Artikelliste

Auf meinem Hügel – Im Flämingland

Der Künstler Roger Loewig war ein Wanderer zwischen den Welten. Der Riss zwischen Ost und West ging mitten durch ihn hindurch. 

Vom Balkon des Schweizerhauses hat man den schönsten Blick auf Bad Belzig. Auf die Burg Eisenhardt und die Altstadt mit der St.-Marienkirche im Zentrum. Am Horizont die weiten grünen Hügel des Fläming. Der umlaufende Holzbalkon, die Fensterläden sowie die geschnitzten Balkenköpfe verhalfen dem um 1900 vom Belziger Architekten Bruno Sacharowitz entworfenen Haus zu seinem Namen. Die Idylle unter Apfelbäumen ist nicht die ganze Wahrheit.

60 - Herbst 2014

Crossover

Der Berliner Dirigent, Pianist und Opernregisseur Christoph Hagel rockt die klassische Musik. Er hat Bach auf die Straße gebracht und Hip-Hop auf die Bühne. Im Dezember wird er im Berliner Dom die Engel zum Tanzen bringen.

60 - Herbst 2014
Magazin

Architekturikonen und Wahrzeichen: Die Premium Towers of Berlin am Potsdamer Platz

Sie sind bekannte Wahrzeichen Berlins und Architekturikonen der Neuen Mitte: Atrium Tower, Forum Tower und Potsdamer Platz 1 – die Premium Towers of Berlin. Sie repräsentieren die hohen Maßstäbe der Metropole und die Premiumklasse der Zukunft – und bieten anspruchsvollen Unternehmen wahrhaft einzigartige Perspektiven.

60 - Herbst 2014
Stadt

Vision vom Mauerfall

Sprichwörtlich werfen große und kommende Ereignisse ihre Schatten voraus. Manchmal auch in unseren Träumen. Zwei geschichtsträchtige Ereignisse prägen in diesem Jahr unser kollektives Erinnerungsbewusstsein: der Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren und der Fall der Berliner Mauer vor 25 Jahren. Über beide wird ausführlich berichtet und reflektiert. Weniger bekannt und kolportiert sind Traumvisionen, die diesen bedeutenden Jahrhundertereignissen vorausgingen. 

60 - Herbst 2014

Berlin macht Licht

[Foto: Baganz]

Das Lichtfestival des Vereins Berlin leuchtet e.V. lässt im Oktober Gebäude und Wahrzeichen kunstvoll erstrahlen und begeistert damit Hunderttausende Berliner und Touristen. Vom Ku’damm zur Siegessäule, vom Friedrichstadt-Palast in Richtung Alexanderplatz und von den Berliner Kanälen zur East Side Gallery – das Lichtfestival unter dem Motto „Weltbühne Berlin“ tauchte Plätze, Straßen und Häuser in Licht und Farbe. Die 65 Illuminationen verbinden damit das Tempo im Berlin der 1920er-Jahre mit der heutigen Dynamik der Stadt.

Stadt

Berlin-Macher

Dass Berlin dazu verdammt ist, immerfort zu werden und niemals zu sein, wusste schon im Jahr 1910 der Publizist und Kunstkritiker Karl Scheffler. Ein oft zitierter Satz, der noch heute gilt. Umso mehr sind Menschen gefragt, die vor oder hinter den Kulissen etwas bewegen und die Stadt ein Stück voranbringen. Wir stellen sie in jeder Ausgabe vor, die Berlin-Macher. Diesmal Christiane Theobald.

60 - Herbst 2014

Mein Loft ist zu klein – Wohndimension im Wandel

Man sitzt in seinem Sesselchen, hinter einem das Bücher-regal, CDs stapeln sich in der Ecke, der Kleiderschrank beansprucht mehr Platz als ihm zusteht und das Bett darf ja nun bitte mindestens 140 breit sein. Man fühlt sich wohl in der Höhle und beengt. Da hilft nicht mal der Spiegel, der doch den Raum optisch aufbricht oder das Bild mit einem tiefenwirksamen Blauklecks neben Orange und Grün. Unterm Bett stapeln sich Schachteln und Skisachen. Spätestens da fällt einem womöglich der Satz ein, Träume dürfen groß sein.

60 - Herbst 2014

Berliner Pflanzen - Baumschule mit Tradition und Hofcafé

Sie gab es schon, als hier weit vor den Toren der Stadt noch nichts war. Die Baumschule Späth, 1720 als Gärtnerei im heutigen Kreuzberg gegründet. Damit ist sie die älteste Baumschule Deutschlands. „Mittlerweile ist die Stadt ja bekanntlich gewachsen, und jetzt liegt Baumschulenweg mittendrin. Eine solch innerstädtische Baumschule ist in ganz Europa einzigartig“, sagt Holger Zahn, der aktuelle Geschäftsführer des Unternehmens. Nur vom Ziehen von Pflanzen kann die Baumschule längst nicht mehr leben.

