Artikelliste

„Ich bin, was es heute nicht mehr häufig gibt: ein Generalist.“

Der Berliner Wintergarten ist ein Anziehungspunkt für Touristen und Berliner. Seit fast 22 Jahren leitet Georg Strecker das weltbekannte und traditionsreiche Haus an der Potsdamer Straße. Auf Umwegen kam er dorthin: Er wollte Lehrer werden, arbeitete als Tourleiter für Rock-Bands und war Eventmanager in der Politik. Wenn er zur Ruhe kommen möchte, geht der Varieté-Chef am liebsten Zeitungen lesen in einem belebten Café.

82 - Frühjahr 2020

Berlin größer denken

Vor 100 Jahren entstand Groß-Berlin durch den Zusammenschluss von acht bis dahin selbstständigen Städten, 59 Gemeinden und 27 Gutsbezirken. Das Ergebnis im Preußischen Landtag war knapp: 165 zu 148 Stimmen. Damit war das „Gesetz über die Bildung einer neuen Stadtgemeinde Berlin“ angenommen. Aus Berlin war Groß-Berlin geworden. Insgesamt 94 Ortsteile hatten sich zur neuen Einheitsgemeinde zusammengeschlossen: acht Städte, 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke. Vom 1. Oktober 1920 an zählte die Stadt knapp vier Millionen Einwohner.

82 - Frühjahr 2020
Stadt

Stadtplätze: Der Hindemithplatz

Stadtplätze leben von den Menschen, die sie bevölkern. Ohne sie wirken sie seltsam leblos. Steine und Bäume, Blumen und Brunnen bleiben so ohne Bewegung, Organismen ohne Puls. Schön sein können die Plätze dennoch, wenn man ihre Ruhe am Morgen spürt, ehe die Stadt erwacht, in der Nacht, wenn sie schläft. Aber dafür sind sie nicht geschaffen. Und doch sind Stadtplätze zugleich Ruhepunkte in der quirligen City, Oasen des Innehaltens. Nur was, wenn die ganze Stadt plötzlich zur Ruhe gekommen ist, innehält, innehalten muss? Wenn plötzlich eine andere Ordnung herrscht? Diesmal: Der Hindemithplatz

82 - Frühjahr 2020

Architekturpreis für Water Garden

Eine außergewöhnlich Landschaft bestehend aus 318 Bäumen, die aus einer angrenzenden Baustelle ausgegraben und am Projektstandort um 160 Teiche von unterschiedlicher Größe und Form wieder eingepflanzt wurden. Ein Moosteppich umgibt die Teiche, und Trittsteine schaffen ein Wegesystem durch den überfluteten Waldraum. Der japanische Architekt Junya Ishigami regte an, einen Wald am Fuß der Nasu Berge im japanischen Tochigi umzupflanzen, anstatt ihn zu roden, um Platz für den Bau eines neuen Hotelkomplexes zu schaffen.

82 - Frühjahr 2020
Magazin

Schone Verwandlung


Träumen geht immer. Zum Beispiel von besseren Zeiten und traumhaften Kleidern. Ellen Eisemann ist eine Berliner Modedesignerin und Unternehmerin, die sich ganz dem Kleid verschrieben hat. Ihre lässigen Hemdblusenkleider und adretten Sommerfähnchen aus hochwertigen Stoffen mit floralen und figurativen Motiven bringen Frische und Schwung in den Frühling. Niemand möchte doch gerade in Zeiten von Homeoffice und Parkspaziergang immerzu in schlabbrigen Hosen und überweiten Shirts verschlumpfen. So ein feminines Gewand sorgt für gute Stimmung und zaubert allen gleich ein Lächeln ins Gesicht.

82 - Frühjahr 2020

Sah ein Vogel die Glasfassade nicht …

Großflächige Transparenz und spiegelnde Glasfassaden gehören zu den Hauptmerkmalen zeitgenössischen Bauens. Berlin ist davon besonders geprägt. Was für Flaneure faszinierend und urban wirkt, wird für Vögel zur Todesfalle. Dieser Aspekt ist bei Behörden, Bauherren und Architekten noch zu wenig bekannt.

Vieles haben wir vermisst in den letzten Monaten. Auch das sorglose Flanieren gehört für viele Berliner dazu. Entlang an historischen Häuserreihen, über Gewässer, hin zu modernen Quartieren, wo Gebäude bis in den Himmel zu reichen scheinen. Die Neubauten bieten starke architektonische Rhythmen, Spiegelungen und Durchblicke, in der Sonne glitzernde Scheiben und in der Nacht durch raffinierte Beleuchtung strahlende Glasfassaden. Letztere sind besonders faszinierend. Sie symbolisieren das, was unsere Sehnsucht nach Großstadt immer befeuert hat: an Häuserschluchten in Manhattan ebenso wie in den neu entwickelten Teilen von Städten wie Berlin.

82 - Frühjahr 2020
Stadt

Fit und gesund: Auf die Plätze – Über die Freuden des Draußen-Trainings

Ob Yoga, Kung Fu, Joggen oder Workouts auf einer der zahlreichen Fitnessanlagen in den Bezirken – in Berlin gibt es immer mehr Möglichkeiten, sich sportlich im Freien zu betätigen. Berlin ist eine Sportmetropole. Wettkampfstätten, Sportevents und der Spitzensport können sich international sehen lassen. Auch der Freizeitsport breitet sich immer weiter aus. Mehr als eine halbe Million Berliner ist in Vereinen organisiert. Und etwa noch einmal so viele treiben in der Stadt individuell Sport – auf öffentlichen Sportanlagen oder in einem der über 2 500 Parks und Freiflächen der Stadt. Rund 30 Prozent der Fläche Berlins bestehen aus Wäldern, Parks und Grünflächen. Fast alle Sportarten, ob klassisch, Fun- oder Trendsport können outdoor betrieben werden. Läufer, Skater, Beachvolleyballer, Fußballer sind genauso präsent wie Calisthenics-Anhänger, Sportler, die das Training mit dem eigenem Körpergewicht schätzen.

