst 2014

Park am Gleisdreieck

Joseph Roth im Hochgras. Eine Fiktion. Es ist nicht wahr geworden, was Joseph Roth 1924 über die Zukunft des Gleisdreiecks prophezeite: „Schüchtern und verstaubt werden die zukünftigen Gräser zwischen metallenen Schwellen blühen. Die ‚Landschaft‘ bekommt eine eiserne Maske.“ Nein, das Gleisdreieck hat die Eisenfratze der Industrialisierung abgelegt, und das Gras wächst mutig, ist erlaubt. Hier ist ein Park geworden, der Park am Gleisdreieck.

60 - Herbst 2014
Stadt

Steckbrief: Blumers Architekten

Für uns bedeutet das Planen von großen Projekten mehr als Nachdenken und Mitdenken, nämlich Vordenken ...

Leibnizstraße 80 in Berlin-Charlottenburg. Hier sitzt Blumers Architekten, ein junges und kreatives Team, das die Hauptstadt in den vergangenen 15 Jahren mit interessanten Projekten und Ideen mitgestaltet hat. Und auch für die Zukunft hat sich das Team einiges vorgenommen.

60 - Herbst 2014

Nomen est omen

„Auch die kostbarste Uhr zählt nicht mehr als sechzig Minuten in der Stunde“, besagt ein altes Sprichwort. Aber bei einer Rolex sind diese Minuten am schönsten. Ein Besuch in der Rolex Boutique am Kurfürstendamm.

60 - Herbst 2014

Vision vom Mauerfall

Sprichwörtlich werfen große und kommende Ereignisse ihre Schatten voraus. Manchmal auch in unseren Träumen. Zwei geschichtsträchtige Ereignisse prägen in diesem Jahr unser kollektives Erinnerungsbewusstsein: der Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren und der Fall der Berliner Mauer vor 25 Jahren. Über beide wird ausführlich berichtet und reflektiert. Weniger bekannt und kolportiert sind Traumvisionen, die diesen bedeutenden Jahrhundertereignissen vorausgingen. 

60 - Herbst 2014

Schnelle Diagnose fur bessere Heilungschancen

Interdisziplinäre Sprechstunde für stressbedingte Störungen im Jüdischen Krankenhaus Berlin. Das moderne Leben ist bequem, es wird aber auch immer komplexer in seinen Möglichkeiten. Zunehmende Mobilität und die ständige Verfügbarkeit von Informationen machen uns unabhängig, bieten Chancen wie Risiken. Denn zu viele Informationen können auch überfordern oder falsch interpretiert werden. So kommt es auch in der Medizin und besonders beim Diagnostizieren von Krankheiten oftmals zu Fehleinschätzungen.

60 - Herbst 2014

Die Evolutionsfalle

Detlev Ganten zählt zu den internationalen Kapazitäten der Medizinforschung auf dem Gebiet der molekularen Genetik von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Pharmakologe und Molekularmediziner ist Autor des Buches: „Die Steinzeit steckt uns in den Knochen – Gesundheit als Erbe der Evolution.“ Seit 2009 ist er Präsident des World Health Summit. Der Weltgesundheitskongress findet jährlich in Berlin statt. Karen Schröder sprach mit Prof. Detlev Ganten über Evolutionsmedizin.

60 - Herbst 2014

Berlin-Macher

Dass Berlin dazu verdammt ist, immerfort zu werden und niemals zu sein, wusste schon im Jahr 1910 der Publizist und Kunstkritiker Karl Scheffler. Ein oft zitierter Satz, der noch heute gilt. Umso mehr sind Menschen gefragt, die vor oder hinter den Kulissen etwas bewegen und die Stadt ein Stück voranbringen. Wir stellen sie in jeder Ausgabe vor, die Berlin-Macher. Diesmal Christiane Theobald.

60 - Herbst 2014

Casual Concerts in Zehlendorf

Pünktlich zur kalten Jahreszeit wird es im Süden Berlins bei klassischer Musik so richtig kuschelig. Vom intimen Abend mit Musik von Debussy und Ravel über Rossini im Orient bis hin zu Mahler, Brahms und Schumann reicht das anspruchsvolle Programm, das alle zwei Wochen im historischen Zehlendorfer Primussaal stattfindet. 

60 - Herbst 2014
Magazin

Auf meinem Hügel – Im Flämingland

Der Künstler Roger Loewig war ein Wanderer zwischen den Welten. Der Riss zwischen Ost und West ging mitten durch ihn hindurch. 

Vom Balkon des Schweizerhauses hat man den schönsten Blick auf Bad Belzig. Auf die Burg Eisenhardt und die Altstadt mit der St.-Marienkirche im Zentrum. Am Horizont die weiten grünen Hügel des Fläming. Der umlaufende Holzbalkon, die Fensterläden sowie die geschnitzten Balkenköpfe verhalfen dem um 1900 vom Belziger Architekten Bruno Sacharowitz entworfenen Haus zu seinem Namen. Die Idylle unter Apfelbäumen ist nicht die ganze Wahrheit.

60 - Herbst 2014

Der Spielgenießer

Iker Romero verkörpert den südlichen Lebensstil beim Bundesligisten Füchse Berlin. Frauenhandball fristet in der bunten Berliner Sportszene seit vielen Jahren ein Mauerblümchendasein. Daran änderte auch der Bundesliga-Aufstieg der Füchse im Sommer wenig. Zu ihrem zweiten Heimspiel dieser Saison wurde die Mannschaft aber geadelt: Der große Iker Romero betrachtete sich die am Ende siegreiche Partie gegen die alteingesessene Mannschaft von Frisch Auf Göppingen.

60 - Herbst 2014
Sport

Ein Mauerstück für die Ewigkeit

Mit Karacho durchbricht der Trabbi die Mauer, als sei sie nur aus Papier – und er trägt dabei keinen einzigen Kratzer davon. Eine wunderbare Metapher für den friedlichen Übergang des Ostens in den Westen. Das Bild trug damals den ironischen Titel „Test the best“ , heute steht „Test the rest“ darüber. Die Malerin Birgit Kinder hat sich bei der Restaurierung ihres eigenen Werkes diesen Scherz erlaubt. Übrigens war der Trabbi-Durchbruch auch ihr künstlerischer Durchbruch, sie wurde eine vielgebuchte Wand- und Illusionsmalerin.

60 - Herbst 2014
Stadt

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