60 - Herbst 2014
Stadt

Brille: IC!

Wie der Berliner Unternehmer Ralph Anderl seine Brillenmanufaktur als Gesamtkunstwerk in die Zukunft führt.

Die Brillen sind federleicht, hochqualitativ und unkonventionell. Dank der Federscharnier-Gelenke brauchen sie keine einzige Schraube, also kann auch keine locker werden oder gar rausfallen. Der Berliner Unternehmer Ralph Anderl entwickelt, produziert und verkauft weltweit erfolgreich Brillen, die man selbst reparieren oder den Bügel nach Lust und Laune einfach austauschen kann. In jede Brille ist die Telefonnummer des Chefs eingelasert, falls man mal wirklich ein Problem hat. Mit dem Gestell, versteht sich. Aber es hat niemand ein Problem, außer der eine oder andere mit dem Preis vielleicht. 

60 - Herbst 2014

Der Spielgenießer

Iker Romero verkörpert den südlichen Lebensstil beim Bundesligisten Füchse Berlin. Frauenhandball fristet in der bunten Berliner Sportszene seit vielen Jahren ein Mauerblümchendasein. Daran änderte auch der Bundesliga-Aufstieg der Füchse im Sommer wenig. Zu ihrem zweiten Heimspiel dieser Saison wurde die Mannschaft aber geadelt: Der große Iker Romero betrachtete sich die am Ende siegreiche Partie gegen die alteingesessene Mannschaft von Frisch Auf Göppingen.

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Sport

Die Öffnung der Berliner Mauer

Bemerkungen zur Entstehung des Bildes. Das Bild wurde Mitte der Neunzigerjahre für das Kasino des Abgeordnetenhauses von Berlin gemalt. Ich habe die Form des Triptychons gewählt, weil sich die Öffnung der Berliner Mauer aus meiner Sicht – und ich war überall mit dem Skizzenblock dabei – in drei Schritten vollzog: Da war die Nacht vom 9. November 1989, die Tage darauf fand die große „Besetzung“ der breiten Mauer am Brandenburger Tor statt, und dann das Herausheben des ersten Mauerstückes am Potsdamer Platz in den frühen Morgenstunden des 12. November.

60 - Herbst 2014
Kultur

Rasante Ente

Die Kellner singen mit Herzblut, als ginge es um ihr Leben, alle 1,7 Sekunden verlässt eine Vorspeise die Küche und ein Servicemitarbeiter legt hier an jedem Abend rund zehn Kilometer zurück. Alles für die Gäste. Die sollen es schön haben, alle Jahre wieder im „Palazzo“-Zelt von Hans Peter Wodarz und Küchenchef Kolja Kleeberg („VAU“). Das Duo ist erprobt und erfolgreich und nach einem Jahr der Enten-Abstinenz gibt es wieder Geflügel. Und für die Macher gab es dafür Applaus bei der Premiere.

60 - Herbst 2014
Kultur

Ein Mauerstück für die Ewigkeit

Mit Karacho durchbricht der Trabbi die Mauer, als sei sie nur aus Papier – und er trägt dabei keinen einzigen Kratzer davon. Eine wunderbare Metapher für den friedlichen Übergang des Ostens in den Westen. Das Bild trug damals den ironischen Titel „Test the best“ , heute steht „Test the rest“ darüber. Die Malerin Birgit Kinder hat sich bei der Restaurierung ihres eigenen Werkes diesen Scherz erlaubt. Übrigens war der Trabbi-Durchbruch auch ihr künstlerischer Durchbruch, sie wurde eine vielgebuchte Wand- und Illusionsmalerin.

60 - Herbst 2014
Stadt

Park am Gleisdreieck

Joseph Roth im Hochgras. Eine Fiktion. Es ist nicht wahr geworden, was Joseph Roth 1924 über die Zukunft des Gleisdreiecks prophezeite: „Schüchtern und verstaubt werden die zukünftigen Gräser zwischen metallenen Schwellen blühen. Die ‚Landschaft‘ bekommt eine eiserne Maske.“ Nein, das Gleisdreieck hat die Eisenfratze der Industrialisierung abgelegt, und das Gras wächst mutig, ist erlaubt. Hier ist ein Park geworden, der Park am Gleisdreieck.

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Stadt

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