82 - Frühjahr 2020

Verträumte Weiher und alte Mühlen

Auch das ist Brandenburg: Tief eingeschnittene Täler, zu den Füßen schlängelt sich ein Bach, der auch zum Flüsschen werden kann. Statt Kiefern wachsen vor allem Eichen und Buchen. Es gibt geheimnisvolle Moore, stille Seen und saftige Wiesen: Wir sind im Schlaubetal, Deutschlands östlichstem Naturpark und einem der schönsten Bachtäler Brandenburgs. Namensgeber ist das Flüsschen Schlaube. Die Weichseleiszeit hatte einst das landschaftlich so vielfältige Tal als Glaziale Rinne geformt. So erinnert unweit des Ortes Kobbeln ein Riesen-Findling, der seinen Ursprung auf der Insel Bornholm hat, an das skandinavische Erbe. Jürgen Sobeck ist Wanderführer im Schlaubetal und kann sich eigentlich nur wundern, dass dieses so reizvolle Gebiet noch immer relativ unbekannt ist. „Nicht einmal unter den zehn beliebtesten Ausflugszielen der Berliner ist das Schlaubetal dabei“, sagt er.

82 - Frühjahr 2020

Großprojekt unterstützt den Naturschutz

Im Berliner Südosten entsteht derzeit auf einem 45 Hektar großen ehemaligen Rangierbahnhof ein neues Gewerbegebiet. Gelegen in der Nähe des Betriebshofs Schöneweide trägt es den schönen Namen "Gleislinse". Angesiedelt werden sollen sowohl Büros als auch produzierendes Gewerbe. Naturschutz gehört dabei zum Konzept. Die Deutsche Bahn und das Land Berlin haben das Projekt gemeinsam vorangetrieben. 33 Millionen Euro sind für Beräumung und Erschließung veranschlagt.

82 - Frühjahr 2020
Stadt

Stdtnachrichten: Historische Hof­struktur an der Bornholmer Straße wird geschlossen

In der Bornholmer Straße im beliebten Bezirk Prenzlauer Berg laufen derzeit noch die Bauarbeiten für einen sechsgeschossigen Neubau mit 24 Wohnungen an der Stelle, an der ursprünglich das Gartenhaus den ruhigen Innenhof des ehemaligen Kaiserlichen Postamts komplettierte. Nach Entwürfen von Appels Architekten aus Zürich entsteht nun zwischen Alt- und Neubau ein Symbiose aus Vergangenheit und modernem großstädtischen Leben. Dabei prägen Merkmale wie moderne Sichtbetondecken, zum Teil Stahlbetontreppen und geschliffene Zementestrichböden den Industriecharakter des neu errichteten Gartenhauses.

82 - Frühjahr 2020
Stadt, Bauen

Funktional, modern und immer menschlich

Monica Förster ist eine der bekanntesten Gestalterinnen von ganz Schweden. Wahrscheinlich ist sie auch die vielseitigste. Seit mehr als zwanzig Jahren entwirft sie Lampen, Möbel, Tischgefäße, Fliesen, Textiles und Accessoires für ausgewählte Designfirmen überall in der Welt. Auf der Kölner und der Stockholmer Möbelmesse in diesem Jahr war sie mit ihren Exponaten mehrfach präsent. In Stockholms berühmtestem Luxuskaufhaus hat sie in Zusammenarbeit mit dem Wingård-Architekturbüro ein Restaurant designt und eingerichtet, das an einen Marktplatz an der italienischen Amalfiküste erinnern soll, das „Positano Yes“.

82 - Frühjahr 2020

Von Null auf Hundert in 3 Sekunden – Rennwagen aus der Uni-Werkstatt

Studenten verschiedener Fachrichtungen der Technischen Universität Berlin entwickeln und bauen jedes Jahr Rennwagen verschiedener Kategorien. Neben der Teilnahme an einem renommierten internationalen Konstruktionswettbewerb, der Formula Student, trainieren die Beteiligten für ihr späteres Berufsleben Kompetenzen wie Teamwork, Projektmanagement oder Belastbarkeit und Flexibilität. Mit seiner Praxisnähe ist FaSTTUBe, so der Projektname, der als Akronym für Formula Student Team der Technischen Universität Berlin steht, ein anspruchsvolles Uni-Projekt, das eine große Herausforderung darstellt, aber auch viel Spaß macht.

82 - Frühjahr 2020

Warum spielen Sie Golf? André Heim

Golfen verbindet. Und, wer Golf spielt, ist erfolgreicher im Beruf, heißt es in Unternehmerkreisen. Die Ruhe auf dem Golfplatz hilft dabei zu entspannen und in einem Flight unterwegs zu sein, auch wenn das Golfen manchmal Managerqualitäten erfordert. Golfen ist anspruchsvoll und braucht viel Training, wenn man Fortschritte machen will. Berlin vis-à-vis trifft regelmäßig Unternehmenslenker zu einer Golfrunde. Diesmal André Heim, Geschäftsführer und Mitinhaber der Heinz Hammer Vertragswerkstatt GmbH, dem Mercedes-Benz Partner im Norden Berlins

82 - Frühjahr 2020
Sport, Golf

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